Hidrozytom

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Ein Hidrozytom (griechisch hydrocytoma; ICD-O 8404/0), auch Hidrozystom, ist eine gutartige Gewebeneubildung (Neoplasie) aus der Familie der Adenome. Es handelt sich um zystische Papeln des Schweißdrüsenausführungsgangs (Retentionszysten).[2]

Schnelle Fakten Klassifikation nach ICD-10 ...
Klassifikation nach ICD-10
L74.8 Sonstige Krankheiten der ekkrinen Schweißdrüsen
L75.8 Sonstige Krankheiten der apokrinen Schweißdrüsen
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ICD-10 online (WHO-Version 2019)
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Schnelle Fakten Klassifikation nach ICD-11 ...
Klassifikation nach ICD-11
EK70.3 Hidrozystom
ICD-11: EnglischDeutsch (Vorabversion)
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Multiple ekkrine Hidrozytome am rechten Nasenflügel[1]

Je nachdem welche Schweißdrüse davon betroffen sind, unterscheidet man in ekkrines Hidrozytom (auch Schweißdrüsenretentionszyste genannt) oder apokrines Hidrozytom (auch apokrines Zystadenom genannt).[1][3] Diese Einteilung ist zwar durch neuere immunhistologische Untersuchungen widerlegt, da einige ekkrine Hidrozystome apokrine Antigene exprimieren, hat aber aus historischen Gründen weiterhin Gültigkeit.[4]

Beschreibung und Diagnose

Hidrozytome kennzeichnen sich durch lichtdurchlässige bläuliche Knötchen, die meist einzeln (solitär) auftreten. Die blaue Farbe entsteht dabei durch den Tyndall-Effekt. Histopathologisch erkennt man uni- oder multilokuläre zystische Bereiche innerhalb der Dermis. Multiple Hidrozytome treten beim Schöpf-Schulz-Passarge-Syndrom, einer seltenen autosomal-rezessiven Genodermatose, auf.[5]

Ekkrine Hidrozytome sind häufig am Augenlid oder den Wangen lokalisiert.[2]

Therapie

Die Entfernung eines Hidrozytoms kann aus kosmetischen Gründen oder bei funktionell störenden Zysten angezeigt sein.[2] Verschiedene Formen der Behandlung von Hidrozytomen sind beschrieben. Neben der einfachen Exzision[6] sind dies die Hochfrequenzchirurgie,[7] die Bestrahlung mit Infrarotlasern (CO2-Laser[8][9] oder 1450-Nanometer-Diodenlaser[10]) und Trichloressigsäure.[1][11]

Weiterführende Literatur

Einzelnachweise

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