Himpfelshof
Bezirk von Nürnberg
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Himpfelshof (/ˈhɪmpfəlʃoːf/ HIMP-fell-shof) ist ein Bezirk in der Altstadt und engeren Innenstadt, Nürnberg, Deutschland. Im Jahr 2023 zählte die Bevölkerung 5933 laut Amt für Stadtforschung und Statistik für Nürnberg und Fürth. Himpfelshof liegt entlang des Flusses Pegnitz und umfasst den Plärrer, einen zentralen Platz innerhalb des Bezirks, der als wichtiger Verkehrsknotenpunkt dient.[2]
Himpfelshof Statistischer Bezirk 05 Kreisfreie Stadt Nürnberg | |
|---|---|
| Koordinaten: | 49° 27′ N, 11° 4′ O |
| Höhe: | 322–343 m ü. NHN |
| Fläche: | 65 ha |
| Einwohner: | 5987 (31. Dez. 2019)[1] |
| Bevölkerungsdichte: | 9.211 Einwohner/km² |
| Postleitzahl: | 90429 |
| Vorwahl: | 0911 |
Lage des statistischen Bezirks 05 Himpfelshof
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Plärrer | |
Lage

Die nördliche Grenze verläuft auf der Pegnitz und grenzt den Bezirk von St. Johannis ab. Westlich wird das Gebiet entlang der Willstraße vom Bezirk Bärenschanze getrennt. Südlich verläuft die Grenze an den Straßen Fürther Straße und Plärrer zu Gostenhof. Östlich folgt die Grenze den Straßen Spitteltorgraben und Westtorgraben.[3]
| Statistische Nachbarbezirke | |||||||||
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Infrastruktur
Öffentliche Plätze

Im Bezirk Himpfelshof liegen die Grünflächen Rosenaupark, Prateranlage und Kontumazgarten, sowie der Platz Plärrer und das östliche Ende der Fürther Straße.
Privatwirtschaftliche Ansiedlungen
Die DATEV hat einen Standort in Himpfelshof an der Fürther Straße. Es existieren keine Drogeriemärkte innerhalb des Bezirks, aber in direkter Nachbarschaft. Die Mehrzahl der Geschäfte sind kleinere Restaurants und Tante-Emma-Läden bzw. Kneipen und Cafes. Es existiert ein Standort der Allianz Versicherung an der Hochstraße.
Freizeitanlagen
Das Westbad ist nahe, außerdem mehrere Spielplätze innerhalb der Berzirksgrenzen.
Weitere Einrichtungen
Außerdem befindet sich hier die Wilhelm-Löhe-Schule, das Landesarbeitsgericht Nürnberg, das Finanzgericht Nürnberg, die Evangelische Hochschule Nürnberg, Dr. Erler Kliniken und das Zentrum Bayern Familie und Soziales der Region Mittelfranken.
Verkehr
Himpfelshof ist mit dem U-Bahnhof Plärrer und Gostenhof an alle Nürnberger U-Bahn Linien angeschlossen und durch die Straßenbahn Stationen Plärrer und Obere Turnstraße an die Straßenbahnlinien
;
und
angeschlossen. Außerdem verkehren die Buslinien
;
und
durch den Bezirk.
Stationen
Linienführungen in Himpfelshof
Plärrer – Friedrich-Ebert-Platz
Die Linie fängt im Südosten des Bezirks am Knotenpunkt Plärrer an. Verläuft vom Plärrer ausgehend an der Südgrenze des Bezirks entlang und hält an den Haltestellen Gostenhof Ost und Gostenhof West. Sie biegt dann in die Willstraße ein und schließt mit der gleichnamigen Station den westlichen Teil von Himpfelshof sowie die Reuterbrunnenschule in der Reuterbrunnenstraße ans Busnetz an. Über die Pegnitzbrücke Brückenstraße verlässt die Buslinie Himpfelshof in Richtung St. Johannis.
Plärrer – Doku-Zentrum
Die Linie fängt am Plärrer an, fährt entlang der Ostgrenze zur Oberen Turmstraße bis es den Bezirk über die Hallertorbrücke verlässt.
Plärrer – Dr.Erler Klinien
Diese Linie ist ein Shuttle, da sie nur die beiden jeweiligen Endpunkte ohne Zwischenstops miteinander verbindet. Sie überspringt sogar die Station Obere Turmstraße, welche auf der Route liegt. Obwohl diese Linie eigentlich dafür angedacht ist, Patienten schnellstmöglich zum Knotenpunkt Plärrer zu bringen, wird dieser Bus auch von Schülern, welche die Wilhelm-Löhe-Schule besuchen, benutzt, um ebenso schneller zum Plärrer zu kommen. Die Busse werden nicht von der VAG, sondern von Reck betrieben.[4] Da Reck und VAG beide Teil der VGN sind, gelten Tickets der VAG sowie der anderen VGN-Verkehrsbetreiber genauso wie auf Buslinien der VAG. Es werden kleinere Mercedes-Benz Sprinter City Fahrzeuge eingesetzt, wie sie in Nürnberg sonst nur am Stadtrand auftreten.
Geschichte
Die Geschichte von Himpfelshof lässt sich bis ins Mittelalter zurückverfolgen. Um 1500 besaß die Deutschordenskommende Nürnberg auf dem Gebiet des heutigen Himpfelshof zwei Herrensitze, die in Form befestigter Weiherhäuser errichtet waren. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Himpfelshof neun Anwesen, darunter zwei Halbhöfe mit insgesamt sieben Häusern. Das Hochgericht über das Gebiet wurde von der Reichsstadt Nürnberg ausgeübt. Die Verwaltung und Gerichtsbarkeit lagen bei den obersten Bezirksämtern, dem brandenburg-ansbachischen Oberamt Cadolzburg und dem Oberamt Schwabach. Als Grundherr fungierte die Deutschordenskommende Nürnberg. Im Jahr 1796 fiel Himpfelshof an Preußen. 1806 wurde das Gebiet Teil des Königreich Bayern. Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Wöhrd-Gostenhof. Durch das Gemeindeedikt von 1808 wurde Himpfelshof dem Steuerdistrikt Sündersbühl und der 1808 gegründeten Ruralgemeinde Sündersbühl zugeordnet.

Am 1. Oktober 1825 wurde Himpfelshof als Teil des das Stadtgebiet umgebenden Burgfriedens nach Nürnberg eingemeindet. Ein markanter Moment in der Geschichte des Bezirks war der Beginn der deutschen Eisenbahngeschichte am 7. Dezember 1835, als die erste Eisenbahn Deutschlands vom Plärrer in Richtung Fürth fuhr.[5][6][7]
Architektur
Wie bei den meisten Gebäuden innerhalb der Ringbahn Nürnberg stammen auch die Bauten in Himpfelshof überwiegend aus der Gründerzeit. Die einzigen Häuser aus älteren Bauphasen befinden sich im nördlichen Teil des Bezirks in Kleinweidenmühle sowie ein weiteres Haus in der Bärenschanzstraße.
- Moltkestraße 4
- Hochstraße 20
- Deutschherrnstraße 51
- Himpfelshofstraße 1
- Reutersbrunnenstraße 24
Bevölkerung
Wahlen
Bei der Bundestagswahl 2025 erzielten Die Grünen im Bezirk Himpfelshof 25,6 % der Zweitstimmen. Dieses Ergebnis liegt deutlich über dem bundesweiten Durchschnitt (11,6 %) und auch über dem Nürnberger Stadtweitemergebnis (15,9 %).[13][14]
Bei der Bundestagswahl 2025 erzielten Die Grünen im Bezirk Himpfelshof 25,6 % der Zweitstimmen. Dieses Ergebnis liegt deutlich über dem bundesweiten Durchschnitt (11,6 %) und auch über dem Nürnberger Stadtweitemergebnis (15,9 %).[15][16]
Das Wahlergebnis der Union (hier CSU) im Bezirk Himpfelshof lag hingegen bei 23,4 %. Dies entspricht 5,1 Prozentpunkten unter dem bundesweiten Ergebnis (28,5 %) und 5,8 Prozentpunkten unter dem Nürnberger Stadtergebnis (29,2 %).
Die Wahlbeteiligung bei der Kommunalwahl 2020 in Nürnberg betrug 55,5 %. Dies entspricht einer Steigerung von 7,1 Prozentpunkten gegenüber der Wahl von 2014. Im Bezirk Himpfelshof erreichte Thorsten Brehm (SPD) mit 37,6 % der Stimmen das beste Ergebnis. Für die SPD war dies ein Verlust von 36,1 Prozentpunkten im Vergleich zum Ergebnis von 2014. Stimmenzuwächse gegenüber 2014 verzeichneten Die Grünen (+24,5 %) und die CSU (+7,8 %). Die Parteien Die Linke und AfD kandidierten 2014 nicht. Die Freien Wähler (−0,1 %) und die FDP (−0,4 %) verzeichneten ebenfalls Stimmverluste.[17]
Literatur
Johann Kaspar Bundschuh: Himpelshof. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 2: El–H. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1800, DNB 790364298, OCLC 833753081, Sp. 665 (Digitalisat).
- Hanns Hubert Hofmann: Nürnberg-Fürth (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 4). Kommission für Bayerische Landesgeschichte, München 1954, DNB 452071224, S. 150 (Digitalisat). Ebd. S. 244 (Digitalisat).
- Georg Paul Hönn: Himpfeleshof. In: Lexicon Topographicum des Fränkischen Craises. Johann Georg Lochner, Frankfurt und Leipzig 1747, OCLC 257558613, S. 488 (Digitalisat).
- Wiltrud Fischer-Pache: Himpfelshof. In: Michael Diefenbacher, Rudolf Endres (Hrsg.): Stadtlexikon Nürnberg. 2., verbesserte Auflage. W. Tümmels Verlag, Nürnberg 2000, ISBN 3-921590-69-8, S. 447 (online).
Weblinks
- Bezirksdatenblatt Nürnberg – Statistischer Bezirk 05 Himpfelshof, Stand 2021 (PDF; 118 kB)
- Himpfelshof mit Rosenau auf der Website nuernberg-aha.de
- Herrensitze

