Hintersdorf
Ortschaft im Bezirk Tulln
From Wikipedia, the free encyclopedia
Hintersdorf ist eine Ortschaft und eine Katastralgemeinde der Marktgemeinde St. Andrä-Wördern im Bezirk Tulln in Niederösterreich. Die Ortschaft zählt 695 Einwohner (Stand 1. Jänner 2025).[1] Bis Ende 1971 bildete der Ort eine selbständige Ortsgemeinde.[2]
| Hintersdorf (Dorf) Ortschaft Katastralgemeinde Hintersdorf | ||
|---|---|---|
| Basisdaten | ||
| Pol. Bezirk, Bundesland | Tulln (TU), Niederösterreich | |
| Gerichtsbezirk | Tulln | |
| Pol. Gemeinde | St. Andrä-Wördern | |
| Koordinaten | 48° 18′ 10″ N, 16° 14′ 4″ O | |
| Höhe | 363 m ü. A. | |
| Einwohner der Ortschaft | 695 (1. Jän. 2025) | |
| Fläche d. KG | 4,53 km² (31. Dez. 2023) | |
| Statistische Kennzeichnung | ||
| Ortschaftskennziffer | 06268 | |
| Katastralgemeindenummer | 20132 | |
Der örtliche Hauptplatz | ||
| Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; NÖGIS | ||
Geografie
Das Dorf an der Nordseite des Wienerwaldes kann von der Klosterneuburger Straße über die Landesstraße L2010 oder die L2118 erreicht werden, die im Ort zusammentreffen. Das längs einer Anhöhe gelegene Dorf entwässert teils in den Hagenbach und teils in den Haselbach. Zur Ortschaft gehören weiters die Rotten Arzgrub und Haselbach. Am 1. April 2020 umfasste die Ortschaft 373 Adressen.[3]
Geschichte
Im Jahr 1822 wurde der Ort als Dorf mit 27 Häusern genannt, das nach St. Andrä eingepfarrt war und die Kinder zu Einschulung nach Kirchbach kamen. Die Herrschaft Hintersdorf besaß die Ortsobrigkeit und hatte die Grundherrschaft inne. Die Landgerichtsbarkeit wurde von der Herrschaft Königstetten ausgeübt, die auch die Konskription besorgt.[4]
Laut Adressbuch von Österreich waren im Jahr 1938 in der Ortsgemeinde Hintersdorf ein Bäcker, ein Fleischer, vier Fuhrwerker, drei Gastwirte, drei Gemischtwarenhändler, drei Holzhändler, zwei Milchhändler, ein Schmied, ein Schneider ein Schuster, eine Sparkasse und ein Wagner.[5] Im Rahmen der Niederösterreichischen Kommunalstrukturverbesserung vereinigten sich per 1. Jänner 1972 die damaligen Gemeinden Greifenstein, Kirchbach, Hintersdorf, Sankt Andrä vor dem Hagenthale und Wördern.[2]
Literatur
- Friedrich Wilhelm Weiskern: Topographie von Niederösterreich, in welcher alle Städte, Märkte, Dörfer, Klöster, Schlößer, Herrschaften, Landgüter, Edelsitze, Freyhöfe, namhafte Oerter u.d.g. angezeiget werden, welche in diesem Erzherzogthume wirklich angetroffen werden, oder sich ehemals darinnen befunden haben. Band 1: A–M. Druckerei Joseph von Kurzböck, Wien 1768, S. 265 (Ausgabe 1769; Hintersdorf in der Google-Buchsuche).
- Franz Xaver Schweickhardt: Darstellung des Erzherzogthums Österreich unter der Ens, durch umfassende Beschreibung aller Burgen, Schlösser, Herrschaften, Städte, Märkte, Dörfer, Rotten etc. etc., topographisch-statistisch-genealogisch-historisch bearbeitet und nach den bestehenden vier Kreis-Vierteln [alphabetisch] gereiht. [Teil:] Viertel Ober-Wienerwald. 14 von 34 Bänden. 1. Band: Hintersdorf bis St. Pölten. Mechitaristen, Wien 1835, S. 3 (Hintersdorf – Internet Archive).
- Ortsverzeichnis 2001 Niederösterreich (PDF; 4,8 MB), Statistik Austria, Wien 2005, ISBN 3-902452-42-0, S. 333.
