Hiroshi Hamada

japanischer Entwicklungsbiologe From Wikipedia, the free encyclopedia

Hiroshi Hamada (japanisch 濱田 博司; * 1950 in der Präfektur Kagawa[1]) ist ein japanischer Entwicklungsbiologe. Er ist bekannt für seine Arbeiten zur Rechts-links-Asymmetrie in der Entwicklung von Säugetieren.

Leben und Wirken

Hiroshi Hamada erwarb an der Universität Okayama 1975 einen M.D. und 1979 einen Ph.D. Als Postdoktorand arbeitete er bei Takeo Kakunaga am National Cancer Institute, einer Einrichtung der National Institutes of Health in Bethesda, Maryland, zur Biologie von Krebszellen. 1985 erhielt Hamada eine erste Professur (Assistant Professor) an der Memorial University of Newfoundland in St. John’s, Kanada. 1988 erhielt er eine Stellung als Associate Professor an der Universität Tokio und 1993 übernahm er die Leitung der Abteilung für Entwicklungsbiologie und Krebsprävention am Metropolitan Institute for Medical Sciences (IGAKUKEN), ebenfalls in Tokio. 1995 erhielt er eine ordentliche Professur am Institut für molekulare und zelluläre Biologie der Universität Osaka, 2002 eine Professur an der dortigen Graduiertenschule für Biowissenschaften (Graduate School of Frontier Biosciences). Von 2017 bis 2023 arbeitete er am RIKEN, unter anderem als Direktor des dortigen Zentrums für Entwicklungsbiologie. Seit 2023 ist er als Gastprofessor an der Universität Ashoka in Indien.

Hamada und Mitarbeiter entdeckten 1996 das Gen lefty, später das Gen nodal, die im Modellorganismus Maus beim Embryo zentrale Bedeutung bei der Ausbildung der Rechts-links-Asymmetrie haben. Beteiligt sind Zilien, die rotieren und damit einen Flüssigkeitsstrom verursachen, und Zilien, die sich nicht drehen und einen Flüssigkeitsstrom detektieren können. Weitere Arbeiten Hamadas befassen sich mit den Mechanismen, die eine vorherige Symmetrie durchbrechen.

Hamada hat laut Datenbank Scopus einen h-Index von 68 (Stand März 2026).[2]

Auszeichnungen (Auswahl)

Literatur

Einzelnachweise

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