Hohnweiler
Weiler und Ortsteil der Gemeinde Auenwald im Rems-Murr-Kreis
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Hohnweiler ist ein Weiler[1] und seit 1971 ein Ortsteil der Gemeinde Auenwald im Rems-Murr-Kreis. Der Ort befindet sich auf etwa 310 m ü. NN und liegt im Naturpark Schwäbisch-Fränkischer Wald.
Hohnweiler Gemeinde Auenwald | |
|---|---|
| Koordinaten: | 48° 56′ N, 9° 31′ O |
| Höhe: | 310 m ü. NN |
| Eingemeindet nach: | Lippoldsweiler |
| Postleitzahl: | 71549 |
| Vorwahl: | 07191 |
Luftbild von Erich Merkler | |


Geographie
Umliegende Ortschaften sind Lippoldsweiler im Norden, Schloss Ebersberg im Nordosten, Däfern im Südosten, Bruch, Oberweissach und der Kammerhof im Südwesten und Unterbrüden im Nordwesten.
Bei Hohnweiler lag der im 17. Jahrhundert abgegangene Ort Schnarrenberg.
Geschichte
Hohnweiler wurde 1426 als Heinweiler erstmals erwähnt. Möglicherweise geht der Ortsname auf einen Personennamen zurück, eventuell auf den Namen Heino oder Heinrich. Er hat die Bedeutung Weiler des Hein und ist somit identisch wie der Name Hanweiler (Winnenden). Dafür spricht auch, dass Hohnweiler nicht auf einer Höhe liegt, sondern in einem Tal. Weitere Urkunden nennen den Ort Homwyler (1536) und Hanweyler (1685). Erst 1702 wurde der Ort Hohnweiler genannt.[2]
In Hohnweiler und Schnarrenberg waren die Herren von Urbach begütert. 1426 verkauften Georg von Urbach und seine Frau Ursula von Schellenberg ihre Güter in Hohnweiler und Schnarrenberg an die Grafen Ludwig und Ulrich von Württemberg.
Im Dreißigjährigen Krieg (1618 bis 1648) hatte Hohnweiler wie alle Gemeinden des Weissacher Tals unter den Folgen des Kriegs zu leiden. Es kam zu Einquartierungen, Plünderungen und Flurschäden. Mit den Soldaten wurden Seuchen wie die Pest eingeschleppt. 1626 lebten in Hohnweiler 103 Menschen; 1641 waren davon nur noch 16 übrig. Viele Einwohner waren tot oder vertrieben. Nach dem Westfälischen Frieden besserte sich die Situation allmählich, doch der Pfälzische Erbfolgekrieg verheerte die Gegend erneut. Erst im 18. Jahrhundert konnte sich die Bevölkerung erholen.
Im 19. Jahrhundert war Hohnweiler noch eine eigenständige Gemeinde und wurde dann mit Lippoldsweiler vereinigt.
Während des Ersten Weltkriegs sind 44 Männer aus Lippoldsweiler/Hohnweiler gefallen.[3]
Einwohnerentwicklung
Religion
Seit der Einführung der Reformation durch Herzog Ulrich 1535 ist Hohnweiler evangelisch geprägt. Der Ort gehörte kirchlich stets zu Unterweissach. Erst 1864 wurde das Hohnweiler aus der Kirchengemeinde Unterweissach ausgegliedert und mit Lippoldsweiler und Sechselberg zu einer selbstständigen Kirchengemeinde vereinigt. Die zunächst namenlose Kirche in Hohnweiler wurde 1879 nach Plänen des Oberamtsbaumeisters Christian Hämmerle an der Hauptstraße errichtet. Zum Reformationsjubiläum 2017 erhielt sie ihren heutigen Namen Lutherkriche.
Politik
Schultheißen
Liste der Schultheißen (unvollständig):
1808: Johann Knödler[6]
Literatur
- Karl Eduard Paulus: Beschreibung des Oberamts Backnang. Verlag H. Lindemann, Stuttgart 1871, S. 209 f.
- Waldemar Lutz, Erich Scheible (Hrsg.): Kennzeichen WN. Heimatkunde für den Rems-Murr-Kreis. Verlag Waldemar Lutz Lörrach und Ernst Klett Schulbuchverlag, Stuttgart 1990. ISBN 3-12-258290-2, S. 195.
- Lutz Reichardt: Ortsnamenbuch des Rems-Murr-Kreises. Verlag W. Kohlhammer, Stuttgart 1993, ISBN 3-17011967-2.
- 750 Jahre Auenwald 1245–1995. Gemeinde Auenwald, 1995.
