Holchenbach
Fluss in Deutschland
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Der Holchenbach ist ein Fließgewässer im baden-württembergischen Ortenaukreis. Er entspringt nordöstlich von Durbach als Weidenbach und läuft dann größtenteils nordwestlich durch die Oberrheinischen Tiefebene, wo er im Mittellauf den Namen Stangenbach trägt. Seine Mündung liegt 30,8 Kilometer unterhalb seiner Quelle westlich von Rheinbischofsheim und Freistett, wo er von rechts kommend in den Mühlbach einläuft.
| Holchenbach Weidenbach (Oberlauf) Stangenbach(Mittellauf) | ||
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Stauwehr der Acher-Rench-Korrektion, Gemarkung Urloffen | ||
| Daten | ||
| Gewässerkennzahl | DE: 235344 | |
| Lage | Nördlicher Talschwarzwald
Offenburger Rheinniederung
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| Flusssystem | Rhein | |
| Abfluss über | Mühlbach → Rhein → Nordsee | |
| Quelle | Nordöstlich von Durbach als Weidenbach 48° 29′ 41″ N, 8° 3′ 18″ O | |
| Quellhöhe | ca. 415 m ü. NN[LUBW 1] | |
| Mündung | Westlich von Rheinbischofsheim und Freistett in den Mühlbach und dann in den Rhein 48° 39′ 48″ N, 7° 54′ 55″ O | |
| Mündungshöhe | ca. 126 m ü. NN[LUBW 1] | |
| Höhenunterschied | ca. 289 m | |
| Sohlgefälle | ca. 9,4 ‰ | |
| Länge | 30,7 km[LUBW 2] | |
| Linke Nebenflüsse | Hermesgrundbach, Herbstkopfbach, Rohrbach, Bächelhofbach, Weißenbach, Katzenbach, Kammbach | |
| Rechte Nebenflüsse | Diebersbach, Schlottenhofbächle, Korberggraben, Mühlbach, Glimmen, Schwarzer Graben | |
Zuläufe und Bauwerke
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Geographie
Die Quelle des Holchenbachs liegt zwischen Durbach und dem zu Butschbach gehörende Teil Hesselbach (Oberkirch) auf einer Höhe von circa 415 m ü. NN. Hier entspringt er unter dem Namen Weidenbach im sogenannten Hummelswald und fließt nordwestlich durch die Weinberge, wo von links der Hermesgrundbach in ihn einmündet. Von hier an fließt er entlang der Badischen Weinstraße nach Bottenau weiter, wobei der Herbstkopfbach und der Rohrbach von links auf den Weidenbach treffen. In der Nähe des Orts Bottenau münden dann von links der Bächelhofbach und von rechts der Diebersbach, das Schlottenbächle und der Korberggraben.
Unterhalb von Bottenau wendet sich der Weidenbach nach Westnordwest und fließt bis Zusenhofen ungefähr parallel zur Rench, mit der er durch den Mühlbach verbunden ist. Ab der Einmündung des Mühlbachs nennt sich der Holchenbach Stangenbach. 1772 und 1778 floss Hochwasser der Rench über den Stangenbach ab und richtete in den bachabwärts gelegenen Orten erhebliche Schäden an.[2] Auf halbem Weg von Zusenhofen nach Urloffen mündet von links der Katzenbach. In Urloffen unterquert der Bach die Rheintalbahn und kurz danach die Bundesautobahn 5.
Nachdem der Glimmen von rechts von Erlach her dem Holchenbach zugelaufen ist, trägt er seinen endgültigen Namen. Daraufhin unterquert er den DKW-Kanal in einem Düker und teilt sich für etwa 1 km auf in seinen ursprünglichen, stark mäandrierenden Lauf und die sogenannte Holchenbach-Begradigung. Nach der Wiedervereinigung der beiden Läufe ist der Holchenbach begradigt. Von rechts mündet der 6,9 Kilometer lange Schwarze Graben, der unter dem Namen Hurstgraben am Stadtrand von Renchen entsteht und den Rench-Flutkanal unterquert. Kurz darauf teilt sich der Holchenbach wieder in den ursprünglichen Lauf und eine Begradigung; den Schwiebergraben. Der Schiebergraben fließt – anfänglich unter dem Namen Rehlach – durch den Thomaswald und mündet beim sogenannten Absturz südwestlich von Memprechtshofen in den Rench-Flutkanal.[LUBW 3]
Der Holchenbach selbst fließt mit vielen Schleifen nach Hausgereut, wo kurz zuvor von links der Kammbach auf ihn trifft. In Rheinbischofsheim trennt sich der Galgenbach von ihm, der in Freistett dem Mühlbach zufließt. Nach dieser Abzweigung durchfließt der Holchenbach einen nach Südwesten ausholenden Bogen und mündet dann auf ca. 126 m ü. NN selbst in den Mühlbach. Dieser verläuft anschließend noch lange in Richtung Nordnordost und mündet dann bei Helmlingen zusammen mit der Rench von rechts in den Rhein.
Korrektion und Renaturierung
Im Zuge der Acher-Rench-Korrektion begradigte man 1951 Teile des Holchenbachs. Dabei wurden die Uferböschungen und die Gewässersohle mit Steinen gepflastert. 2003 wurde der Abschnitt unterhalb des DKW-Kanals naturnah umgestaltet. Der alte Gewässerlauf wurde auf rund 1,5 Kilometer anhand der Ausbauplanungen rekonstruiert.[3]
