Holger Peterat
deutscher Brigadegeneral des Heeres der Bundeswehr
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Holger Peterat (* 4. Dezember 1972) ist ein Brigadegeneral des Heeres der Bundeswehr und seit September 2024 Brigadekommandeur der Gebirgsjägerbrigade 23.
Leben
Peterat trat im Juli 1993 beim Panzergrenadierbataillon 212 in Augustdorf in die Bundeswehr ein. Von 1993 bis 1996 durchlief er als Offizieranwärter die Offizierausbildung zum Offizier des Truppendienstes der Panzergrenadiertruppe und wurde im Panzergrenadierbataillon 212 in Augustdorf und im Panzergrenadierlehrbataillon 332 in Wesendorf, zuletzt als Zugführer, verwendet. Von 1996 bis 2000 studierte er Betriebswirtschaftslehre an der Universität der Bundeswehr Hamburg. Anschließend war er Zugführer im Panzergrenadierlehrbataillon 92 in Munster, von 2001 bis 2004 Kompaniechef der 6. Kompanie jenes Bataillons, nahm währenddessen am Einsatz gegen das Hochwasser in Mitteleuropa 2002 teil und war von 2004 bis 2006 Panzergrenadieroffizier im Dezernat Panzergrenadiere in der Gruppe Weiterentwicklung der Panzertruppenschule in Munster. Währenddessen war er 2005 in seinem ersten Auslandseinsatz Stabsoffizier für Ausbildung und Übung der Multinationalen Brigade Süd-West im 10. Deutschen Einsatzkontingent der KFOR der NATO in Prizren im Kosovo.[1]
Von 2007 bis 2009 absolvierte Peterat den 3. Lehrgang General-/Admiralstabsdienst National Streitkräfte an der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg, wo er zum Offizier im Generalstabsdienst ausgebildet wurde, und nahm 2009 an der Intermediate Level Education am Command and General Staff College der United States Army in Fort Leavenworth in Kansas in den Vereinigten Staaten teil. Von 2010 bis 2012 war er Generalstabsoffizier für Planung (G 5) des I. Deutsch-Niederländischen Corps in Münster und dabei von 2011 bis 2012 im zweiten Auslandseinsatz Chief Forward Planning Team 2 der Resolute Support Mission der NATO in Masar-e Scharif in Afghanistan. Von 2012 bis 2014 war er Bataillonskommandeur des Panzergrenadierbataillons 411 in Viereck, wo er währenddessen am Fluthilfeeinsatz beim Hochwasser in Mitteleuropa 2013 teilnahm. Von 2014 bis 2018 war er Grundsatz-Referent im Referat Planung I 3 (Fähigkeitslage Bundeswehr, Fähigkeitsanalyse; Portfoliosteuerung; Zielsetzung und Priorisierung Fähigkeitsentwicklung; Strategien Dimensionen Land, See, Luft, Weltraum) und Referent in der Projektgruppe Land Systems Roadmap Group (deutsch-französische Rüstungskooperation) im Bundesministerium der Verteidigung in Bonn, von 2018 bis 2022 Dezernatsleiter Planung und Abteilungsleiter G 3 (Planung, Ausbildung und Organisation) im Stab der 10. Panzerdivision in Veitshöchheim, währenddessen von 2020 bis 2021 in seinem dritten Auslandseinsatz Chef des Stabes des Train Advise Assist Command – North und stellvertretender Kommandeur des deutschen Einsatzkontingentes der Resolute Support Mission der NATO in Masar-e Scharif in Afghanistan und von 2022 bis 2024 Referatsleiter Planung I 4 (Bi- und multinationale Fähigkeitssteuerung, -entwicklung und Kooperationen) im Bundesministerium der Verteidigung in Bonn.[1]
Im September 2024 wurde Peterat Brigadekommandeur der Gebirgsjägerbrigade 23 in Bad Reichenhall und im April 2026 zum Brigadegeneral ernannt.[1]
Auszeichnungen
Peterat ist Träger folgender Orden und Ehrenzeichen:[1]
- 2002: Einsatzmedaille Fluthilfe 2002, Hochwasser-Medaille 2002 des Landes Niedersachsen
- 2005: Einsatzmedaille der Bundeswehr KFOR, NATO-Einsatzmedaille Non-Article 5
- 2006: Ehrenkreuz der Bundeswehr in Silber
- 2012: Einsatzmedaille der Bundeswehr ISAF, NATO-Einsatzmedaille ISAF
- 2013: Einsatzmedaille Fluthilfe 2013, Ehrenkreuz des Landes Sachsen-Anhalt
- 2013: Ehrenkreuz der Bundeswehr in Gold
- 2021: Einsatzmedaille der Bundeswehr Resolute Support, NATO-Einsatzmedaille Afghanistan, NATO Meritorious Service Medal, Einsatzmedaille Afghanistan des Großherzogtums Luxemburg
Siehe auch
Weblinks
- Curriculum Vitae Brigadegeneral Holger Peterat. (PDF) In: bundeswehr.de. April 2026.