Hombourg
französische Gemeinde im Elsass
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Hombourg (deutsch Homburg, elsässisch Humburg) ist eine französische Gemeinde mit 1358 Einwohnern (Stand 1. Januar 2023) im Département Haut-Rhin in der Europäischen Gebietskörperschaft Elsass und in der Region Grand Est (bis 2015 Elsass).
| Hombourg | ||
|---|---|---|
| Staat | ||
| Region | Grand Est | |
| Département (Nr.) | Haut-Rhin / Europäische Gebietskörperschaft Elsass (68) | |
| Arrondissement | Mulhouse | |
| Kanton | Rixheim | |
| Gemeindeverband | Mulhouse Alsace Agglomération | |
| Koordinaten | 47° 46′ N, 7° 30′ O | |
| Höhe | 222–238 m | |
| Fläche | 15,32 km² | |
| Einwohner | 1.358 (1. Januar 2023) | |
| Bevölkerungsdichte | 89 Einw./km² | |
| Postleitzahl | 68490 | |
| INSEE-Code | 68144 | |
Mairie Hombourg | ||
Die Gemeinde nennt sich selbst „La Capitale du Golf“ – auf ihrem Gelände gibt es eine 18-Loch-Anlage am Schloss Hombourg, seit 2008 eine zweite. Sie gehören zum Drei-Thermen-Golf-Resort mit Sitz in Bad Bellingen, wo zwei weitere 18-Loch-Anlagen liegen.
Lage
Die Gemeinde Hombourg liegt am Rhein, der die Grenze zu Deutschland markiert und am parallel verlaufenden Rheinseitenkanal, zehn Kilometer östlich von MulhouseIm Forêt domaniale de la Hardt Sud wechselt der vom Süden kommende Rhein-Rhône-Kanal seine Richtung nach Westen. Am Rheinseitenkanal liegt eine Industriezone. Nachbargemeinden von Hombourg sind Ottmarsheim im Norden, Neuenburg am Rhein im Osten, Petit-Landau im Süden sowie Habsheim und Rixheim im Westen.
Geschichte
Erste urkundliche Erwähnung 1227 als „Hamberg“. Der Ort gehörte zum elsässischen Besitz der Habsburger, der 1648 an Frankreich ging. Ortsherren waren bis 1418 die Herren von Butenheim, dann bis zur Französischen Revolution von 1789 die Andlauer.
Im Zweiten Weltkrieg stark zerstört. Die Einwohner von Hombourg wurden im September 1939 in den Südwesten Frankreichs (Département Gers) evakuiert. Nach dem Waffenstillstand im Juni 1940 war eine Rückkehr ins Elsass möglich. Der Ort wurde zum Ende des Zweiten Weltkriegs am.20. November 1944 durch Truppen der 1. französischen Armee unter General de Lattre de Tassigny von der Naziherrschaft befreit. Dies geschah im Zuge der Offensive der Alliierten gegen den noch immer von den Deutschen hartnäckig verteidigten Brückenkopf Elsass (poche de Colmar). Die Lage blieb aber der anhaltenden Kämpfe wegen bis ins Frühjahr 1945 kritisch.
.
Bevölkerungsentwicklung
| Jahr | 1962 | 1968 | 1975 | 1982 | 1990 | 1999 | 2006 | 2014 | 2023 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | 621 | 695 | 647 | 840 | 798 | 863 | 965 | 1251 | 1358 |
| Quellen: Cassini und INSEE | |||||||||
Sehenswürdigkeiten
St. Nikolaus-Kirche: Spätbarockbau von 1773. Früher auch St. Wendelins-Wallfahrt. Barockstatue des Schutzpatrons des Viehs St. Wendelin in der Kirche. Ebenso Sebastiansstatue. Barockaltar. Unter der Kanzel Grabstein des Franz Josef III. von Andlau.
Schloss Hombourg und Schlossgut: Der jetzige Gebäudekomplex des Golfhotels hat einen Vorläufer, ein vom Mühlhausener Fabrikanten Nicolas Koechlin um 1820 erbauten Jagdpavillon, der wiederum auf ein 1797 geplündertes und abgebranntes Schloss der Herren von Andlau zurückging. Die Pseudo-Burg an der Straße kaschiert landwirtschaftliche Ökonomiegebäude. Sie wurde vom Tabakindustriellen Maurice Burrus um 1930 errichtet. Heute im Besitz der Groupe Salpa.
Mairie Hombourg: Ambitionierte moderne Architektur
- Kirche St. Nikolaus
- Schloss Hombourg
- Château Burrus
- Domaine de Hombourg, Ökonomiegebäude
Persönlichkeiten
- Benedikt Anton Friedrich von Andlau-Homburg (1761–1839), Fürstabt von Murbach und Domkapitular in mehreren Diözesen
- Maurice Burrus, einstiger Besitzer der Domaine de Hombourg (1882–1959) war ein elsässischer Unternehmer, Politiker und Philatelist. Als Mäzen finanzierte er u. a. Ausgrabungen in Vaison-la Romaine.
Literatur
- Le Patrimoine des Communes du Haut-Rhin. Band 1. Flohic Editions, Paris 1998, ISBN 2-84234-036-1, S. 647–648.
