Hope Hale Davis
US-amerikanische Journalistin, kommunistische Aktivistin und Feministin
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Hope Hale Davis (* 2. November 1903 in Iowa City; † 2. Oktober 2004[1]) war eine US-amerikanische Journalistin, kommunistische Aktivistin und Feministin.
Werdegang
Davis wurde 1903 als Frances Hope Hale geboren. Nach dem Tod ihres Vaters heiratete die Mutter erneut, der Stiefvater verstarb jedoch ebenfalls alsbald. Anschließend zog sie mit ihrer Mutter nach Washington, D.C. Dort besuchte sie das Corcoran College of Art and Design und die George Washington University, ohne jedoch einen Abschluss zu machen. 1926 kam sie nach New York City, wo sie zunächst bei einer Agentur arbeitete und später Texte für Collier’s und The New Yorker schrieb, ehe sie 1929 eine Anstellung bei Life erhielt. Mit Love Mirror vetrieb sie zu Beginn der 1930er Jahre ein eigenes Pulp-Magazin.
1933 kehrte Davis nach Washington, D.C. zurück, um bei der im Rahmen des New Deals geschaffenen Regierungsbehörde Agricultural Adjustment Administration (AAA) den Behördenleiter Frederic C. Howe zu unterstützen. Kurze Zeit später schloss sie sich der sogenannten Ware Group an, einer Spionageorganisation der Communist Party USA rund um den ebenfalls bei der Regierungsbehörde tätigen Harold Ware. Später kehrte sie nach New York City zurück, wo sie unter anderem für die linksgerichteten Lifestylemagazine Town and Country und The New Leader schrieb. Parallel übwrwarf sie sich mit der US-amerikanischen kommunistischen Partei nach dem Deutsch-sowjetischen Nichtangriffspakt und trat aus der Partei aus. Nach dem Zweiten Weltkrieg trat sie zunehmend in ihren Texten für Frauenrechte ein. In den 1980er Jahren erhielt sie einen Lehrauftrag am Radcliffe College.
Davis war viermal verheiratet. In zweiter Ehe war sie zwischen 1932 und 1934 mit dem Journalisten Claud Cockburn (1904–1981) verheiratet, die aus der Verbindung stammende Tochter Claudia Cockburn (1933–1998) war eine mit dem Order of the British Empire ausgezeichnete Behindertenaktivisten. Sie war mit dem Schauspieler und Showmaster Michael Flanders (1922–1975) verheiratet, die Journalistinnen Laura (* 1961) und Stephanie Flanders (* 1968) sind Davis' Enkeltöchter. In vierter Ehe war sie mit dem Journalisten Robert Gorham Davis (1908–1998) verheiratet, den sie 1939 bei einem Treffen der kommunistischen League of American Writers getroffen hatte. Ihre gemeinsame Tochter Lydia Davis (* 1947) ist eine für ihre Kurzgeschichten bekannte Schriftstellerin.