Hottersattel
Sattel im Bregenzerwaldgebirge in Vorarlberg
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Der Hottersattel ist ein Bergsattel und Gebirgspass im Bregenzerwaldgebirge im österreichischen Bundesland Vorarlberg.[1]
| Hottersattel | |||
|---|---|---|---|
| Himmelsrichtung | Westen | Osten | |
| Passhöhe | 1244 m ü. A. | ||
| Talschaften | Vorarlberger Rheintal | Bregenzerwald | |
| Wasserscheide | Ahornbach, Müselbach, Gunzenach, Dornbirner Ach | Rotenbach, Bregenzer Ach | |
| Talorte | Dornbirn | Reuthe | |
| Ausbau | Alpweg zur Weißenfluh-Alpe | ||
| Gebirge | Bregenzerwaldgebirge | ||
| Besonderheiten | Übergang vom Dornbirner First im Süden zur Hochälpele-Weißenfluh-Gruppe im norden | ||
| Karte | |||
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| Koordinaten | 47° 22′ 24″ N, 9° 49′ 36″ O | ||




Lage
Politische Lage
Die Passhöhe und der Sattelpunkt sind im Gemeindegebiet der Stadt Dornbirn und somit im Bezirk Dornbirn. Nur 500 m nordöstlich ist die Grenze zum Gemeindegebiet Schwarzenberg, 700 m südöstlich, entlang dem Güterweg erreicht man die Gemeindegrenze von Reuthe. Schwarzenberg und Reuthe gehören zum Bezirk Bregenz.[2]
Lage bezüglich Gebirge
Der Hottersattel trennt den Dornbirner First im Süden von der Hochälpele-Weißenfluh-Gruppe im Norden. Beides sind Untergruppen des Bregenzerwaldgebirges.[1]
Lage bezüglich Regionen, Tälern und Gewässern
Der Hottersattel liegt an der Grenze zwischen dem Vorarlberger Rheintal und dem Bregenzerwald. Landschaftlich und kulturell gehört er klar zum Bregenzerwald.
Die Westseite wird entwässert über den Ahornbach, der in einer Schlucht nach Nordwesten fließt und nach 2,5 km in den Müselbach mündet. Dieser fließt dann westwärts und mündet nach 1,6 km in die Gunzenach/Kobelach. Nach weiteren 1,4 km ist die Mündung in die Dornbirner Ach bei der Ortschaft Gütle, am Eingang zur Rappenlochschlucht. Die Westseite Teil ist des Ebniter Tals, des Tals der Dornbirner Ach und ein Seitental des Alpenrheintals.[1]
Die Ostseite wird entwässert über den Rotenbach, der südlich von Bersbuch in die Bregenzer Ach mündet. Das Gebiet zählt bereits zum Hinteren Bregenzerwald.[3]
Naturschutz
Das Gebiet steht nicht unter Naturschutz, es befinden sich aber zahlreiche Moore im gesamten Gebiet, die als schützenswerte Biotope ausgewiesen sind. Direkt am Hottersattel liegt das Teilgebiet 1 des Biotops Moore im Dreieck Müsel - Untersehren - Weißenfluh (Biotop-Nr. 30132). Es handelt sich um einen Moorkomplex von internationaler Bedeutung laut dem Österreichischen Moorschutzkatalog.[4] Zudem liegt der Hottersattel im Großraumbiotop Auerwildlebensraum Firstgebiet und Langenegg, eines der bedeutendsten Vorkommen von Auerhühnern in Vorarlberg.[5][6]
Tourismus
Das Gebiet ist beliebt bei Wanderern und Mountainbikern. Der Zustieg ist von mehreren Seiten möglich, von Ebnit, vom Gütle, von Kehlegg, vom Bödele, von Schwarzenberg, von Reuthe oder von Mellau aus. Einkehrmöglichkeiten sind die Weißenfluh-Alpe (im Sommer), die Bregenzer Hütte und die Lustenauer Hütte, alle Richtung Norden zum Hochälpelekopf hin. Am Hottersattel kommen mehrere ausgewiesene Mountainbikerouten zusammen, von Reuthe, vom Bödele, vom Gütle, von Kehlegg und von der Kobelalpe.[7][8][9] Im Winter sind Skitouren und Schneeschuhwanderungen möglich.[10]
Verkehr
Am Hottersattel kommen drei Güterwege zusammen, die sind aber nicht für den öffentlichen Verkehr zugelassen.[11]

