Hubert Nowak
österreichischer Journalist, TV-Gestalter, Medienmanager und Schriftsteller
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Hubert Nowak (* 19. August 1954 in Hollabrunn, NÖ) ist ein österreichischer Journalist, TV-Gestalter, Medienmanager und Schriftsteller.[1]

Leben
Nach der Matura am Bundesgymnasium Hollabrunn im Jahr 1972 studierte Hubert Nowak an der Universität Wien Publizistik- und Kommunikationswissenschaft, Psychologie, Politikwissenschaft und Soziologie.[2] Er wurde 1981 zum Doktor der Philosophie (Dr. phil.) promoviert. Hubert Nowak ist verheiratet und Vater von zwei Kindern.
Karriere
Ab 1973 Freier Mitarbeiter im ORF[3], zunächst Wissenschaftsredaktion Hörfunk, später auch Ö3 und Landesstudio Niederösterreich (Aktueller Dienst). 1984 angestellter Redakteur, 1986 wechselte er in die Inlandsredaktion des Aktuellen Dienstes der Zeit im Bild.
Wichtige Themen seiner Berichterstattung während dieser Zeit waren u. a. der Weinskandal, der Terroranschlag 1985 in Wien-Schwechat, die Gerichtsverfahren gegen Hannes Androsch und Fred Sinowatz[4] sowie ab 1989 der Fall Udo Proksch[5] mit dem parlamentarischen Untersuchungsausschuss sowie dem Gerichtsprozess bis zu dessen Verurteilung 1992.
Hubert Nowak wurde 1989 als Nachfolger von Robert Hochner Moderator der ZiB 2, später bis 2002 Moderator der neu ins Programm genommenem Früh- und Spät-ZiBs. Zugleich war er Chef vom Dienst, ab 2001 Stv. Chefredakteur und von 2000 bis 2002 Projektleiter für einen neuen Newsroom[6], verantwortlich für redaktionellen Workflow und Digitalisierung des Produktionsprozesses in der ZiB.
2002 wurde Hubert Nowak als Nachfolger von Friedrich Urban zum Direktor des ORF Landesstudios Salzburg gewählt[7]. Während seiner Amtszeit wurde das Landesstudio Salzburg zum ersten in Österreich mit einem für Radio, Fernsehen und Internet übergreifenden digitalen Workflow.
2007 wurde er Projektleiter für den Aufbau der ersten ORF On-demand-Plattform TVthek (online ab 2009, später umbenannt in ORF On)[8][9], 2010 wurde er Leiter der Redaktion von ORF 3sat und Vertreter des ORF in den 3sat-Gremien in Mainz.
Seit seinem pensionsbedingten Ausscheiden aus dem ORF 2014 freischaffender Journalist, Medienberater, TV-Gestalter und Schriftsteller.
In seinem 2025 veröffentlichten Roman Eleonora verarbeitete er das Leben von Eleonora von Mendelssohn.[10][11]
Weitere Tätigkeiten
- 1990–1997 Lehrtätigkeit Journalistenausbildung beim Friedrich Funder-Institut, Wien[12]
- 1997–2002 Lehrtätigkeit an der Universität Graz (Journalistenausbildung)[13]
- 2002–2007 Stv. Vorsitzender des Wissenschafts- und Forschungsrates des Landes Salzburg[14]
- Seit 2021 Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des Karl von Vogelsang-Instituts, Wien[15]
- Seit 2015 regelmäßiger Autor des Rotary Magazins für Deutschland und Österreich (Hamburg)[16]
- Seit 2022 Co-Herausgeber des Rotary Magazins[17]
Ehrung
- 1991 Rudolf Sallinger-Preis für die Dissertation[18]
Publikationen
- Eleonora, Roman, Verlag Braumüller, Wien, 2025. ISBN 978-3-99200-403-4
- Salzburg – City of Culture, Haus Publishing, London, 2020. ISBN 978-1-909961-68-5
- Wien – Walzer, Wein und Lebenskünstler, Picus Verlag, Wien, 2018, ISBN 978-3-7117-1091-8
- Ein österreichisches Jahrhundert 1918–2018, Molden Verlag, Wien, 2017, ISBN 978-3-222-15010-4
- Salzburg – Die kleine Stadt als Weltbühne, Picus Verlag, Wien, 2016, ISBN 978-3-7117-1064-2
- Ausgesprochen österreichisch – Gedanken über Europa (Hg.), Residenz Verlag, St. Pölten, Salzburg, 2006. ISBN 3-7017-3049-0 (vergriffen)
- Ausgesprochen österreichisch – Gedanken über Österreich (Hg.), Residenz Verlag, St. Pölten, Salzburg, 2005. ISBN 3-7017-3002-4 (vergriffen)
Weblinks
- Offizielle Website
- Hubert Nowak auf Salzburg Wiki