Hummelsbroich

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Hummelsbroich ist der Name eines Ortsteils und einer Straße im Stadtteil Frankenforst von Bergisch Gladbach.

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Hummelsbroich
Koordinaten: 50° 57′ N,  8′ O
Hummelsbroich (Bergisch Gladbach)
Hummelsbroich (Bergisch Gladbach)
Lage von Hummelsbroich in Bergisch Gladbach
Hummelbroich (Hummelsbruche) Anfang 19. Jahrhundert südwestlich von Kaule (Kule). Im Süden die alte Brüderstraße.
Hummelbroich (Hummelsbruche) Anfang 19. Jahrhundert südwestlich von Kaule (Kule). Im Süden die alte Brüderstraße.
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Geschichte

Hummelsbroich 2015

Der Name Hummelsbroich überliefert die alte Gewannenbezeichnung Im Hummelsbroich, die im Urkataster südlich der heutigen Frankenforster Straße in der Gemeinde Bensberg-Honschaft verzeichnet ist. Die gleichnamige Hofstelle ist für Jahr 1348 in der Form Hummelsbruch urkundlich belegt. Sie ging im gleichen Jahr in das Eigentum des Klosters Meer über,[1] als der Edelherr Friedrich von Merheim und seine Frau Maria das geerbte Hofgut verkauften. In der Folge ist 1519 nur noch von Wiesen im Hummelsbroich die Rede, die „das kleine und große Homelsbroich“ genannt werden.[2]

Wald-Café Hummelsbroich

Von 1927 bis 1977 wurde dicht an der Brüderstraße das Wald-Café Haus Hummelsbroich bewirtschaftet. Es war ein beliebtes Ausflugsziel, weil man von hier aus schon nach wenigen Metern Fußweg in den Königsforst gelangen konnte. Die Bewirtschaftung endete, als das Anwesen infolge des Baus der Bundesautobahn 4 vom Waldgebiet abgeschnitten wurde. Ab 1979 wurden die Gebäude und die umliegende Bewaldung zugunsten des Neubaus der Bundesanstalt für Straßen- und Verkehrswesen niedergelegt.[3][4]

Bundesanstalt für Straßen- und Verkehrswesen

Grünanlage Hummelsbroich, westlich der Bundesanstalt für Straßen- und Verkehrswesen, 2022

Das Waldgebiet Hummelbroich wurde in den 1970er Jahren von der damaligen Stadt Bensberg für den Neubau der Bundesanstalt für Straßen- und Verkehrswesen veräußert.[5] Das Gebiet wurde 1979 gerodet, die meisten Bauten des Wald-Cafés abgebrochen. Die Behörde und ihrer wissenschaftlichen Einrichtungen bezogen 1983 die neuen Gebäude. Der Standort Hummelsbroich löste Gegenreaktionen der Bevölkerung aus. Die Aktivitäten einer Bürgerbewegung blieben allerdings erfolglos. Allerdings bemühte man sich, mittels relativ niedriger, langgestreckter Gebäude, eine möglichst akzeptable Einpassung in die Landschaft zu erreichen. Das umliegende Gelände im Westen der Bauten wurde als offene Parklandschaft gestaltet, die durch die Öffentlichkeit genutzt werden kann.[6][7][8]

Siehe auch

Literatur

Einzelnachweise

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