Hutlabach

Fließgewässer in Österreich From Wikipedia, the free encyclopedia

Der Hutlabach, im Oberlauf Kleszenzabach genannt, ist ein knapp 10 km langer Gebirgsbach im österreichischen Bundesland Vorarlberg und ein linker Zufluss zur Lutz im Großen Walsertal. Sein Einzugsgebiet ist 16,67 km2 groß.[1] Das entsprechende Tal heißt Hutlatal bzw. Kleszenzatal.[2]

Schnelle Fakten
Hutlabach
im Oberlauf Kleszenzabach
Kleszenzabach

Kleszenzabach

Daten
Gewässerkennzahl AT: 81221037
Lage Lechquellengebirge

Osterreich Österreich

Flusssystem Rhein
Abfluss über Lutz Ill Rhein Nordsee
Quelle 450 m westnordwestlich des Unteren Johannesjochs
47° 11′ 29″ N, 10° 0′ 28″ O
Quellhöhe 1962 m ü. A.
Mündung in die Lutz bei Buchboden
47° 14′ 37″ N,  57′ 14″ O
Mündungshöhe 853 m ü. A.
Höhenunterschied 1109 m
Sohlgefälle 11 %
Länge 9,7 km
Einzugsgebiet 16,67 km²
Schließen
Kleszenzatal
Am Nordwesthang der Roten Wand 2.704m ist die Oberalpe von Klesenza-Spitzegga. Sechs übereinander, stufenförmig angeordnete Hütten auch Scherme (Unterstand/Überdachung) genannt, wurden zum Schutz der Lawinen in dieser Form errichtet. Rechts im Bild die Bettlerspitze im Gadnergschröf, am Horizont die Damülser Mittagspitze und im Talgrund die Kleszenza-Alpe. Im Vordergrund der Kleszenzabach.

Geographie

Verlauf

Die Quelle liegt etwa 450 m westnordwestlich des Unteren Johannesjochs. Der Kleszenzabach fließt westwärts durch das Kleszenzatal mit der Alm Kleszenza-Alpe. Der Bach fließt zwischen Klesenza- und Hutlaalpe über mehrere Wasserfälle durch eine steile Felsschlucht. Vor allem an der Ostseite befinden sich fast senkrechte Felswände.[3] Bei Gewässerkilometer 4 liegt die Untere Hutlaalpe, etwa ab da heißt der Bach Hutlabach. Bei Gewässerkilometer 3,5 fließt der Bach bis zur Mündung durch eine steile V-förmige Waldschlucht. Bei Buchboden mündet der Bach in die Lutz.[2]

Einzugsgebiet

Das Einzugsgebiet liegt politisch im Gemeindegebiet von Sonntag, geographisch im Lechquellengebirge. Das Einzugsgebiet wird umgrenzt von Norden im Uhrzeigersinn entlang der Linie Mündung in die Lutz – PostelkopfWangspitzeMatonakopfHutlaspitzeBettlerspitzeKleszenzahörnerGadnerköpfeMisthaufenHirschenspitzeOberes Johannesjoch – Schönbühel – Unteres JohannesjochRote WandMadratsch – Sättele – Garmil – Glattmar – Wandfluh – Mündung in die Lutz.[2]

Zuflüsse

Benannte Zuflüsse nach dem Vorarlberg Atlas von der Quelle zur Mündung

  • Schwarztöbler (rechts), 1,3 km
  • Wangtobelbach (rechts), 1,2 km

Naturschutz

Das Große Walsertal hat mit dem Biosphärenpark Großes Walsertal ein riesiges Gebiet unter Schutz gestellt. Der Hutlabach liegt in der Pflegezone, das bedeutet, hier ist umweltschonende traditionelle Land- und Forstwirtschaft möglich, es ist aber kein Siedlungsgebiet. Die Weißzone Hutla-Klesenza mit einer Größe von 13,7 km² und einem Erschließungsgrad von nur 8,4 % ist besonders naturbelassen.[4]

Der Hutlabach hat eine hohe Gewässergüte, der ökologische Gewässerzustand wird gemäß dem Nationalen Gewässerbewirtschaftungsplan vom Ursprung bis zur Einmündung in die Lutz durchgehend mit sehr gut bewertet (Stand 2015).[4]

Tourismus

Die Kleszenza-Alpe wird über die Sommermonate bewirtet, sie verfügt über 40 Schlafplätze. Sie ist von Mitte Juni bis Mitte September an den Wochenenden dreimal täglich per Wanderbus erreichbar (nur nach Anmeldung).[5][6] Von der Kleszenza-Alpe bis zur Quelle verläuft parallel zum Bach ein Wanderweg Richtung Formarinsee und Freiburger Hütte, laut Wegweiser beträgt die Gehzeit 3 Stunden.[7]

Einzelnachweise

Related Articles

Wikiwand AI