Hutlabach
Fließgewässer in Österreich
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Der Hutlabach, im Oberlauf Kleszenzabach genannt, ist ein knapp 10 km langer Gebirgsbach im österreichischen Bundesland Vorarlberg und ein linker Zufluss zur Lutz im Großen Walsertal. Sein Einzugsgebiet ist 16,67 km2 groß.[1] Das entsprechende Tal heißt Hutlatal bzw. Kleszenzatal.[2]
| Hutlabach im Oberlauf Kleszenzabach | ||
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Kleszenzabach | ||
| Daten | ||
| Gewässerkennzahl | AT: 81221037 | |
| Lage | Lechquellengebirge
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| Flusssystem | Rhein | |
| Abfluss über | Lutz → Ill → Rhein → Nordsee | |
| Quelle | 450 m westnordwestlich des Unteren Johannesjochs 47° 11′ 29″ N, 10° 0′ 28″ O | |
| Quellhöhe | 1962 m ü. A. | |
| Mündung | in die Lutz bei Buchboden 47° 14′ 37″ N, 9° 57′ 14″ O | |
| Mündungshöhe | 853 m ü. A. | |
| Höhenunterschied | 1109 m | |
| Sohlgefälle | 11 % | |
| Länge | 9,7 km | |
| Einzugsgebiet | 16,67 km² | |
Geographie
Verlauf
Die Quelle liegt etwa 450 m westnordwestlich des Unteren Johannesjochs. Der Kleszenzabach fließt westwärts durch das Kleszenzatal mit der Alm Kleszenza-Alpe. Der Bach fließt zwischen Klesenza- und Hutlaalpe über mehrere Wasserfälle durch eine steile Felsschlucht. Vor allem an der Ostseite befinden sich fast senkrechte Felswände.[3] Bei Gewässerkilometer 4 liegt die Untere Hutlaalpe, etwa ab da heißt der Bach Hutlabach. Bei Gewässerkilometer 3,5 fließt der Bach bis zur Mündung durch eine steile V-förmige Waldschlucht. Bei Buchboden mündet der Bach in die Lutz.[2]
Einzugsgebiet
Das Einzugsgebiet liegt politisch im Gemeindegebiet von Sonntag, geographisch im Lechquellengebirge. Das Einzugsgebiet wird umgrenzt von Norden im Uhrzeigersinn entlang der Linie Mündung in die Lutz – Postelkopf – Wangspitze – Matonakopf – Hutlaspitze – Bettlerspitze – Kleszenzahörner – Gadnerköpfe – Misthaufen – Hirschenspitze – Oberes Johannesjoch – Schönbühel – Unteres Johannesjoch – Rote Wand – Madratsch – Sättele – Garmil – Glattmar – Wandfluh – Mündung in die Lutz.[2]
Zuflüsse
Benannte Zuflüsse nach dem Vorarlberg Atlas von der Quelle zur Mündung
- Schwarztöbler (rechts), 1,3 km
- Wangtobelbach (rechts), 1,2 km
Naturschutz
Das Große Walsertal hat mit dem Biosphärenpark Großes Walsertal ein riesiges Gebiet unter Schutz gestellt. Der Hutlabach liegt in der Pflegezone, das bedeutet, hier ist umweltschonende traditionelle Land- und Forstwirtschaft möglich, es ist aber kein Siedlungsgebiet. Die Weißzone Hutla-Klesenza mit einer Größe von 13,7 km² und einem Erschließungsgrad von nur 8,4 % ist besonders naturbelassen.[4]
Der Hutlabach hat eine hohe Gewässergüte, der ökologische Gewässerzustand wird gemäß dem Nationalen Gewässerbewirtschaftungsplan vom Ursprung bis zur Einmündung in die Lutz durchgehend mit sehr gut bewertet (Stand 2015).[4]
Tourismus
Die Kleszenza-Alpe wird über die Sommermonate bewirtet, sie verfügt über 40 Schlafplätze. Sie ist von Mitte Juni bis Mitte September an den Wochenenden dreimal täglich per Wanderbus erreichbar (nur nach Anmeldung).[5][6] Von der Kleszenza-Alpe bis zur Quelle verläuft parallel zum Bach ein Wanderweg Richtung Formarinsee und Freiburger Hütte, laut Wegweiser beträgt die Gehzeit 3 Stunden.[7]