Hypokotyl

Stängelabschnitt unterhalb der Kotyledonen From Wikipedia, the free encyclopedia

Hypokotyl (griechisch hypo „unterhalb“ und kotyle „Höhlung“; englisch hypocotyl), auch Keimstängel oder Keimachse, ist ein Fachausdruck der Botanik und bezeichnet den untersten Abschnitt der Sprossachse einer Samenpflanze vom Wurzelhals (das ist die Grenzzone zwischen Wurzel und Sprossachse) bis zu den Kotyledonen (Keimblättern).

Hypokotyl einer Jeffrey-Kiefer

Der nächsthöhere Abschnitt der Sprossachse zwischen Keimblättern und dem Primärblatt bzw. den Primärblättern ist das Epikotyl.

Verdickung des Hypokotyls

Bei einem verdickten Hypokotyl spricht man von einer Hypokotylknolle, die wie andere Knollen der Speicherung von Reservestoffen dient. Beispiele für Arten sind Radieschen oder Rote Bete.

Speicherorgan

Bei wenigen Pflanzenarten werden Nähr- oder Reservestoffe im Hypokotyl im Embryo eingelagert. Dieses verdickte Speicherhypokotyl dient dann dem Samen bei der Keimung als Nährstoffreserve, wie bei der Paranuss.

Belege

  • Gerhard Wagenitz: Wörterbuch der Botanik. Morphologie, Anatomie, Taxonomie, Evolution. Die Termini in ihrem historischen Zusammenhang. Mit einem englisch-deutschen und einem französisch-deutschen Register. 2., erweiterte Auflage. Spektrum Akademischer Verlag. Heidelberg u. a. 2003, ISBN 3-8274-1398-2). S. 154.
  • Joachim W. Kadereit, Christian Körner, Peter Nick, Uwe Sonnewald: Strasburger – Lehrbuch der Pflanzenwissenschaften. Springer Spektrum, 38. Auflage. Berlin/Heidelberg 2021, ISBN 978-3-662-61942-1. S. 148.
  • Werner Reißer, Franz-Martin Dux, Monika Möschke, Martin Hofmeister, Pflanzenanatomischer Grundkurs. Module für die differenzierte Gestaltung. Springer Spektrum, 2., erweiterte Auflage 2019. ISBN 978-3-662-58718-8. S. 165.

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