Höchheim

Gemeinde in Unterfranken From Wikipedia, the free encyclopedia

Höchheim ist eine Gemeinde im unterfränkischen Landkreis Rhön-Grabfeld.

Schnelle Fakten Wappen, Deutschlandkarte ...
Wappen Deutschlandkarte
Höchheim
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Höchheim hervorgehoben
Basisdaten
Koordinaten: 50° 22′ N, 10° 27′ O
Bundesland:Bayern
Regierungsbezirk: Unterfranken
Landkreis: Rhön-Grabfeld
Verwaltungs­gemeinschaft: Bad Königshofen im Grabfeld
Höhe: 296 m ü. NHN
Fläche: 25,26 km²
Einwohner: 1044 (31. Dez. 2024)[1]
Bevölkerungsdichte: 41 Einwohner je km²
Postleitzahl: 97633
Vorwahl: 09764
Kfz-Kennzeichen: NES, KÖN, MET
Gemeindeschlüssel: 09 6 73 134
Gemeindegliederung: 5 Gemeindeteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Josef-Sperl-Str. 3
97631 Bad Königshofen i.Grabfeld
Website: hoechheim.de
Erster Bürgermeister: Michael Hey (UWG)
Lage der Gemeinde Höchheim im Landkreis Rhön-Grabfeld
KarteSandberg
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Höchheim von Süden

Geografie

Lage

Die Gemeinde liegt in der Region Main-Rhön und wird von einem Abschnitt der Milz (Zufluss der Fränkischen Saale) durchflossen.

Gemeindegliederung

Es gibt fünf Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):[2][3]

Es gibt auf dem Gemeindegebiet die Gemarkungen Gollmuthhausen, Höchheim, Irmelshausen und Rothausen.[4] Die Gemarkung Höchheim hat eine Fläche von 5,153 km². Sie ist in 1019 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 5057,35 m² haben.[5][6]

Geschichte

Alter Meilenstein in der Rothäuser Straße

Bis zur Gemeindegründung

Höchheim war Bestandteil des Rittergutes Irmelshausen der Freiherren von Bibra, das zum Fränkischen Ritterkreis gehörte. Höchheim wurde unter dem Freiherrn von Bibra um 1530 evangelisch. Um 1540 wurde von dem Freiherrn von Bibra in Irmelshausen die Reformation eingeführt. Danach wurde das benachbarte Aubstadt Filiale der evangelischen Pfarrei Höchheim. Ab 1650 waren Höchheim und Aubstadt eine kombinierte Pfarrei. 1699 ging der offizielle Pfarrsitz von Höchheim auf Aubstadt über.

Als Teil des Besitzes der Freiherren von Bibra fiel Höchheim gemeinsam mit Irmelshausen und Aubstadt nach der Mediatisierung (1806) zusammen mit dem Großherzogtum Würzburg 1814 an Bayern. Im Jahr 1818 entstand die politische Gemeinde.

20. Jahrhundert

Die Synagoge der ehemaligen Jüdischen Gemeinde, die sich am Standort des heutigen Kindergartens befand, wurde beim Novemberpogrom 1938 zerstört, woran eine Gedenktafel am Rathaus erinnert.[7]

Die Gemeinde liegt an der ehemaligen innerdeutschen Grenze, was sich auch auf das Wirtschaftsleben auswirkte und teilweise heute noch auswirkt.

Religionen

Die evangelische Gemeinde im Ort gehört zur Pfarrei Irmelshausen im Evangelisch-Lutherischen Dekanat Bad Neustadt an der Saale.

Eingemeindungen

Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurden am 1. Januar 1975 die Gemeinden Gollmuthhausen und Rothausen eingegliedert. Irmelshausen kam am 1. Januar 1978 hinzu.[8]

Einwohnerentwicklung

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
Jahr 1961 1970 1987 1991 1995 2000 2005 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2020
Einwohner 1477 1451 1269 1316 1390 1345 1266 1184 1195 1179 1160 1137 1136 1072
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Im Zeitraum 1988 bis 2018 sank die Einwohnerzahl von 1255 auf 1067 um 188 Einwohner bzw. um 15 %. 1999 hatte die Gemeinde 1345 Einwohner. Quelle: [9]

Politik

Die Gemeinde ist Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Bad Königshofen im Grabfeld.

Bürgermeister und Gemeinderat

Erster Bürgermeister ist Michael Hey (UWG Rothausen).[10][11] Der Gemeinderat hat zwölf Mitglieder.

Die Gemeinderatswahlen seit 2014 ergab folgende Stimmenanteile und Sitzverteilungen:

Weitere Informationen Partei/Liste, % ...
Partei/Liste 2020[12] 2014[13]
% Sitze % Sitze
Unabhängige Wählergemeinschaft Höchheim 31,85 4 26,45 3
Freie Wählergemeinschaft Irmelshausen 24,43 3 20,11 2
CSU 19,30 2 22,38 3
Unabhängige Wählergemeinschaft Rothausen 12,22 2 14,86 2
Unabhängige Wählergemeinschaft Gollmuthhausen 12,20 1 16,20 2
Gesamt 100 12 100 12
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Wappen

Wappen der Gemeinde Höchheim
Wappen der Gemeinde Höchheim
Blasonierung: „Unter rotem Schildhaupt, darin drei silberne gekürzte Spitzen, gespalten; vorne fünfmal geteilt von Schwarz und Gold, belegt mit einem schrägen, gebogenen grünen Rautenkranz, hinten in Gold ein rot gezungter, steigender schwarzer Biber.“[14]
Wappenbegründung: Die Gemeinde besteht seit 1978 aus den ehemals selbstständigen Gemeinden Gollmuthhausen, Höchheim, Irmelshausen und Rothhausen. Das Wappen erinnert an die zwei Landesherren im Gemeindegebiet. Die drei silbernen Spitzen in rotem Feld, der so genannte fränkische Rechen, ist dem Würzburger Hochstiftswappen entnommen. In der vorderen Schildhälfte steht das Wappen der Herzöge von Sachsen-Coburg. Der Biber entstammt dem Wappen der Herren von Bibra, das im gesamten Gemeindegebiet Güter und Einkünfte innehatte. Sie erwarben 1376 das Wasserschloss in Irmelshausen, das sich bis heute in ihrem Besitz befindet. 1352 sind die Bibra als Teilinhaber des Zehnts in Gollmuthhausen belegt, 1478 erhielten sie das Vogteirecht über Irmelshausen und 1511 das Patronatsrecht über die Pfarrkirche von Höchheim.

Dieses Wappen wird seit 1987 geführt.

Kommunale Allianz

Die Gemeinde ist Mitglied in der Kommunalen Allianz Fränkischer Grabfeldgau.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

  • Badesee Irmelshausen
  • Die Gemeinde wird auf gleicher Trasse durchquert von den Europäischen Fernwanderwegen E3 und E6.
  • Durch die Gemeinde Höchheim verläuft der Fernradweg Meiningen–Haßfurt.

Bau- und Bodendenkmäler

Kirchhügel und ehem. Burggut in Höchheim
  • Burggut Höchheim
  • Dorfbrunnen Höchheim

Wirtschaft und Infrastruktur

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft

Es gab im Jahr 2020 nach der amtlichen Statistik 122 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort, zehn davon im Bereich Handel und Verkehr. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 448. Im verarbeitenden Gewerbe gab es einen, im Bauhauptgewerbe keinen Betrieb. Zudem bestanden im Jahr 2016 30 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1429 ha, davon waren 1189 ha Ackerfläche und 237 ha Dauergrünfläche.

Bildung

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 2021):

  • Evangelisch-Luth. Kindergarten mit Kinderhort „Unterm Regenbogen“ in Höchheim: 43 genehmigte Betreuungsplätze, 35 betreute Kinder

Persönlichkeiten

  • Carl Emil Diezel (1779–1860), Förster, Jäger, Philosoph, Musiker und Schriftsteller
  • Julius Hey (1832–1909), Gesangslehrer und Musikpädagoge

Einzelnachweise

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