Höckergans

Gänserasse From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Höckergans ist eine Gänserasse, die auf die Domestizierung der Schwanengans (Anser cygnoides) in Nordostasien zurückgeht. Im 19. Jahrhundert wurde sie aus China oder Japan nach Europa eingeführt.[4]

Weitere Informationen Paar weißer Höckergänse, Liste von Gänserassen ...
Höckergans[1]
Höckergans
Paar weißer Höckergänse
Herkunft Asien
Standard
Gewicht
  • Ganter: 5 kg
  • Gans: 4 kg
Farbenschläge
  • graubraun
  • weiß
Ringgröße 24 mm
Bruttrieb
Legezeit
Legeleistung
  • 50 Stück
  • Mindesteigewicht: 120 g
Liste von Gänserassen
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Merkmale

Graubraune Höckergans

Höckergänse haben einen dem Höckerschwan ähnlichen Stirnhöcker auf dem Oberschnabel, der bei männlichen Tieren ausgeprägter ist als bei weiblichen und insbesondere bei alten Gantern derart auswachsen kann, dass er beinahe wie ein kleines Horn wirkt. Bei der Wildform ist dieser Höcker nur schwach und im männlichen Geschlecht ausgeprägt.

Die Höckergans hat einen schwanenartig gebogenen, langen Hals und eine aufrechte Haltung.[4] Der graue Farbenschlag der Höckergans ist wie ihre Stammform, die Schwanengans, gefärbt und hat einen gerade verlaufenden Aalstrich. Neben dem grauen gibt es aber auch einen weißen Farbenschlag. Dessen Vertreter sind, im Gegensatz zu weißen Hausgänsen, echte Leuzisten.

Die Höckergans ist mit bis zu 5 kg im männlichen bzw. 4 kg im weiblichen Geschlecht wesentlich schwerer als die wilde Schwanengans. Ihr Fleisch ist zart und wenig fett. Mit 40 bis 60 Eiern im Jahr hat sie eine für Gänse beachtliche Legeleistung.[4]

Die Höckergans ist eingeschränkt flugfähig und hat eine trompetenartige Stimme.

Weitere Höckergänse und Hybride

Aus der ursprünglich gezüchteten Höckergans entwickelten sich im Laufe der Zeit verschiedene Varianten oder Rassen:

  • die Afrikanische Höckergans, die auch in Deutschland und Europa anerkannt ist, und
  • die russische Cholmogory-Gans, eine schwere, grauweiß gescheckte Gans mit riesiger Kehlwamme.

Höckergänse lassen sich darüber hinaus auch problemlos mit Hausgänsen, die von den Graugänsen abstammen, kreuzen. Auf eine solche Kreuzung gehen die Steinbacher Kampfgans und wohl auch die Emdener Gans und die Toulouser Gans zurück.[5]

Literatur

  • Martin Platzbecker: Wassergeflügel: Gänse und Enten (= Der große Geflügelstandard in Farbe. Band 3). 3., ergänzte Auflage. Oertel und Spörer, Reutlingen 2005, ISBN 3-88627-529-9, Höckergänse, S. 51–53.
Commons: Höckergans – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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