Hößgang
Ort im Bezirk Amstetten
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Hößgang ist ein Dorf, eine Ortschaft und eine Katastralgemeinde in der niederösterreichischen Gemeinde Neustadtl an der Donau. Die Ortschaft hat 175 Einwohner (Stand: 1. Jänner 2025).[1]
| Hößgang (Dorf) Ortschaft Katastralgemeinde Hößgang | ||
|---|---|---|
| Basisdaten | ||
| Pol. Bezirk, Bundesland | Amstetten (AM), Niederösterreich | |
| Gerichtsbezirk | Amstetten | |
| Pol. Gemeinde | Neustadtl an der Donau | |
| Koordinaten | 48° 13′ 48″ N, 14° 52′ 53″ O | |
| Höhe | 267 m ü. A. | |
| Einwohner der Ortschaft | 175 (1. Jän. 2025) | |
| Fläche d. KG | 3,34 km² (31. Dez. 2023) | |
| Statistische Kennzeichnung | ||
| Ortschaftskennziffer | 03253 | |
| Katastralgemeindenummer | 03017 | |
| Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; NÖGIS | ||
Geschichte

Der historische Begriff Hößgang bezeichnet den Weg längs des rechten Donauufers am Strudengau zwischen Ardagger und Ybbs an der Donau, der früher zum Treideln genutzt wurde und von Süden her schwer zugänglich war. Im Ort Hößgang konnte er in Richtung Neustadtl verlassen werden. Diese Stelle war früher durch die Burg Hößgang (oder Mitter-Lueg) gesichert, die erstmals 1449 im Wallseer Urbar aufscheint, aber heute nur mehr als Trümmerfeld vorhanden ist. Im Jahr 1822 wurde der Ort als Markt mit 25 Häusern genannt, der nach Neustadtl eingepfarrt war, wohin auch die Kinder eingeschult wurden. Die Herrschaft Greinburg besaß die Ortsobrigkeit und hatte die Grundherrschaft inne. Die Landgerichtsbarkeit wurde von der Herrschaft Seisenegg ausgeübt, die auch die Konskription besorgte.[2] Im 18. Jahrhundert befand sich hier eine Kalkbrennerei, die das von der Donau transportierten Kalkgeschiebe zu Maurerkalk brannte, und mehrere Holzhändler.[3] Mit dem Aufkommen der motorisierten Schifffahrt und der Verlagerung des Güterverkehrs auf die Westbahn verlor der Hößgang aber an Bedeutung. Laut Adressbuch von Österreich waren im Jahr 1938 in Hößgang zwei Gastwirte, ein Müller, ein Schuster und ein Landwirt mit Direktvertrieb ansässig.[4]
Durch die Errichtung des Kraftwerkes Ybbs-Persenbeug und besonders in den 1970er-Jahren wurde der Ort, zudem an einem Altarm der Donau und südlich der Insel Wörth gelegen, für Freizeitzwecke wiederentdeckt und in einer Besiedelungswelle neu erschlossen. Der Ort kann heute über eine bei der Donaubrücke Grein abzweigende Straße angefahren werden und von Süden über Neustadtl. Der Abschnitt zwischen Hößgang und Freyenstein hingegen ist nur für Fußgänger und Fahrräder freigegeben.
Literatur
- Donauradweg Machland – Strudengau, ARGE Donaugemeinden im Machland – Strudengau, Ardagger 2010 (PDF).
- Ortsverzeichnis 2001 Niederösterreich (PDF; 4,8 MB), Statistik Austria, Wien 2005, ISBN 3-902452-42-0, S. 52.
- Hößgang. In: NÖ-Burgen online. Institut für Realienkunde des Mittelalters und der frühen Neuzeit, Universität Salzburg
