Traillauf-Weltmeisterschaften

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Die Traillauf-Weltmeisterschaften (offizielle Bezeichnung: IAU World Trail Championships) waren ein seit 2007 von der International Association of Ultrarunners (IAU), ab 2016 zusammen mit der International Trail Running Association (ITRA), unter der Schirmherrschaft des internationalen Leichtathletikverbandes World Athletics ausgerichteter Ultramarathon-Wettkampf im Traillauf. Sie sind nicht zu verwechseln mit den von der World Mountain Running Association (WMRA) ausgerichteten Berglauf-Langstrecken-Weltmeisterschaften, die Distanzen im Bereich des Bergmarathons umfassten. Die Traillauf-Weltmeisterschaften wurden 2021 abgelöst durch die kombinierten Berg- und Traillauf-Weltmeisterschaften.

Männer und Frauen wurden einzeln als auch in Länderteams gewertet, wobei jeweils die Zeiten der drei Besten für die Teamwertung zählten.

Geschichte

2007 wurde von der IAU die World Trail Challenge, eine inoffizielle „Weltmeisterschaft“ im Traillauf, ins Leben gerufen.[1] Bei dieser Premiere in Huntsville (Texas) waren nur drei Startende pro Nation zugelassen, eine Mannschaftswertung fand nicht statt.[1] Mit der dritten Austragung in Connemara (Irland) hieß der Wettbewerb „Championships“, und die Mannschaftswertung wurde – wie bei anderen Weltmeisterschaften – eingeführt.[2] Bis 2015 fand sie im zweijährigen Rhythmus statt, seit 2016 wird die Weltmeisterschaft jährlich ausgerichtet.[3][4]

2020 fand aufgrund der Pandemie kein Wettbewerb statt.[5] Seit 2021 sind die Trail World Championships Teil der kombinierten World Mountain and Trail Running Championships (WMTRC). Die Berg- und Traillauf-Weltmeisterschaften 2023 fanden in Innsbruck und im Stubai statt.[6]

Weltmeisterschaften

Ab 2016 war die International Trail Running Association (ITRA) an der Organisation der Traillauf-Weltmeisterschaften beteiligt.

Weitere Informationen Nr., Jahr ...
Nr. Jahr Datum Ort/Veranstaltung Land Distanz Zieleinläufe Ergebnisse
01. 2007 8. Dezember Huntsville,
18. Sunmart Texas Trail
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 80,5 km 172 (128 m, 44 w) Ergebnisse, Results
02. 2009 12. Juli Serre Chevalier,
Merrell Sky Race
Frankreich Frankreich 68 km 046 (32 m, 14 w) Ergebnisse
03. 2011 9. Juli Connemara Irland Irland 71,5 km 098 (68 m, 30 w) Results, Ergebnisse
04. 2013 6. Juli Llanrwst Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Wales 75 km 099 (53 m, 46 w) Bericht, Ergebnisse, Results (XLS, 84 kB)
05. 2015 30. Mai Annecy,
4. Maxi Race du Lac d'Annecy
Frankreich Frankreich 84 km 229 (144 m, 85 w) Bericht/Teilergebnisse, Ergebnisse
06. 2016 29. Oktober Braga,
Trans Peneda-Gerês
Portugal Portugal 85 km 203 (119 m, 84 w) Bericht/Teilergebnisse, Ergebnisse
07. 2017 10. Juni Badia Prataglia,
Sacred Forests
Italien Italien 50 km 239 (138 m, 101 w) Bericht/Teilergebnisse, Ergebnisse
08. 2018 12. Mai Peñagolosa Spanien Spanien 80 km 263 (159 m, 104 w) Ergebnisse
09. 2019 8. Juni Miranda do Corvo,
Trilhos dos Abutres
Portugal Portugal 44,2 km 363 (204 m, 159 w) Ergebnisse
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Podiumsplätze Frauen

Weitere Informationen 1. Platz, 2. Platz ...
1. Platz 2. Platz 3. Platz
2007 JapanJapan Norimi Sakurai Irland Helena Crossan Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Adela Salt
2009 ItalienItalien Cecilia Mora Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Angela Mudge Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Lizzy Hawker
2011 FrankreichFrankreich Maud Gobert ItalienItalien Cecilia Mora Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Lucy Colquhoun
2013 FrankreichFrankreich Nathalie Mauclair FrankreichFrankreich Aurélia Truel ItalienItalien Maria Chiara Parigi
2015 FrankreichFrankreich Nathalie Mauclair FrankreichFrankreich Caroline Chaverot SpanienSpanien Maite Maiora
2016 FrankreichFrankreich Caroline Chaverot SpanienSpanien Azara García NiederlandeNiederlande Ragna Debats
2017 FrankreichFrankreich Adeline Roche FrankreichFrankreich Amandine Ferrato ItalienItalien Silvia Rampazzo
2018 NiederlandeNiederlande Ragna Debats SpanienSpanien Laia Cañes FrankreichFrankreich Claire Mougel
2019 FrankreichFrankreich Blandine L'Hirondel Neuseeland Ruth Croft SpanienSpanien Sheila Avilés
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Podiumsplätze Männer

Weitere Informationen 1. Platz, 2. Platz ...
1. Platz 2. Platz 3. Platz
2007 Polen Jarosław Janicki Belgien Marc Vanderlinden Luxemburg José Azevedo
2009 FrankreichFrankreich Thomas Lorblanchet Nepal Dawa Dachhiri Sherpa DeutschlandDeutschland Matthias Dippacher
2011 FrankreichFrankreich Erik Clavery Kanada Jason Loutitt FrankreichFrankreich Patrick Bringer
2013 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Ricky Lightfoot DeutschlandDeutschland Florian Neuschwander FrankreichFrankreich Julien Rancon
2015 FrankreichFrankreich Sylvain Court SpanienSpanien Luis Alberto Hernando FrankreichFrankreich Patrick Bringer
2016 SpanienSpanien Luis Alberto Hernando FrankreichFrankreich Nicolas Martin FrankreichFrankreich Sylvain Court
2017 SpanienSpanien Luis Alberto Hernando SpanienSpanien Cristofer Clemente FrankreichFrankreich Cedric Fleureton
2018 SpanienSpanien Luis Alberto Hernando SpanienSpanien Cristofer Clemente Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Thomas Evans
2019 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Jonathan Albon FrankreichFrankreich Julien Rancon Schweiz Christian Mathys
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Einzelnachweise

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