Immersive Medien
Medienformate und -systeme, die Menschen ein Gefühl von Immersion vermitteln können.
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Immersive Medien umfassen alle Arten von Medien, in die Menschen derart tief eintauchen können, dass ihr Bewusstsein für die reale Zeit, Raum und Ereignisse ganz oder teilweise in den Hintergrund tritt.[1][2][3]
Immersion bezeichnet die „psychologische Erfahrung des Sich-Vergessens“ in künstlich erschaffenen Umgebungen.[4] Dieser immersive Zustand kann in XR (Virtual Reality, Augmented Reality und Mixed Reality) gezielt erzeugt, gestaltet und beeinflusst werden. Aufgrund ihres hohen Grads an Immersion können spezielle Head-Mounted Displays (wie XR-Headsets, VR-Headsets und Smartglasses) sogar die Wahrnehmung einer „virtuellen Präsenz“ in medial geschaffenen Welten fördern.[5][6]
Gleichzeitig können aber auch traditionelle Medienformen wie Bücher, Filme, Musik, Games und andere Arten interaktiver Medien immersive Erfahrungen ermöglichen, wenn sie Menschen in intensive Aussagen, Erzählungen oder Interaktionen involvieren.[7][8][9][10] Hier kann sich zudem ein Zusammenspiel mit dem psychologischen Flow-Effekt ergeben, in dem Menschen in einer beglückenden Tätigkeit völlig konzentriert aufgehen.[11]
Beim immersiven Theater werden Zuschauer nicht als passive Rezipienten verstanden, sondern aktiv in narrative oder räumliche Erlebniswelten eingebunden.[12] Auch immersive Ausstellungen und Installationen, etwa in Museen oder Pop-up-Formaten, setzen auf multisensorische Inszenierungen, um Menschen aktiv in kunst- oder markenbezogene narrative Umgebungen einzubeziehen.[13]
Auf gesellschaftlicher Ebene zeigt sich die Relevanz immersiver Medien darin, dass 2023 in Deutschland die duale Ausbildung zum Gestalter für immersive Medien eingeführt wurde. Auch gibt es diverse Studiengänge, die sich mit der Gestaltung immersiver Medien befassen, beispielsweise der Studiengang Games & Immersive Media an der Hochschule Furtwangen.[14][15]