Imperatorin

chemische Verbindung From Wikipedia, the free encyclopedia

Imperatorin ist eine organische Verbindung und ein Naturstoff aus der Gruppe der Furocumarine.

Schnelle Fakten Strukturformel, Allgemeines ...
Strukturformel
Allgemeines
Name Imperatorin
Andere Namen
  • Ammidin
  • Marmelosin
  • Pentosalen
  • 8-Isoamylenoxypsoralen
  • 8-Isopentenyloxypsoralen
Summenformel C16H14O4
Kurzbeschreibung

weißlich, hellbrauner Feststoff[1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 482-44-0
EG-Nummer 207-581-1
ECHA-InfoCard 100.006.893
PubChem 10212
ChemSpider 9797
Wikidata Q1649534
Eigenschaften
Molare Masse 270,28 g·mol−1
Aggregatzustand

fest[1]

Schmelzpunkt

102 °C[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung[1]
Gefahrensymbol

Achtung

H- und P-Sätze H: 302315317319335
P: 261264280301+312302+352305+351+338[1]
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa).
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Vorkommen

Sibirischer Engelwurz

Imperatorin kommt in den Wurzeln verschiedener Pflanzen vor, beispielsweise von Kongojute[2] und Arten der Gattung Angelica: Arznei-Engelwurz,[3] Sibirische Engelwurz,[4] Glehnia littoralis,[5] Saposhnikovia divaricata,[6] Cnidium monnieri,[7] Incarvillea younghusbandii[8] und Zanthoxylum americanum.[9]

Eigenschaften

Imperatorin wird biosynthetisch aus Umbelliferon hergestellt, einem Cumarinderivat.[10][11] Es weist entzündungshemmende und Antitumor-Eigenschaften auf.[2][12] In weiteren Studien wirkte es blutdrucksenkend, antibakteriell[12] und fungizid.[13] Imperatorin wurde per High-throughput Screening als Hemmstoff der Phosphodiesterase PDE4 mit einer stärkeren Wirkung auf PDE4B im Vergleich zu PDE4A identifiziert.[14] Imperatorin hemmt die Bildung von iNOS.[15] Imperatorin wird zur Behandlung von Krebs[16][17] und zur Verwendung als Virostatikum untersucht.[18]

Toxikologie

Imperatorin ist in höheren Dosen giftig. In Versuchen an Ratten verursachte es unter anderem Blutgerinnungsstörungen, Lebernekrosen und niedrigen Blutdruck. In Versuchen an Ziegen und Pferden verursachte es eine photoallergische Dermatitis.[12]

Einzelnachweise

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