Inna Sahakjan

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Inna Sahakjan (armenisch Իննա Սահակյան; * 1977 in Jerewan) ist eine armenische Dokumentarfilmregisseurin und Produzentin.[1][2] Zu ihren bekanntesten Arbeiten zählt der dokumentarische Animationsfilm Aurora – Star wider Willen (2022) über Aurora Mardiganians Überleben des Völkermordes an den Armeniern, der international mehrfach ausgezeichnet wurde.[3][4]

Leben und Wirken

Sahakjan wurde in Jerewan geboren und wuchs dort auf.[1] Sie arbeitet für das unabhängige Dokumentarfilmstudio Bars Media als Regisseurin und Produzentin.[2] Ihr dokumentarisches Selbstverständnis beschreibt sie als Arbeit an realen Menschen, realen Dramen und realen Gefühlen; zugleich misst sie dem Dokumentarfilm eine politische Wirkung zu.[2]

Sahakjans Langfilm The Last Tightrope Dancer in Armenia (‚Armeniens letzter Drahtseiltänzer‘, 2010), den sie gemeinsam mit Arman Yeritsyan inszenierte, wurde beim Festival Golden Apricot als bester armenischer Film ausgezeichnet.[5]

Mit Paul Cohen setzte sie den armenisch-niederländischen Dokumentarfilm Mel um, der 2022 beim Thessaloniki Documentary Festival seine Weltpremiere hatte und den Lebensweg des Transmanns und ehemaligen Gewichthebers Mel Daluzyan begleitet.[6]

Aurora – Star wider Willen entstand aus sprachhistorischen Interviews des Zoryan Institute; Sahakjan und ihr Team entschieden sich, dieses Material in Animationsform neu zu erzählen.[7] Der Film nutzt Animation, Archivmaterial, Interviews und die erhaltenen 18 Minuten des Stummfilms Auction of Souls von 1919.[7][1] Nach seiner Weltpremiere in Annecy 2022 gewann Aurora – Star wider Willen den Preis Best Animated Film bei den Asia Pacific Screen Awards, den Hauptpreis von MiradasDoc und den Grand Prix des FIFDH in Genf.[3][4][8] Aurora – Star wider Willen wurde in rund hundert Ländern gezeigt.[2] Die türkische Filmschaffende Rojhilat Aksoy wurde 2026 wegen der Vorführung des Films nach Artikel 301 des türkischen Strafgesetzbuchs angeklagt.[9]

Im Jahr 2024 wurde Sahakjan in die Jury der Sektion Contrechamp Feature Films des Festival d’Annecy berufen.[3]

Einzelnachweise

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