Ino Arndt

deutsche Historikerin (1930-1986) From Wikipedia, the free encyclopedia

Ino Arndt (geboren 6. April 1930 in Potsdam als Ingrid Nora Arndt; gestorben 3. Juni 1986) war eine deutsche Historikerin.[1][2]

Leben

Ino Arndt war eine Tochter des Ministerialrats und Archivars im Reichsarchiv Hans Arndt (1886–) und der Nora Lueder, ihr Vater starb in britischer Kriegsgefangenschaft. Sie besuchte die Mädchenoberrealschule der Kaiserin-Augusta-Stiftung in Potsdam und machte nach der Flucht in die Amerikanische Zone 1948 das Abitur in München auf der Mädchenoberrealschule Pasing. Danach arbeitete sie in einer Münchener Verlagsbuchhandlung und jobbte für zwei Jahre in England.

Ab 1951 studierte Arndt Geschichte an der Universität München und 1953 mit einem YWCA-Stipendium ein Jahr in den USA an der Case Western Reserve University. Danach wechselte sie an die Universität Tübingen und wurde 1960 mit einer Dissertation über das Verhältnis der Evangelischen Kirche zum Nationalsozialismus bei Theodor Eschenburg und Hans Rothfels promoviert. Laut Götz Aly (2025) hätten der ehemalige SS-Anwärter Eschenburg und der nationalkonservative Rothfels der Studie über den Antisemitismus führender evangelischer Theologen, Pfarrer und Würdenträger aus eigener Befangenheit heraus die unterste Note „rite“ verpasst, so dass die Schreibmaschinenfassung nicht zum Druck vorgeschlagen wurde.

Seit 1963 war Arndt beim Institut für Zeitgeschichte (IfZ) als Historikerin beschäftigt. Sie erstellte in den 24 Jahren ihrer Dienstzeit über 700 Gutachten mit dem Schwerpunkt Judenverfolgung. Außerdem wirkte sie an verschiedenen Großprojekten des IfZ mit, darunter der Edition „Akten der Parteikanzlei der NSDAP“.

Schriften (Auswahl)

Dissertation (1960)

Literatur

Einzelnachweise

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