Irwin W. Young

US-amerikanischer Unternehmer und Filmproduzent. From Wikipedia, the free encyclopedia

Irwin Wallace Young (* 30. Mai 1927 in New York City; † 20. Januar 2022 ebenda) war ein US-amerikanischer Unternehmer und Filmproduzent.

Leben

Young übernahm die Firma DuArt, die sein Vater Al Young 1922 in New York City gegründet hatte.[1] Die Übernahme erfolgte 1960, als sein Vater starb.[2] Diese Firma wurde für den US-amerikanischen Independentfilm-Bereich enorm wichtig. Sie entwickelte sich insbesondere zum Labor für 16-mm und Super 16 bis hin zu 35-mm-Filmmaterial und transferierte später digital gedrehte Filme auf 35-mm-Rollen. Vor allem in den 1980er und 1990er Jahren war dies für Filme wichtig, die beim Sundance Film Festival gezeigt wurden.[3] Für seine Verdienste erhielt Young im Zuge der Oscarverleihung 2001 den Gordon E. Sawyer Award. Verliehen wurde ihm die Auszeichnung am 3. März.[4]

Vor dieser Laufbahn studierte Young an der Lehigh University und machte dort 1950 seinen Bachelorabschluss im Bereich Ingenieurwesen. Zuvor diente er in der US Navy. Mit seinem Universitätsabschluss stieg er in die Firma seines Vaters ein.[2] Young und sein Unternehmen DuArt halfen diversen Filmemachern in ihren Anfängen und in der Entwicklung ihrer Produktionen, so Spike Lee, Frederick Wiseman und Michael Moore. Diese Hilfe geschah in finanzieller wie technischer Hinsicht.[2]

Bei der Oscarverleihung 1980 erhielt Young gemeinsam mit Kollegen den Oscar für technische Verdienste, „[f]or the development of a Computer-Controlled Paper Tape Programmer System and its applications in the motion picture laboratory“.

Young war Präsident der Film Society of Lincoln Center, seit 2019 bekannt als Film at Lincoln Center, und der Society of Motion Picture and Television Engineers (SMPTE). Außerdem gehörte er dem Independent Filmmaker Project an, dem heutigen The Gotham Film & Media Institute. Er war als Produzent über die Jahrzehnte an verschiedenen Filmen beteiligt.[1]

Young starb im Alter von 94 Jahren. Er hinterließ zwei Töchter und mehrere Enkelkinder.[1] Seine Ehefrau verstarb 2004.[2] Sein Bruder Robert M. Young (1924–2024) war ein Filmemacher, Young war an einigen seiner Produktionen beteiligt. Erst durch den Bruder war Youngs Interesse an Independenfilmproduktion überhaupt erst seit den 1960er entstanden.[2]

Filmografie (Auswahl)

Einzelnachweise

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