Isoeugenol

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Isoeugenol gehört zur Stoffgruppe der Phenylpropanoide und ist eine gelbliche Flüssigkeit mit charakteristischem Geruch nach Gewürznelke. Es kommt natürlich als Gemisch aus cis- und trans-Isomer vor, wobei der Anteil des trans-Isomers überwiegt.

Schnelle Fakten Strukturformel, Allgemeines ...
Strukturformel
Strukturformel von Isoeugenol
Allgemeines
Name Isoeugenol
Andere Namen
  • 2-Methoxy-4-(1-propenyl)phenol
  • ISOEUGENOL (INCI)[1]
Summenformel C10H12O2
Kurzbeschreibung

gelbliche viskose Flüssigkeit mit charakteristischem Geruch[2]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 97-54-1
EG-Nummer 202-590-7
ECHA-InfoCard 100.002.356
PubChem 7338
ChemSpider 7061
DrugBank DB14188
Wikidata Q420043
Eigenschaften
Molare Masse 164,20 g·mol−1
Aggregatzustand

flüssig

Dichte

1,077 g·cm−3 (20 °C)[2]

Schmelzpunkt

19–23 °C[2]

Siedepunkt

266–268 °C[2]

Löslichkeit

schwer löslich in Wasser[2]

Brechungsindex

1,5739 (19 °C)[3]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung aus Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP),[4] ggf. erweitert[2]
Gefahrensymbol

Achtung

H- und P-Sätze H: 302315317319
P: 280301+330+331312302+352305+351+338337+313[2]
Toxikologische Daten

1560 mg·kg−1 (LD50, Ratte, oral)[2]

Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa). Brechungsindex: Na-D-Linie, 20 °C
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Vorkommen

Basilikum (Ocimum basilicum)

Isoeugenol kommt natürlich in hoher Konzentration in Kalmus (Acorus calamus)[5] sowie auch Perilla (Perilla frutescens),[5] Muskatnuss (Myristica fragrans),[5][6] Basilikum (Ocimum basilicum),[5] Einjährigem Beifuß (Artemisia annua),[5] Zimt (Cinnamomum verum),[5] Kassien (Cinnamomum aromaticum),[5] Gewürznelken,[6] Dost (Origanum sipyleum),[5] Amerikanischen Heidelbeeren (Vaccinium corymbosum),[5] Dill,[6] Tabak (Nicotiana tabacum),[5] Reis (Oryza sativa),[5] Bay (Pimenta racemosa),[5] Arabica-Kaffee (Coffea arabica),[5] Ylang-Ylang-Öl,[6] Ingwer (Zingiber officinale)[5] und Piment (Pimenta dioica)[5] vor.

Eigenschaften

Durch Isomerisierung von Eugenol (1) zu Isoeugenol (2) mittels Alkalien und anschließender Oxidation durch Kaliumpermanganat oder Ozon lässt sich Vanillin technisch gewinnen.[7][8]

Synthese von Vanillin aus Eugenol
Synthese von Vanillin aus Eugenol

Der Flammpunkt von Isoeugenol liegt bei > 150 °C.[2]

Analytik

Zur qualitativen und quantitativen Bestimmung der Substanz kann die Kopplung der HPLC mit der Massenspektrometrie nach angemessener Probenvorbereitung eingesetzt werden.[9][10]

Toxizität

Isoeugenol ist nicht gentoxisch[11], aber verursacht hepatozelluläre Karzinome und Adenome nach oraler Gabe bei männlichen Mäusen.[12] Es ist sowohl ein Antioxidans als auch ein Prooxidans; auf Letzterem beruht wahrscheinlich seine (schleim)hautreizende, allergiefördernde Wirkung.[13]

Rechtliches

Wegen des (haut-)sensibilisierenden und allergenen Potentials ist Isoeugenol kennzeichnungspflichtig (Anlage 2 der Kosmetik-Verordnung), wenn es zu mehr als 0,001 % in Produkten die auf der Haut verbleiben oder zu mehr als 0,01 % in Produkten, die wieder abgespült werden enthalten ist.

Trivia

Der spätere Nobelpreisträger für Chemie Otto Hahn wurde mit einer Arbeit über die Bromderivate des Isoeugenols promoviert.

Einzelnachweise

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