Itaperuçu

Gemeinde im Bundesstaat Paraná, Brasilien From Wikipedia, the free encyclopedia

Itaperuçu ist ein brasilianisches Munizip im Südosten des Bundesstaats Paraná knapp 40 km nördlich der Hauptstadt Curitiba. Es hat 31.217 Einwohner (2022), die sich Itaperuçuenser nennen. Seine Fläche beträgt 321 km². Es liegt 974 Meter über dem Meeresspiegel.

Gründung1. Januar 1993Vorlage:Infobox Ort in Brasilien/Wartung
Schnelle Fakten Município de Itaperuçu, Symbole ...
Município de Itaperuçu
Itaperuçu
Itaperuçu (Brasilien)
Itaperuçu (Brasilien)
Itaperuçu
Koordinaten 25° 13′ S, 49° 21′ W
Lage des Munizips im Bundesstaat Paraná
Symbole
Flagge
Gründung 1. Januar 1993Vorlage:Infobox Ort in Brasilien/Wartung
Basisdaten
Staat Brasilien
Bundesstaat Paraná
Região intermediária Curitiba (seit 2017)
Região imediata Paranaguá (seit 2017)
Mesoregion Metropolitana de Curitiba (1989–2017)
Mikroregion Paranaguá (1989–2017)
Höhe 974 m
Klima gemäßigt warm (Cfa)
Fläche 321 km²
Einwohner 31.217 (Volkszählung 2022)
Dichte 97,2 Ew./km²
Gemeindecode IBGE: 4111258
Politik
Stadtpräfekt Neneu José Artigas (2021–2024)
Partei PDT
Wirtschaft
BIP 519,2 Mio. R$Vorlage:Infobox Ort in Brasilien/Wartung
18.132 R$ pro Kopf
(2019)
HDI 0,637 (mittel) (2010)
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Etymologie

Itaperuçu ist ein Wort indigenen Ursprungs. Wörtlich bedeutet es Weg des großen Steins. Ita = Stein; Peru = herstellen und ussu = groß. Der Hinweis wird mit der geologischen Formation der Region erklärt, nach der die Indianer durch den Ort zogen, wo es eine große Fläche mit Araukarien und einen See mit gutem Wasser gab.[1] Dagegen führt der Tupinologe Eduardo de Almeida Navarro den Namen zurück auf ‘y + taper/a + -usu in der Bedeutung von großes verfallenes Haus oder Brachland am Fluss.[2]

Geschichte

Besiedlung

Itaperuçu wurde ursprünglich von Familien italienischer Herkunft und später von Hausierern arabischer Herkunft bewohnt. Die überwiegend landwirtschaftlich geprägte Region ist auch in der Mineraliengewinnung tätig, insbesondere durch den Betrieb von Zement- und Kalksteinwerken. Ein weiterer Sektor, der sich in den letzten Jahren stark entwickelt hat, ist die Gewinnung und Verarbeitung von Holz.[1]

Erhebung zum Munizip

Itaperuçu wurde durch das Staatsgesetz Nr. 9437 vom 9. November 1990 aus Rio Branco do Sul ausgegliedert und in den Rang eines Munizips erhoben. Es wurde am 1. Januar 1993 als Munizip installiert.[1]

Geografie

Fläche und Lage

Itaperuçu liegt auf dem Primeiro Planalto Paranaense (der Ersten oder Curitiba-Hochebene von Paraná).[3] Seine Fläche beträgt 321 km².[4] Es liegt auf einer Höhe von 974 Metern.[5]

Vegetation

Das Biom von Itaperuçu ist Mata Atlântica.[4]

Klima

Das Klima ist gemäßigt warm. Es werden hohe Niederschlagsmengen verzeichnet (1574 mm pro Jahr). Im Jahresdurchschnitt liegt die Temperatur bei 17,3 °C. Die Klimaklassifikation nach Köppen und Geiger lautet Cfb.[6]

Gewässer

Itaperuçu liegt im Einzugsgebiet des Rio Ribeira. Dessen linker Quellfluss Rio Ribeirinha bildet die nordwestliche Grenze des Munizips. Die westliche Grenze bildet der rechte Ribeiraquellfluss Rio Açungui, der das Munizip anschließend im Nordwesten durchquert. Zu ihm fließt auf der südlichen Grenze der Rio Betara, dessen rechter Nebenfluss Rio Tacaniça das Munizip etwa mittig von Ost nach West durchquert.

Straßen

Itaperuçu liegt an der PR-092 von Curitiba im Süden nach Cerro Azul im Norden.

Nachbarmunizipien

Castro Cerro Azul Rio Branco do Sul
Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt
Campo Largo und Campo Magro Almirante Tamandaré

Stadtverwaltung

Bürgermeister: Neneu José Artigas, PDT (2021–2024)

Vizebürgermeister: Edilson Macadame, PSB (2021–2024)[7]

Demografie

Bevölkerungsentwicklung

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
Jahr Einwohner Stadt Land
2000 19.344 84 % 16 %
2010 23.887 84 % 16 %
2022 31.217
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Quelle: IBGE (2011)[8] und Volkszählung 2022

Ethnische Zusammensetzung

Weitere Informationen Gruppe *, wer sich als … ...
Gruppe * 2000 2010 wer sich als …
Weiße 54,6 % 63,3 % weiß bezeichnet
Schwarze 1,5 % 1,2 % schwarz bezeichnet
Gelbe 0,0 % 0,6 % von fernöstlicher Herkunft wie japanisch, chinesisch, koreanisch etc. bezeichnet
Braune 42,9 % 34,8 % braun oder als Mischung aus mehreren Gruppen bezeichnet
Indigene 0,3 % 0,1 % Ureinwohner oder Indio bezeichnet
ohne Angabe 0,6 % 0,0 %
Gesamt 100,0 % 100,0 %
*) Anmerkung: Das IBGE verwendet für Volkszählungen ausschließlich diese fünf Gruppen. Es verzichtet bewusst auf Erläuterungen. Die Zugehörigkeit wird vom Einwohner selbst festgelegt.[9]
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Quelle: IBGE (Stand: 1991, 2000 und 2010)[10]

Wirtschaft

Kennzahlen

Mit einem Bruttoinlandsprodukt pro Einwohner von 18.132,03 R$ (rund 4.000 €)[11] lag Itaperuçu 2019 an 370. Stelle der 399 Munizipien Paranás.[12]

Sein mittelhoher Index der menschlichen Entwicklung von 0,637 (2010) setzte es auf den 374. Platz der paranaischen Munizipien.[13]

Commons: Itaperuçu – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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