Itumbiara

Gemeinde im Bundesstaat Goiás, Brasilien From Wikipedia, the free encyclopedia

Itumbiara ist ein brasilianisches Município im Bundesstaat Goiás in der Mesoregion Süd-Goiás und in der Mikroregion Meia Ponte. Sie liegt südwestlich der brasilianischen Hauptstadt Brasília und südlich von Goiânia, der Hauptstadt des Bundesstaates. Die Einwohner werden auf Portugiesisch itumbiarense genannt.[5]

Schnelle Fakten Município de Itumbiara, Symbole ...
Município de Itumbiara
Itumbiara

Vogelperspektive auf Itumbiara
Itumbiara (Brasilien)
Itumbiara (Brasilien)
Itumbiara
Koordinaten 18° 25′ S, 49° 13′ W
Lage des Munizips im Bundesstaat
Symbole
Wappen
Flagge
Gründung 12. Oktober 1909
Basisdaten
Staat Brasilien
Bundesstaat Goiás
Região intermediária Itumbiara
Região imediata Itumbiara
Mesoregion Sul Goiano
Mikroregion Meia Ponte
Höhe 448 m
Klima tropisch (Cfa)
Fläche 2447 km²
Einwohner 107.970 ((IBGE/2022)[1])
Dichte 44,1 Ew./km²
Schätzung 112.289 (IBGE/2024)[1]
Gemeindecode IBGE: 5211503
Postleitzahl 75500-000 bis 75500-999[2]
Telefonvorwahl (+55) 64
Zeitzone UTC−3, Sommer: UTC-2
Website itumbiara.go.gov.br, camaradeitumbiara.go.gov.br (brasilianisches Portugiesisch)
Politik
Prefeito Dione Jose de Araujo (2025-2028[1][3])
Partei UNIÃO
Wirtschaft
BIP 5.324.330 Tsd. R$
49.832 R$ pro Kopf
(2021[1])
HDI 0.752 ((UNDP/2010)[4][1])
Adresse der Stadtverwaltung: Preifeitura Municipal, Rua Paranaíba, 117, 75530-020 Itumbiara - GO
Rio Paranaíba mit Araporã (Mitte) und Itumbiara (rechts), Blickrichtung Südwest
Rio Paranaíba mit Araporã (Mitte) und Itumbiara (rechts), Blickrichtung Südwest
Rio Paranaíba mit Araporã (Mitte) und Itumbiara (rechts), Blickrichtung Südwest
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Demographie

Nach der brasilianischen Volkszählung 2022 hatte das Munizip 107.970 Einwohner[5] und laut der amtlichen Schätzung von 2024 betrug die Einwohnerzahl 112.289.[5] 2022 betrug die Bevölkerungsdichte 44,12 Einwohner/km2.[5]

Geschichte

Itumbiara entstand im Jahre 1824[6], als die auf Initiative des damaligen Kommandeurs von Goiás, Cunha Matos, vorgeschlagene Verbindungsstraße zwischen der Bergbaustadt Uberaba in Minas Gerais und der Stadt Anhanguera am Grenzfluss Paranaíba zu Goiás fertiggestellt wurde. Dank günstigen Verhältnissen für die Landwirtschaft und Viehzucht wurde die Gegend besiedelt und die Regierung richtete an dieser Stelle eine Zollstation ein. Bald wurde die Kapelle Santa Rita erbaut, sodass der Ort „Porto de Santa Rita“, im Volksmund kurz nur „Porto“, genannt wurde.

Zwei Landwirte des damaligen Dorfes, Joaquim Bernardes da Costa, Eigentümer der Fazenda Água Suja, und Luiz Cândido de Paula, Eigentümer der Fazenda Trindade, spendeten einen Teil ihres Eigentums der Kirche Santa Rita de Cássia.[1] Die Spendurkunde vom 17. Januar 1852 befindet sich im Archiv des 1. Notariats.[1]

Während der Regierung des Präsidenten Afonso Pena im Jahre 1909 wurde die noch heute bestehende Hängebrücke über den Fluss Paranaíba eingeweiht und Santa Rita do Paranaíba wurde zu einer Gemeinde erhoben. Der Ingenieur Inácio Pais Leme, Konstrukteur der 40 km langen Straße zwischen Santa Rita do Paranaíba und Cachoeira Dourada, lancierte 1943 die Idee, die Gemeinde umzutaufen in „Itumbiara“, was in der Tupi-Guarani Sprache „caminho da cachoeira“ (deutsch: Weg zum Wasserfall) bedeutet. Dieser Vorschlag wurde von der Regierung genehmigt und per 31. Dezember 1943 umgesetzt.

Im Jahr 1966 wurde die Stadt Sitz des Bistums Itumbiara.

Durch das Munizipgesetz (Lei Municipal) Nr. 386 vom 27. September 1962 wird der Bezirk Cachoeira Dourada gegründet und dem Munizip Itumbiara angegliedert. Durch das Landesgesetz (Lei Estadual) Nr. 8.092 vom 14. Mai 1976 wird der Bezirk Inaciolândia gegründet und dem Munizip Itumbiara angegliedert. Somit bestand das Munizip aus den drei Bezirken: Itumbiara, Cachoeira Dourada und Inaciolândia.[1]

Durch das Landesgesetz Nr. 9.190 vom 14. Mai 1982 wurde der Bezirk Cachoeira Dourada aus dem Munizip Itumbiara ausgegliedert und selbst zum Municipio erhoben. Das Landesgesetz Nr. 11.708 vom 12. April 1992 trennt den Bezirk Inaciolândia vom Munizip Itumbiara und erhebt ihn in den Rang eines Municipios. Somit besteht des Munizip seitdem wieder lediglich aus dem Hauptbezirk.[1]

Geographie

Das Munizip hat eine Fläche von 2.447,014 km2 und der höchste Punkt des Munizips ist auf 448 m Höhe.[5] Itumbiara liegt an der longitudinal verlaufenden Bundesstraße BR-153 (port.: Rodovia Transbrasiliana) 197 km südlich von Goiânia[7] an der Grenze zum Bundesstaat Minas Gerais nördlich des Flusses Rio Paranaíba und westlich der Talsperre des Stausees Itumbiara.

Itumbiara grenzt an die Munizipien (Mikroregion):

Hydrographie

Der Rio Paranaíba bildet die Südgrenze von Itumbiara zum Bundesstaat Minas Gerais mit nachstehenden Zuflüssen auf dem Territorium von Itumbiara:

Weitere Informationen Gewässer in Itumbiara, Mündung ...
Gewässer in ItumbiaraMündungBeschreibung
Itumbiara-Stausee
Rio Paranaíba bei der Talsperre
östlich der Stadt Itumbiara
Rebeirão de Santa Mariaals rechter Zufluss in den Rio Paranaíba östlich der Stadt ItumbiaraIm Oberlauf Grenzgewässer zu Panamá
Riberão Panamáals rechter Zufluss in den Rio Meia Ponteim Unterlauf vor der Mündung als Grenzgewässer zu Cachoeira Dourada
Rio Meia Ponteals rechter Zufluss in den Rio Paranaíba in Cachoeira DouradaIm Norden als Grenzgewässer zu Bom Jesus de Goiás
Riberão Bom Jesusals rechter Zufluss in den Rio dos BoisGrenzgewässer zu Bom Jesus de Goiás
Riberão do Campo Alegreals rechter Zufluss in den Rio dos BoisQuelle in Itumbiara
Rio Paranaíbain den Ilha-Solteira-Stausee mit dem Rio Grande zum Rio ParanáIm Osten als Stausee Itumbiara, nach Talsperre als südlicher Grenzfluss zu Minas Gerais bis Cachoeira Dourada
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Wirtschaft

Sehr bedeutend ist in Itumbiara die Agrarwirtschaft, insbesondere der Anbau von Getreide, Soja, Reis, Sorghum, Zuckerrohr und Baumwolle. Ebenso stark ist die Viehzucht (Geflügel, Rinder, Schweine) sowie die Milchproduktion und -verarbeitung verbreitet.

Politik

Rat des Munizips

Von 2009 bis 2012 war José Gomes da Rocha (PP) der Prefeito des Munizips. Von 2025 bis 2028 ist Dione Jose de Araujo (UNIÃO) der Bürgermeister.[5][8]

Persönlichkeiten

Städtepartnerschaften

Siehe auch

Commons: Itumbiara – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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