Iversity

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Iversity (Eigenschreibweise: iversity) ist eine Plattform für Online-Bildung. Das Unternehmen bietet Online-Kurse für die Hochschul- und Weiterbildung an, sogenannte MOOCs.[1][2][3] Unterrichtssprachen für die teils bilingualen Kurse sind größtenteils Deutsch und Englisch.[4] Iversity arbeitet bei der Produktion der Kurse sowohl mit einzelnen Lehrenden als auch mit europäischen Universitäten zusammen.[5][6][7][8][9] Iversity hatte im Jashr 2015 rund 600.000 Nutzer, kooperierte mit 41 Universitäten und hatte 63 Kurse angeboten. Das Unternehmen verfügte zu diesem Zeitpunkt über Zweigstellen in Bernau bei Berlin und Berlin. Im Juni 2016 meldete das Iversity Insolvenz an.[10] Am 9. August 2016 wurde bekannt, dass die Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck GmbH Iversity im Rahmen einer übertragenden Sanierung übernimmt.[11]

Geschichte

  • 2008 entwickelte der Gründer Jonas Liepmann eine Beta-Version der Iversity-Plattform[12]
  • 2011 wurde die Iversity GmbH gegründet und Hannes Klöpper stieß als zweiter Geschäftsführer hinzu.
  • 2012 wurde zusätzlich zum Learning Management System un.iversity eine MOOC-Plattform entwickelt[13]
  • Im Frühjahr 2013 lobte Iversity gemeinsam mit dem Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft das „MOOC Production Fellowship“, einen Wettbewerb für Online-Kurse aus. Eine Jury wählte aus 250 Vorschlägen die 10 besten MOOC-Ideen aus. Die Gewinner erhielten 25.000 € für die Produktion ihrer Kurse.[14][15][16]
  • Im Oktober 2013 fand ein Relaunch von iversity.org als Plattform für Online-Lehre statt. Die Kursänderung erfolgte mit zehn Online-Kursen und 115.000 registrierten Nutzern.[17][18][19]
  • Im Januar 2014 legten Studierende auf iversity.org an den Partnerhochschulen des Unternehmens die ersten kostenpflichtigen Präsenzprüfungen ab, wodurch Iversity seine ersten Umsätze erzielte.
  • Im Juni 2016 meldet Iversity Insolvenz an.
  • Im August 2016 wurde Iversity von der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck GmbH übernommen.[20]
  • Im Oktober 2017 wurde Iversity von Springer Nature übernommen.[21]

Kurse

Massive Open Online Courses (MOOCs) beinhalten visuelle Elemente (Kurs-Videos, Animationen, Grafiken), interaktive Elemente (Simulationen) und schriftliche Materialien (wissenschaftliche Artikel).[22][23][24][25] Alle Elemente können beliebig häufig eingesehen werden. Lehrende und Studierende können in Diskussionsforen miteinander interagieren.[26] Mit Quizzen können Lehrende den Erfolg der Lernenden überprüfen.[27] Die meisten Kurse auf Iversity.org enden mit einer Klausur oder einem Abschlussprojekt. Klausuren können vor Ort oder online als fernbeaufsichtigte Prüfung abgelegt werden. Für manche angebotene Zertifikate fallen Kosten an.[28][29] Universitäten, die Kurse auf Iversity.org anbieten, können für deren Bestehen ECTS-Punkte vergeben. Dadurch können sich Studierende online erbrachte Credits auf ihr Präsenzstudium anrechnen lassen. Ein Zertifikat mit ECTS-Leistungspunkten wird üblicherweise nach Bestehen einer Präsenzprüfung ausgestellt.[30]

Bei der Kursproduktion arbeitet Iversity mit europäischen Universitäten und einzelnen Hochschuldozenten zusammen. Die Lehrenden produzieren ihren eigenen MOOC mit technischer Unterstützung des Plattform-Betreibers. Iversity arbeitet unter anderem mit folgenden Institutionen und Organisationen zusammen:

Geschäftsmodell

Iversity erzielt seine Umsätze aus dem Verkauf von Zertifikaten, die Studierende nach dem erfolgreichen Bestehen ihrer Kurse erhalten.[33] Diese Kurse werden für alle Arten von Lernenden angeboten, darunter Hochschulstudierende oder Angestellte. Iversity warb 5 Millionen € in Risikokapital einwerben. Die Investoren sind T-Venture, bmp media investors, BFB Frühphasenfonds, Masoud Kamali, Westtech Ventures, CRALS, Peter Zühlsdorf und Kontor B45. Dem Beirat von Iversity gehören Jörg Dräger und Édouard Husson an.

Einzelnachweise

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