Jack Soo
US-amerikanischer Schauspieler
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Jack Soo, geboren als Goro Suzuki (* 28. Oktober 1917 auf See im Pazifischen Ozean; † 11. Januar 1979 in Los Angeles, Kalifornien) war ein US-amerikanischer Schauspieler und Sänger japanischer Herkunft. Er gehörte zur Nisei-Generation.
Leben
Goro Suzuki (Jack Soo) war der Sohn japanisch-amerikanischer Eltern. Seine Eltern reisten von Kalifornien aus mit dem Schiff nach Japan, da sie wollten, dass er dort geboren wird. Sie hofften, rechtzeitig zur Geburt anzukommen. Allerdings kam Goro noch auf dem Schiff zur Welt, weshalb Oakland in Kalifornien als sein Geburtsort gilt.[1] Nach der Highschool arbeitete er eine Zeit lang als Landarbeiter und Melonenkäufer, bevor er sich an der University of California in Berkeley einschrieb und Englisch studierte. Während seines Studiums trat er in Nachtclubs in San Francisco als Komiker, Sänger und Moderator auf.
Während des Zweiten Weltkrieges wurde Goro Suzuki mit seiner Familie (aufgrund der Executive Order 9066) zunächst in das Tanforan Assembly Center und anschließend in das Topaz War Relocation Center eingewiesen. In Topaz zählte er zu den ersten freiwilligen Helfern, die das Lager für den Insassenzuzug vorbereiteten. Im Lager war er als Sänger und Entertainer bekannt und trat bei zahlreichen Veranstaltungen auf. Bereits im Juni 1943 wurde er aus dem Internierungslager entlassen und zog nach Cleveland, wo er als Metzger arbeitete und zugleich seine Bühnenlaufbahn weiterverfolgte.[1]
Nach dem Krieg nahm er den Künstlernamen „Jack Soo“ an. Seinen ersten größeren Karriereschritt machte er 1949, als er als Straight Man[2] für den Komiker Joey Bishop engagiert wurde. Anschließend kehrte er an die Westküste zurück und trat im Nachtclub Forbidden City in San Francisco mit einem Ensemble ausschließlich asiatisch-amerikanischer Künstler auf. Dort wurde er von Gene Kelly entdeckt, der ihn für die Broadway-Produktion von Flower Drum Song (Rogers und Hammerstein) engagierte. Er spielte zunächst die Rolle des Frankie Wing und später die zweite männliche Hauptrolle des Sammy Fong, die er auch in der Filmversion von 1961 übernahm. In den 1960er-Jahren war Jack Soo kontinuierlich in Film und Fernsehen tätig, unter anderem als zweitgenannter Hauptdarsteller in der kurzlebigen ABC-Sitcom Valentine’s Day (1964–1965).[1]
Seine bekannteste Rolle erhielt er 1975 als der japanisch-amerikanische Detective i in der erfolgreichen ABC-Sitcom Barney Miller. Die Zusammenarbeit kam über eine frühere Bekanntschaft mit dem Produzenten Danny Arnold zustande, mit dem Jack Soo bereits in den späten 1940er-Jahren in Cleveland als Komiker gearbeitet hatte. Die Serie machte ihn einem breiten Fernsehpublikum bekannt. Jack Soo starb 1979 während der fünften Staffel der Serie an Krebs. Jack Soo ist Thema der Dokumentation You Don’t Know Jack: The Jack Soo Story (2009) von Jeff Adachi.[3]
Filmografie (Auswahl)
- 1961: Mandelaugen und Lotosblüten (Flower Drum Song)
Literatur
- Hamamoto, Darrell Y.: Monitored Peril: Asian Americans and the Politics of TV Representation. Minneapolis: U of Minnesota P, 1994.
- Lewis, David H.: Flower Drum Songs: The Story of Two Musicals. Jefferson, NC: McFarland, 2006.
- Niiya, Brian, Hrsg.: Japanese American History: An A-to-Z Reference from 1868 to the Present. New York: FOF, 1993.