Jacoba Bicker

niederländische Kunstsammlerin From Wikipedia, the free encyclopedia

Jacoba Bicker (* 2. Januar 1640 in Amsterdam; † 29. Juni 1695 ebenda) stammte aus der Familie Bicker, einer der bedeutendsten Familien der Niederlande während des Goldenen Zeitalters.

Hochzeitsbild von Jacoba Bicker, 1664

Leben

Ehewappen De Graeff-Bicker

Jacoba Bicker wurde am 2. Januar 1640 geboren und am 4. Januar 1640 getauft. Sie war die Tochter von Bürgermeister Johan Bicker (1591–1653) und Agneta de Graeff van Polsbroek (1603–1656). Ihr Vater war ein Abkömmling von zwei der einflussreichsten Amsterdamer Geschlechter des Goldenen Zeitalters der Niederlande. Sie wuchs in einem Stadtpalais an der Keizersgracht auf. Ihre Schwestern verehelichten sich mit einflussreichen Persönlichkeiten: Elisabeth Bicker (1630–1660) heiratete den Waffenhändler Jacob Trip, Geertruid Bicker (1634–1702) ehelichte den reichen Bankier und Investor Jean Deutz, Cornelia Bicker (1638–1665), ehelichte ihren Cousin Gerard Bicker (I) van Swieten und Wendela Bicker (1635–1668) ehelichte Johan de Witt, den Ratspensionär von Holland.

Sie heiratete 1664 ihren Cousin Pieter de Graeff. Die Dichter Gerard Brandt und Joost van den Vondel nahmen an der Hochzeit in Ilpenstein teil, und auch De Witt wohnte der Hochzeit seiner Cousine und Nichte bei und hielt die Hochzeitsrede.[1]

Vondel sang über diese Ehe in dem Gedicht „Ter bruiloft van de welwaarde heer Peter de Graef, Jongkheer van Zuitpolsbroek en de welwaardele Miss Jakoba Bikker“ (Die Hochzeit des ehrenwerten Herren Peter de Graef, des jungen Herrn von Zuitpolsbroek und der ehrenwerten Frau Jakoba Bikker).[2] Aus dieser Ehe gingen drei lebensfähige Kinder hervor:

  • Cornelis de Graeff (1671–1719), Herr von Purmerland und Ilpendam; Kanoniker des Kapitels von St. Peter in Utrecht.
  • Johan de Graeff (1673–1714), Baron von Zuid-Polsbroek, verheiratet mit Johanna Hooft; Mitglied des Stadtrats und Sekretär von Amsterdam.
  • Agneta de Graeff, verheiratet mit Jan Baptiste de Hochepied

1663 wurde Jacoba Bicker zusammen mit ihrem Ehemann Pieter von Caspar Netscher und allein von Jürgen Ovens porträtiert. Wallerant Vaillant malte sie 1674, und Emanuel de Witte porträtierte sie 1678 zusammen mit Pieter und Tochter Agneta de Graeff. Nach dem Tod ihrer Schwester Wendela im Jahr 1668 wurden ihr Ehemann Pieter und ihr Schwager Jean Deutz zu Vormündern ihrer Neffen und Nichten ernannt und waren für die Verwaltung des Nachlasses zuständig.[3] 1695 zählte Jacoba Bicker zu den 250 reichsten Personen des Goldenen Zeitalters der Niederlande und verfügte über ein steuerpflichtiges Vermögen von 491.811 Gulden.[4]

Gemälde der Familie

Commons: Jacoba Bicker – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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