James Sallis

US-amerikanischer Schriftsteller, Poet, Kritiker, Redakteur, Musiker und Übersetzer From Wikipedia, the free encyclopedia

Leben

Sallis machte eine Ausbildung zum Atemtherapeuten und arbeitete in Intensivstationen an zahlreichen Kliniken.[2] Bereits zu Studienzeiten an der Tulane University in New Orleans konnte er erste Texte veröffentlichen. Nach dem Studium zog er erst nach Iowa und dann nach London. Dort entstand sein erstes Buch A Few Last Words, ein Band von Kurzgeschichten aus den Jahren 1967–1970. Er gab 1968/69 mit seinem Freund und Kollegen Michael Moorcock das Science-Fiction-Magazin New Worlds heraus. Sallis hat Raymond Queneau und Alexander Puschkin ins Englische übersetzt. Eine Biografie von Chester Himes erschien 2001. Er lebte mit seiner Frau Karyn in Phoenix (Arizona) und lehrte Kreatives Schreiben am Phoenix College.[2]

Bekannt wurde Sallis besonders durch seine sechs Bände umfassende Reihe um den schwarzen Privatdetektiv Lew Griffin. James Sallis wurde für mehrere bedeutende Literaturpreise nominiert, darunter für den Anthony Award, den Nebula Award, den Edgar Allan Poe Award, den Shamus Award sowie den Dagger Award. Nicolas Winding Refn verfilmte seinen Roman Driver unter dem Titel Drive mit Ryan Gosling als Hauptdarsteller und wurde 2011 bei den Filmfestspielen in Cannes mit dem Preis für die beste Regie ausgezeichnet.

Sallis war in zweiter Ehe verheiratet. Aus erster Ehe hatte er einen Sohn, der schon vor Sallis’ Tod verstorben war. Sallis’ Bruder war der ebenfalls schon verstorbene Philosoph John Sallis.[1]

Auszeichnungen

Bibliografie

Lew-Griffin-Reihe
  • The Long-Legged Fly (1992).
  • Moth (1993)
  • Black Hornet (1994)
  • Eye of the Cricket (1997)
  • Bluebottle (1999)
  • Ghost of a Flea (2001)
Romane
  • Renderings (1995)
  • Death Will Have Your Eyes (1997)
  • Cypress Grove (2003)
  • Drive (2005)
  • Cripple Creek (2006)
    • Dunkle Vergeltung. Übersetzt von Kathrin Bielfeldt und Jürgen Bürger. Heyne, München 2010. ISBN 978-3-453-43411-0
  • Salt River (2007)
  • The Killer is Dying (2011)
    • Der Killer stirbt. Übersetzt von Kathrin Bielfeldt und Jürgen Bürger. Liebeskind, München 2011. ISBN 978-3-935890-78-6
  • Driven (2012)
    • Driver 2. Übersetzt von Kathrin Bielfeldt und Jürgen Bürger. Liebeskind, München 2012. ISBN 978-3-935890-99-1
  • Others of My Kind (2013)
  • Willnot (2016)
    • Willnot. Übersetzt von Jürgen Bürger und Kathrin Bielfeldt. Liebeskind, München 2019. ISBN 978-3-95438-102-9
  • Sarah Jane (2019)
    • Sarah Jane. Übersetzt von Jürgen Bürger und Kathrin Bielfeldt. Liebeskind, München 2021. ISBN 978-3-95438-137-1
Sammlungen
  • A Few Last Words (1970)
  • Limits of the Sensible World (1994)
  • Time's Hammers: Collected Stories (2000)
  • Sorrow's Kitchen (2000)
  • A City Equal to My Desire (2004)
Sachliteratur
  • The Guitar Players: One Instrument and Its Masters in American Music (1982)
  • Difficult Lives: Jim ThompsonDavid GoodisChester Himes (1993)
  • Gently into the Land of the Meateaters (2000)
  • Chester Himes: A Life (2001)
Anthologien (als Herausgeber)
  • The War Book (1969)
    • Das Kriegsbuch. Science-fiction-Kurzgeschichten gegen den Krieg. Übersetzt von Thomas Schlück. Hammer, Wuppertal 1972. ISBN 3-87294-032-5
  • Jazz Guitars: An Anthology (1984)
  • The Guitar in Jazz (1996)
  • Ash of Stars: On the Writing of Samuel R. Delany (1996)

Verfilmungen

Literatur

Einzelnachweise

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