Jan Halbritter

deutscher Arzt, Nephrologe und Professor From Wikipedia, the free encyclopedia

Jan Peter Halbritter (* 1978 in Karlsruhe) ist ein deutscher Arzt, Nephrologe und Professor.

Leben

Halbritter wurde 1978 in Karlsruhe geboren. Im Juni 2006 promovierte er am Zentrum für Neurologie und Psychiatrie der Universität zu Köln mit einer Dissertation zum Thema Bedeutung des ereigniskorrelierten Potentiales Mismatch-Negativity (MMN) im Rahmen der Früherkennung schizophrener Psychosen zum Doktor der Medizin.[1] Von 2006 bis 2011 war er Arzt in Weiterbildung an der Klinik für Endokrinologie und Nephrologie der Universität Leipzig bei Michael Stumvoll. Im April 2011 wurde er Facharzt für Innere Medizin und erhielt im Juli 2011 die Zusatzbezeichnung in Notfallmedizin. Von 2008 bis 2009 war er zudem wissenschaftlich-ärztlicher Mitarbeiter zum Thema GWAS-Rekrutierung in eigenständiger Population der Sorben (Oberlausitz), von 2011 bis 2014 Postdoctoral Research Fellow an der Harvard Medical School in Boston und der University of Michigan in Ann Arbor in den Vereinigten Staaten (USA) zum Thema Genetik und Pathogenese der Ziliopathien.

Im Februar 2016 habilitierte Halbritter im Fachbereich Innere Medizin an der Universität Leipzig mit einer Habilitationsschrift zum Thema Ziliopathien und andere monogene Ursachen der chronischen Niereninsuffizienz[2] und erhielt die Lehrberechtigung. Im April 2016 erhielt er die Schwerpunktbezeichnung Nephrologie, war ab Juli 2016 Oberarzt an der Klinik für Endokrinologie und Nephrologie der Universität Leipzig, war ab August 2016 Nachwuchsgruppenleiter für Nephrogenetik mit Schwerpunkt Nephrolithiasis und renale Ziliopathien[3] und gründete das „Halbritter Lab Nephrogenetik“.

2021 wurde Halbritter auf eine Heisenberg-Professur an die Charité in Berlin berufen, woraufhin das Labor dorthin wechselte und die Bezeichnung zu „Arbeitsgruppe Halbritter Nephrogenetik“ wechselte. An der Charité wurde er Facharzt für Innere Medizin, Nephrologie und Notfallmedizin an der Medizinischen Klinik mit Schwerpunkt Nephrologie und Internistische Intensivmedizin.[4]

Halbritter ist Vorstandsmitglied des Max Rubner Centers für kardiovaskuläre-metabolische-renale Forschung der Charité in Berlin.[5] und Wissenschaftlicher Leiter des Zentrums für Seltene Nierenerkrankungen an der Medizinischen Klinik mit Schwerpunkt Nephrologie und Internistische Intensivmedizin an der Charité in Berlin. Seine Forschungsschwerpunkte sind die zugrundeliegenden Mechanismen der erblichen chronische Nierenerkrankungen wie der Zystenniere, der chronische Nierenerkrankungen unbekannter Herkunft und der Störungen der Nierenstein-Bildung.[6]

Im Juni 2025 wurde er, als Nachfolger von Gerd Walz, auf eine W3-Professur für Innere Medizin mit Schwerpunkt Nephrologie an die Medizinischen Fakultät der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg berufen.[7] Im Februar 2026 hat er den Berufung angenommen.[8] Er ist Ärztlicher Direktor der Klinik für Innere Medizin IV (Nephrologie und Allgemeinmedizin) des Universitätsklinikums Freiburg.[9]

Halbritter ist Mitglied des ärztlichen Beirats des Vereins für Selbsthilfe bei Primärer Hyperoxalurie[10] sowie des medizinischen Beirats der PKD (Polyzystische Nierenerkrankung) Familiäre Zystennieren.[11]

Einzelnachweise

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