Jehsen

Ortsteil der Stadt Münchberg im oberfränkischen Landkreis Hof From Wikipedia, the free encyclopedia

Jehsen (oberfränkisch: Gießn) ist ein Gemeindeteil der Stadt Münchberg im Landkreis Hof (Oberfranken, Bayern).[2] Jehsen liegt in der Gemarkung Markersreuth.[3] Zum Gemeindeteil Jehsen zählen die Einöden Jehsenmühle und Schotteneinzel.

Schnelle Fakten Stadt Münchberg ...
Jehsen
Koordinaten: 50° 14′ N, 11° 48′ O
Höhe: 566 m ü. NHN
Einwohner: 68 (25. Mai 1987)[1]
Postleitzahl: 95213
Vorwahl: 09251
Karte
Lage von Jehsen in Münchberg
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Geografie

Das Dorf besteht aus fünf Siedlungen. Die Hauptsiedlung liegt am Ulrichsbach, einem linken Zufluss der Sächsischen Saale. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt an Gottschalk vorbei, die Bundesautobahn 9 unterquerend nach Schwarzholzwinkel (1,7 km westlich) bzw. nach Schotteneinzel zur Staatsstraße 2461 (1,1 km südöstlich).[4]

Geschichte

Jehsen gehörte zu den Sieben freien Dörfer. 1374 verkaufte Hans von Sparneck u. a. diesen Ort an den Nürnberger Burggraf Friedrich V.[5]

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Jehsen und Jehsenmühle aus 20 Anwesen. Die Hochgerichtsbarkeit sowie die Dorf- und Gemeindeherrschaft stand dem bayreuthischen Stadtrichteramt Münchberg zu. Grundherren waren

  • die Gemeinde: 2 Tropfhäuser;
  • das Kastenamt Münchberg: 1 Mühle, 1 Hof, 4 Halbhöfe, 3 Viertelhöfe, 2 Dreiachtelhöfe, 4 Tropfhäuser;
  • die Hofkanzlei Bayreuth: 1 Hof, 1 Wohnung, 1 Tropfhaus.[6]

Von 1797 bis 1810 unterstand Jehsen dem Justiz- und Kammeramt Münchberg. Infolge des Ersten Gemeindeedikts wurde Jehsen dem 1812 gebildeten Steuerdistrikt Markersreuth und der zugleich entstandenen die Ruralgemeinde Markersreuth zugewiesen.[7] Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde Jehsen am 1. Mai 1978 nach Münchberg eingemeindet.[8]

Baudenkmäler

ehemalige Baudenkmäler
  • Haus Nr. 1: Eingeschossiger Wohnstallbau mit strohgedecktem Satteldach, wohl 18. Jahrhundert, Giebel verschalt.[10]
  • Haus Nr. 8: Zweigeschossiger Wohnstallbau mit Halbwalmdach, der Scheitelstein des Türsturzes bezeichnet „LS 1822“ (=Lorenz Seuß).[10]
  • Haus Nr. 15: Wohnstallbau mit Frackdach, wohl 18. Jahrhundert, Erdgeschoss massiv, Obergeschoss verschaltes Fachwerk.[10]

Einwohnerentwicklung

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
Jahr 179918121819186118711885190019251950196119701987
Einwohner 140134 *146151160147126951531029568
Häuser[11] 2123232020192220
Quelle [12][7][13][14][15][16][17][18][19][20][21][1]
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Religion

Jehsen ist bis heute nach St. Martin (Ahornberg) gepfarrt und seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt.[6][20]

Literatur

Commons: Jehsen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten

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