Jehsen
Ortsteil der Stadt Münchberg im oberfränkischen Landkreis Hof
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Jehsen (oberfränkisch: Gießn) ist ein Gemeindeteil der Stadt Münchberg im Landkreis Hof (Oberfranken, Bayern).[2] Jehsen liegt in der Gemarkung Markersreuth.[3] Zum Gemeindeteil Jehsen zählen die Einöden Jehsenmühle und Schotteneinzel.
Jehsen Stadt Münchberg | |
|---|---|
| Koordinaten: | 50° 14′ N, 11° 48′ O |
| Höhe: | 566 m ü. NHN |
| Einwohner: | 68 (25. Mai 1987)[1] |
| Postleitzahl: | 95213 |
| Vorwahl: | 09251 |
Lage von Jehsen in Münchberg | |
Geografie
Das Dorf besteht aus fünf Siedlungen. Die Hauptsiedlung liegt am Ulrichsbach, einem linken Zufluss der Sächsischen Saale. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt an Gottschalk vorbei, die Bundesautobahn 9 unterquerend nach Schwarzholzwinkel (1,7 km westlich) bzw. nach Schotteneinzel zur Staatsstraße 2461 (1,1 km südöstlich).[4]
Geschichte
Jehsen gehörte zu den Sieben freien Dörfer. 1374 verkaufte Hans von Sparneck u. a. diesen Ort an den Nürnberger Burggraf Friedrich V.[5]
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Jehsen und Jehsenmühle aus 20 Anwesen. Die Hochgerichtsbarkeit sowie die Dorf- und Gemeindeherrschaft stand dem bayreuthischen Stadtrichteramt Münchberg zu. Grundherren waren
- die Gemeinde: 2 Tropfhäuser;
- das Kastenamt Münchberg: 1 Mühle, 1 Hof, 4 Halbhöfe, 3 Viertelhöfe, 2 Dreiachtelhöfe, 4 Tropfhäuser;
- die Hofkanzlei Bayreuth: 1 Hof, 1 Wohnung, 1 Tropfhaus.[6]
Von 1797 bis 1810 unterstand Jehsen dem Justiz- und Kammeramt Münchberg. Infolge des Ersten Gemeindeedikts wurde Jehsen dem 1812 gebildeten Steuerdistrikt Markersreuth und der zugleich entstandenen die Ruralgemeinde Markersreuth zugewiesen.[7] Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde Jehsen am 1. Mai 1978 nach Münchberg eingemeindet.[8]
Baudenkmäler
- Ein Kreuzstein[9]
- ehemalige Baudenkmäler
- Haus Nr. 1: Eingeschossiger Wohnstallbau mit strohgedecktem Satteldach, wohl 18. Jahrhundert, Giebel verschalt.[10]
- Haus Nr. 8: Zweigeschossiger Wohnstallbau mit Halbwalmdach, der Scheitelstein des Türsturzes bezeichnet „LS 1822“ (=Lorenz Seuß).[10]
- Haus Nr. 15: Wohnstallbau mit Frackdach, wohl 18. Jahrhundert, Erdgeschoss massiv, Obergeschoss verschaltes Fachwerk.[10]
Einwohnerentwicklung
Religion
Jehsen ist bis heute nach St. Martin (Ahornberg) gepfarrt und seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt.[6][20]
Literatur
- Tilmann Breuer: Landkreis Münchberg (= Bayerische Kunstdenkmale. Band 13). Deutscher Kunstverlag, München 1961, DNB 450619397, S. 22.
- Johann Kaspar Bundschuh: Jehsen. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 3: I–Ne. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1801, DNB 790364301, OCLC 833753092, Sp. 6 (Digitalisat).
- Annett Haberlah-Pohl: Münchberg. Der Altlandkreis (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 39). Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 2011, ISBN 978-3-7696-6556-7.
- Otto Knopf: Thüringer Schiefergebirge, Frankenwald, Obermainisches Bruchschollenland : Lexikon. Ackermann-Verlag, Hof 1993, ISBN 3-929364-08-5, Sp. 260.
Weblinks
- Jehsen in der Ortsdatenbank von bavarikon, abgerufen am 28. Februar 2025.
- Jehsen in der Topographia Franconiae der Uni Würzburg, abgerufen am 28. Februar 2025.
- Jehsen im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie, abgerufen am 28. Februar 2025.
