Jeitendorf
Ortschaft im Bezirk Krems
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Jeitendorf (früher auch Jaittendorf oder Jaikendorf) ist eine Ortschaft und eine Katastralgemeinde der Marktgemeinde Lichtenau im Waldviertel im Bezirk Krems in Niederösterreich mit 90 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2025).[1] Bis Ende 1967 bildete der Ort eine selbständige Ortsgemeinde.[2]
| Jeitendorf (Dorf) Ortschaft Katastralgemeinde Jeitendorf | ||
|---|---|---|
| Basisdaten | ||
| Pol. Bezirk, Bundesland | Krems (KR), Niederösterreich | |
| Gerichtsbezirk | Krems an der Donau | |
| Pol. Gemeinde | Lichtenau im Waldviertel | |
| Koordinaten | 48° 31′ 6″ N, 15° 19′ 11″ O | |
| Höhe | 670 m ü. A. | |
| Einwohner der Ortschaft | 90 (1. Jän. 2025) | |
| Fläche d. KG | 4,43 km² (31. Dez. 2023) | |
| Statistische Kennzeichnung | ||
| Ortschaftskennziffer | 04266 | |
| Katastralgemeindenummer | 12020 | |
| Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; NÖGIS | ||
Geografie
Das Dorf entwässert über einen Zubringer in westlich vorüberfließenden Moniholzbach, einen Zufluss zum Purzelkamp. Der Moniholzbach bildet zugleich auch die Bezirksgrenze zum Bezirk Zwettl. Jeitendorf ist erreichbar über die Landesstraße L7055, von der in Erdweis die L7070 abzweigt und im Ort. Am 1. April 2020 umfasste die Ortschaft 38 Adressen.[3]
Geschichte
Im Jahr 1822 wurde der Ort als Dorf mit 26 Häusern genannt, das nach Niedergrünbach eingepfarrt war, wohin auch die Kinder eingeschult wurden. Die Herrschaft Rastenberg besaß die Ortsobrigkeit, besorgte die Konskription und hatte die Grundherrschaft inne. Die Landgerichtsbarkeit wurde von der Herrschaft Gföhl ausgeübt.[4]
Laut Adressbuch von Österreich waren im Jahr 1938 in der Ortsgemeinde Jeitendorf ein Gastwirt, zwei Gemischtwarenhändler, eine Sägewerk, ein Schmied und zahlreiche Landwirte ansässig.[5] Im Rahmen der Niederösterreichischen Kommunalstrukturverbesserung vereinigten sich per 1. Jänner 1968 die damaligen Ortsgemeinden Jeitendorf, Niedergrünbach und Obergrünbach.[2] Mit Wirkung vom 1. Jänner 1971 kam diese Gemeinde zur Marktgemeinde Lichtenau im Waldviertel.
Literatur
- Friedrich Wilhelm Weiskern: Topographie von Niederösterreich, in welcher alle Städte, Märkte, Dörfer, Klöster, Schlößer, Herrschaften, Landgüter, Edelsitze, Freyhöfe, namhafte Oerter u.d.g. angezeiget werden, welche in diesem Erzherzogthume wirklich angetroffen werden, oder sich ehemals darinnen befunden haben. Band 1: A–M. Druckerei Joseph von Kurzböck, Wien 1768, S. 281 (Ausgabe 1769; Jaikendorf in der Google-Buchsuche).
- Franz Xaver Schweickhardt: Darstellung des Erzherzogthums Österreich unter der Ens, durch umfassende Beschreibung aller Burgen, Schlösser, Herrschaften, Städte, Märkte, Dörfer, Rotten etc. etc., topographisch-statistisch-genealogisch-historisch bearbeitet und nach den bestehenden vier Kreis-Vierteln [alphabetisch] gereiht. [Teil:] Viertel Ober-Manhardsberg. 6 von 34 Bänden. 6. Band: Taures (Stiftsherrschaft Zwettl) bis Pöbring. Anton Benko, Wien 1841, S. 131 (Jaittendorf – Internet Archive).
- Ortsverzeichnis 2001 Niederösterreich (PDF; 4,8 MB), Statistik Austria, Wien 2005, ISBN 3-902452-42-0, S. 170.
