Jens Haustein

deutscher Germanist From Wikipedia, the free encyclopedia

Jens Haustein (* 23. September 1956 in Bad Segeberg) ist ein deutscher Germanist.

Leben

Von 1977 bis 1983 studierte er Germanistik und Geschichte in Göttingen, Freiburg im Breisgau und Berlin. Nach der Promotion 1986 in Göttingen und der Habilitation 1992 ebenda ist er seit 1993 Professor für germanistische Mediävistik in Jena. Seit 2017 ist er außerdem Vorsitzender des wissenschaftlichen Beirats der Wartburg-Stiftung.[1] Er ist ordentliches Mitglied der Sächsischen Akademie der Wissenschaften und seit 2013 korrespondierendes Mitglied der Göttinger Akademie. Er ist Mitherausgeber des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs und an der Edition des Österreichischen Bibelübersetzers beteiligt, zudem leitet er das DFG-Projekt zur Herausgabe der deutschen Schriften Heinrich Seuses. Zuletzt erschien die Ausgabe der Lieder Muskatbluts, zusammen herausgegeben mit Eva Willms.

Schriften (Auswahl)

  • Der Helden Buch. Zur Erforschung deutscher Dietrichepik im 18. und frühen 19. Jahrhundert. Tübingen 1989, ISBN 3-484-15058-0.
  • als Hrsg.: Goethe über das Mittelalter. Frankfurt am Main 1990, ISBN 978-3-458-32900-8.
  • Marner-Studien. Tübingen 1995, ISBN 3-484-89109-2.
  • als Hrsg. mit Eckhard Meineke und Norbert Richard Wolf: Septuaginta quinque. Festschrift für Heinz Mettke (= Jenaer germanistische Forschungen Neue Folge, Band 5). Heidelberg 1999.
  • Zum Verhältnis von exemplarischer Erzählung und Exempel an drei Beispielen aus der deutschen Literatur des Mittelalters. Vortrag, gehalten in der Plenarsitzung der Sächsischen Akademie der Wissenschaften am 14. Oktober 2005. Stuttgart 2006, ISBN 3-7776-1484-X.
  • als Hrsg. mit Regina D. Schiewer, Martin Schubert und Rudolf Kilian Weigand: Traditionelles und Innovatives in der geistlichen Literatur des Mittelalter. Stuttgart 2019, ISBN 3-17-037052-9.
  • Erzählte Heiligkeit. Poetologische und funktionale Überlegungen zur Verslegende ‚Das Leben der heiligen Elisabeth‘ und zu Johannes Rothes ‚Elisabethleben‘. Stuttgart 2022 (Sitzungsberichte der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig. Phil.-hist. Klasse, Bd. 142/6).
  • Briefwechsel zwischen den Brüdern Grimm und Wilhelm Wackernagel, hrsg. von J. H. In: Briefwechsel der Brüder Jacob und Wilhelm Grimm mit Theodor Georg von Karajan, Wilhelm Wackernagel, Johann Hugo Wyttenbach und Julius Zacher, hrsg. von Michael Gebhardt, Jens Haustein, Jürgen Jaehrling und Wolfgang Höppner. Stuttgart 2009 (Briefwechsel der Brüder Jacob und Wilhelm Grimm. Kritische Ausgabe in Einzelbänden. Bd. 4), S. 135–278.
  • Die ‚Jenaer Liederhandschrift‘. Codex – Geschichte – Umfeld. Hrsg. von J. H. und Franz Körndle. Berlin / New York 2010
  • Sangspruch – Spruchsang. Ein Handbuch. Hrsg. von Dorothea Klein, J. H. und Horst Brunner. Berlin/Boston 2019.
  • Spielformen des Lyrischen im Spätmittelalter. Hrsg. von J. H. und Dorothea Klein. Wiesbaden 2023 (Imagines medii aevi 57).
  • Traditionsbezüge in Harders ‚Goldenem Schilling‘. In: Spielformen des Lyrischen im Spätmittelalter, hrsg. von J. H. und Dorothea Klein. Wiesbaden 2023 (Imagines medii aevi 57), S. 189–196.
  • Dichternamenreime beim Teichner und anderswo. In: Reimkulturen des Mittelalters. Bedingungen – Verfahren – Bedeutungen, hrsg. von Claudia Lauer u. a. Heidelberg 2023, S. 271–280.
  • achtsam, wachsam und auch aufmerksam – Beobachtungen zur Wortgeschichte im Mittel- und Frühneuhochdeutschen. In: Aufmerksamkeit und Wachsamkeit. Praktiken und Semantiken in der mittelalterlichen Literatur und Frömmigkeit, hrsg. von Magdalena Butz [u. a.]. Berlin/Boston 2024 (Vigilanzkulturen / Cultures of Vigilance 8), S. 45–61.
  • Meine Burg? Deine Burg? Oder aber: Eine Burg für alle? Zum Selbstverständnis von Burgenbesitzern anhand zweier Beispiele aus dem 19. Jahrhundert. In: Wartburg.Sichten. Gedanken zur Zukunft des UNESCO-Welterbes Wartburg, hrsg. von Franziska Nentwig. Göttingen 2025 (Wartburg-Studien 1), S. 107–122.

Einzelnachweise

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