Jens Triebel
deutscher Kommunalpolitiker (parteilos), Oberbürgermeister von Suhl, Bergsteiger
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Jens Triebel (* 19. März 1969 in Suhl) ist ein parteiloser deutscher Kommunalpolitiker und war von 2006 bis 2018 Oberbürgermeister von Suhl.
Nach seiner Schulzeit an der Lauterschule in Suhl absolvierte Triebel von 1985 bis 1987 eine Berufsausbildung zum Werkzeugmacher im Elektrogerätewerk Suhl. Auf dem Sportgymnasium in Oberhof erlangte er 1992 die Hochschulreife, studierte anschließend Forstwissenschaft in Tharandt an der Technischen Universität Dresden. Im Rahmen seiner Diplomarbeit setzte er sich in umfangreichen literaturwissenschaftlichen und holzkundlichen Untersuchungen mit dem Mythos Mondholz auseinander. Die Ergebnisse wurden vielfach publiziert. Seine Dissertation im Bereich der Forstpolitik schloss der Diplomforstwirt 2002 erfolgreich ab. Danach war er Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Professur für Forst- und Holzwirtschaft Osteuropas.
Triebel trat als Einzelbewerber zur Kommunalwahl im Mai 2006 in Suhl an und gewann diese überraschend mit 52,7 Prozent der Stimmen im ersten Wahlgang.[1] Während der Kommunalwahlen am 22. April 2012 erlangte er mit 50,7 % erneut die absolute Mehrheit im ersten Wahlgang[2] und wurde damit im Amt bestätigt. Am 29. April 2018 unterlag er im zweiten Wahlgang der Kommunalwahlen gegen den CDU-Bewerber André Knapp.[3]
Sport
Triebel ist ein ambitionierter Kletterer, Alpinist und MTB-Fahrer. Er ist Vorsitzender der DAV Sektion Suhl. Neben zahlreichen Erstbegehungen im Thüringer Wald, z. B. am Falkenstein, in der Sächsischen Schweiz, z. B. Jubiläumsturm - Arena der Eitelkeiten „Xc“ (sächs.) zusammen mit Carsten Beichler im Jahr 2005, auf Sardinien an der Aguglia di Goloritzé sowie in Meteora/Griechenland gelangen ihm einige erfolgreiche alpine Unternehmungen:
- Eiger-Nordwand
- Pik Korschenewskaja (Pamir) 7105 m
- Huascarán (Anden) 6768 m
- Denali (Alaska) 6192 m
- Artesonraju (Anden) 6025 m
- Mount Logan (Kanada) 5959 m
- Alpamayo (Anden) 5947 m
und mehrere Wiederholungen von Bigwalls, z. B. am El Capitan (Yosemite National Park, Kalifornien) und Erstbegehungen von Bigwalls in der Brooks Range (Alaska).
2004 kehrte er kurz unterhalb des Gipfels des Nanga Parbat um.[4]
Sein bergsteigerisches Augenmerk war viele Jahre auf die Gebirge der ehemaligen Sowjetunion gerichtet. Veröffentlichungen hierzu finden sich in den Anthologien „Transit – illegal durch die Weiten der Sowjetunion“[5] und „BOCTOK - Reisen durch das ehemalige Sowjetreich“.[6]