Jerry Hey

US-amerikanischer Musiker From Wikipedia, the free encyclopedia

Jerry Hey (* 1950 in Dixon, Illinois) ist ein US-amerikanischer Musiker. Er spielt Trompete, Flügelhorn sowie Horn und ist als Arrangeur (insbesondere Horn-Arrangements) tätig.

Jerry Hey

Leben

Jerry Hey wuchs in einer musikinteressierten Familie auf. Sein Vater spielte Posaune, seine Mutter Klavier und seine zwei älteren Brüder Blechblasinstrumente. Jerry Hey erlernte früh das Trompetenspiel.[1] Als bedeutendsten Einfluss auf seine musikalische Entwicklung nennt er den Jazztrompeter Clifford Brown.[2] Hey wurde von Charlie Geyer, Trompeter beim Chicago Symphony Orchestra, unterrichtet.[3] Zudem studierte er 2,5 Jahre Musik an der Indiana University,[1] wo er ein Schüler von Bill Adam war.[4]

1971 ging Hey nach Hawaii, um dort in einer Band zu spielen. 1974 gründete er zusammen mit anderen Musikern die Fusion-Band OX, welche sich später in Seawind umbenannte. Nach vier Jahren kehrte Hey aus Hawaii zurück und ließ sich mit den anderen Bandmitgliedern in Los Angeles nieder.[1] Seawind veröffentlichte zwischen 1976 und 1980 vier Alben bei CTI Records, Horizon und A&M Records, an denen Hey mit Trompete, Flügelhorn und Horn mitwirkte.[5]

Neben seinen Auftritten und Aufnahmen mit Seawind arbeitete Hey als Studiomusiker. Er lernte Quincy Jones kennen und eine langjährige Zusammenarbeit begann. Unter anderem spielte Hey für Jones die erste Trompete in Killer Joe und die Titelmelodie der Fernsehserie Der Chef.[1] Über Jones kam Hey in Kontakt mit populären Musikern wie Michael Jackson, an dessen Alben Off the Wall (1979), Thriller (1982) und Bad (1987) er als Trompeter bzw. Flügelhornspieler mitwirkte. Weitere bekannte Künstler, für die er als Instrumentalist, Arrangeur oder Musikproduzent tätig war, sind unter anderem Al Jarreau, Barry Manilow, Frank Sinatra, Barbra Streisand, Jermaine Jackson und Earth, Wind & Fire.[1] Neben Jones arbeitete er auch mit dem Produzenten David Foster zusammen.[3]

Hey wurde mit sechs Grammy Awards ausgezeichnet, fünf davon als Arrangeur.[6] Einen Grammy-Award erhielt er 1984 für seinen Beitrag zum Soundtrack Flashdance, der den von ihm komponierten Song Imagination (Interpretation Laura Branigan) enthält. Bei der Oscarverleihung 1986 wurde er zusammen mit anderen Musikern, die an dem von Jones produzierten Soundtrack zu Die Farbe Lila mitarbeiteten, für einen Oscar in der Kategorie „Beste Filmmusik“ nominiert.[7] Hey wirkte an der Orchestration und Komposition eines Teils der Ouvertüre dieses Albums sowie als Arrangeur an zwei weiteren Tracks mit. Er war musikalisch an einer Reihe weiterer Filme beteiligt wie Zurück in die Zukunft, Forrest Gump, Dreamgirls und Selbst ist die Braut.[3]

2015 beendete Hey aus gesundheitlichen Gründen seine Laufbahn als Musiker.[1] Er hat einen Sohn, Andrew Hey, der als Toningenieur wiederholt mit ihm zusammenarbeitete.[2]

Auszeichnungen (Auswahl)

  • 1981: Grammy Award in der Kategorie „Best Instrumental Arrangement“ für Dinorah, Dinorah
  • 1982: Grammy Award in der Kategorie „Best Instrumental Arrangement Accompanying Vocal(s)“ für Ai No Corrida
  • 1983: Grammy Award in der Kategorie „Best Instrumental Arrangement Accompanying Vocal(s)“ für Rosanna
  • 1984: Grammy Award in der Kategorie „Best Album Of Original Score Written For A Motion Picture Or A Television Special“ für Flashdance
  • 1986: Nominierung für Oscar in der Kategorie „Beste Filmmusik“ für Die Farbe Lila[7]
  • 1991: Grammy Award in der Kategorie „Best Instrumental Arrangement Accompanying Vocal(s)“ für The Places You Find Love
  • 1991: Grammy Award in der Kategorie „Best Arrangement On An Instrumental“ für Birdland[6]
Commons: Jerry Hey – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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