Jessica Schilder
niederländische Kugelstoßerin
From Wikipedia, the free encyclopedia
Jessica Schilder (* 19. März 1999 in Volendam) ist eine niederländische Leichtathletin, die sich auf das Kugelstoßen spezialisiert hat. In dieser Disziplin wurde sie 2025 in Tokio Weltmeisterin sowie 2022 und 2024 Europameisterin.
| Jessica Schilder | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Nation | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Geburtstag | 19. März 1999 (27 Jahre) | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Geburtsort | Volendam, Niederlande | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Größe | 173 cm | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Karriere | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Disziplin | Kugelstoßen | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Bestleistung | 20,69 m | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Trainer | Hans Arnhard | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Status | aktiv | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Medaillenspiegel | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| letzte Änderung: 3. Dezember 2025 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Sportliche Laufbahn
Erste internationale Erfahrungen sammelte Jessica Schilder im Jahr 2015, als sie beim Europäischen Olympischen Jugendfestival in Tiflis mit einer Weite von 16,05 m mit der 3-kg-Kugel die Silbermedaille gewann. Im Jahr darauf erreichte sie bei den U20-Weltmeisterschaften in Bydgoszcz das Finale und erreichte dort mit 14,34 m Rang zwölf und 2017 wurde sie bei den U20-Europameisterschaften in Grosseto mit 15,99 m Fünfte. 2018 schied sie bei den U20-Weltmeisterschaften in Tampere ohne einen gültigen Versuch in der Qualifikation aus und im Jahr darauf wurde sie bei den U23-Europameisterschaften in Gävle mit einem Stoß auf 16,51 m Fünfte. 2020 stieß sie erstmals über 18 Meter und im Jahr darauf belegte sie bei den Halleneuropameisterschaften in Toruń mit einer Weite von 18,69 m den fünften Platz und erfüllte damit auch die Norm für die Olympischen Spiele in Tokio. Im Juli siegte sie bei den U23-Europameisterschaften in Tallinn mit einem Stoß auf 18,11 m und schied dann bei den Olympischen Spielen mit 17,74 m in der Qualifikationsrunde aus.
Im Februar 2022 stellte sie in Apeldoorn mit 19,72 m einen neuen niederländischen Hallenrekord mit der Kugel auf und gewann anschließend bei den Hallenweltmeisterschaften in Belgrad mit 19,48 m die Bronzemedaille hinter der Portugiesin Auriol Dongmo und Chase Ealey aus den Vereinigten Staaten. Mitte Juni siegte sie mit 19,19 m beim Kladno hází a Kladenské Memoriály und wurde bei den Bislett Games mit 19,46 m Zweite. Anschließend erreichte sie bei den Weltmeisterschaften in Eugene das Finale und gewann dort mit neuem Landesrekord von 19,77 m die Bronzemedaille hinter Chase Ealey und der Chinesin Gong Lijiao. Im August wurde sie beim Memoriał Kamili Skolimowskiej mit 19,84 m Zweite und anschließend siegte sie mit Landesrekord von 20,24 m bei den Europameisterschaften in München. Im Jahr darauf belegte sie bei den Halleneuropameisterschaften in Istanbul mit 18,29 m den fünften Platz. Ende Mai wurde sie beim Meeting International Mohammed VI d’Athlétisme de Rabat mit 18,85 m Zweite und anschließend gelangte sie bei der 1. Liga der Team-Europameisterschaft im Zuge der Europaspiele in Chorzów mit 18,27 m auf Rang vier. Im August belegte sie bei den Weltmeisterschaften in Budapest mit 19,26 m im Finale den achten Platz. 2024 verbesserte sie den niederländischen Rekord auf 20,34 m[1] und reiste damit als Weltjahresbeste zu den Hallenweltmeisterschaften in Glasgow, bei denen sie mit 19,37 m aber eine Medaille verpasste und den fünften Platz belegte. Anfang Juni wurde sie bei der Bauhaus-Galan mit 19,08 m Dritte und anschließend verteidigte sie bei den Europameisterschaften in Rom mit 18,77 m ihren Titel. Im August belegte sie bei den Olympischen Spielen in Paris mit 18,91 m im Finale den sechsten Platz, ehe sie beim ISTAF Berlin mit 19,70 m siegte.
2025 warf sie in der Halle zwei Mal über 20 Meter und siegte dann Anfang März mit neuem Landesrekord von 20,69 m bei den Halleneuropameisterschaften in Apeldoorn.[2] Zwei Wochen darauf gewann sie bei den Hallenweltmeisterschaften in Nanjing mit 20,07 m die Silbermedaille hinter der Kanadierin Sarah Mitton. Ende April siegte sie mit 20,47 m bei der Xiamen Diamond League und wurde kurz darauf in Shaoxing mit 19,77 m Zweite. Ende Juni siegte sie mit 20,14 m bei der 1. Liga der Team-Europameisterschaft in Madrid und siegte im Juli mit 20,39 m beim Herculis sowie mit 19,66 m auch in Chorzów. Anschließend wurde sie beim Memorial van Damme mit 19,58 m und siegte mit 20,26 m bei Weltklasse Zürich und entschied damit die Gesamtwertung der Diamond League. Im September sicherte sie sich bei den Weltmeisterschaften in Tokio mit einer Weite von 20,29 m im Finale den Weltmeistertitel.[3] Im November wurde sie zur niederländischen Leichtathletin des Jahres gekürt.[4]
In den Jahren von 2020 bis 2024 wurde Schilder niederländische Meisterin im Kugelstoßen im Freien sowie von 2020 bis 2025 auch in der Halle.
Weblinks
- Jessica Schilder in der Datenbank von World Athletics (englisch)
- Jessica Schilder in der Datenbank von Olympedia.org (englisch)