Jeumont

französische Gemeinde From Wikipedia, the free encyclopedia

Jeumont ist eine französische Gemeinde mit 10.160 Einwohnern (Stand 1. Januar 2023) im Département Nord in der Region Hauts-de-France. Die Einwohner werden Jeumontois genannt.

Schnelle Fakten
Jeumont
Jeumont (Frankreich)
Jeumont (Frankreich)
Staat Frankreich Frankreich
Region Hauts-de-France
Département (Nr.) Nord (59)
Arrondissement Avesnes-sur-Helpe
Kanton Maubeuge
Gemeindeverband Maubeuge Val de Sambre
Koordinaten 50° 18′ N,  6′ O
Höhe 122–201 m
Fläche 10,21 km²
Einwohner 10.160 (1. Januar 2023)
Bevölkerungsdichte 995 Einw./km²
Postleitzahl 59460
INSEE-Code
Website http://www.mairie-jeumont.fr/

Blick dorch die Rue Hector Despret in Richtung Kirche St. Martin
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Geografie

Jeumont liegt neun Kilometer nordöstlich von Maubeuge an der Grenze zu Belgien. Teilweise verläuft die Grenze zur belgischen Gemeinde Erquelinnes entlang beidseitig bebauter Straßenzüge. Der Fluss Sambre verläuft kanalisiert durch Jeumont.

Geschichte

In gallo-römischer Zeit lag Jeumont an der Römerstraße von Bavay (Bagacum Nerviorum) nach Trier (Augusta Treverorum). Der Name der Stadt ist abgeleitet von Iovis mons, „Jupiterberg“.

Im 13. Jahrhundert war der Ort Lehen der Seigneurs von Barbençon (heute Teil von Beaumont), die eine Burg erbauten, von der nur Ruinen erhalten sind.

Bevölkerungsentwicklung

Jahr19621968197519821990199920112020
Einwohner966010.17810.12011.66111.04810.775970310.447
Quellen: Cassini und INSEE

Politik

Jeumont gehört zum Gemeindeverband Maubeuge Val de Sambre. Seit 1973 besteht eine Städtepartnerschaft mit der saarländischen Stadt Wadern, die von den Stadtteilen Krettnich und Lockweiler betreut wird.

Sehenswürdigkeiten

Die Ruinen einer mittelalterlichen Burg in der rue du Château (Burgstraße) sind seit 1997 in das Zusatzverzeichnis der Monuments historiques (historische Denkmale) eingetragen.[1]

Die Kirche Saint-Martin wurde im 18. Jahrhundert anstelle einer älteren Kirche erbaut. In der Kirche befinden sich mehrere Objekte, die als Monument historique klassifiziert sind, darunter die Grabplatte eines Pfarrers, der 1494 verstarb, die Grabplatte eines Seigneurs und seiner Frau aus der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts und die Grabplatte von Jean de Kessel, Vogt von Jeumont, der 1700 verstarb und seiner Frau Anne de La Biche.[2]

Siehe auch: Liste der Monuments historiques in Jeumont

Wirtschaft

In Jeumont werden elektrische Maschinen, Motoren und Kabel hergestellt und Marmor bearbeitet.[3] Früher erschloss die Werksbahn der Carrières Watissart die südlich der Stadt gelegenen Marmor- und Quarzitsteinbrüche.

Persönlichkeiten

Literatur

  • Le Patrimoine des Communes du Nord. Flohic Editions, Band 2, Paris 2001, ISBN 2-84234-119-8, S. 1237–1238.
Commons: Jeumont – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

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