Jimmy Kaparos
niederländischer Fußballspieler
From Wikipedia, the free encyclopedia
Jimmy Adrian Kaparos (* 25. Dezember 2001 in Arnhem, Niederlande) ist ein niederländisch-dominikanischer Fußballspieler. Der Mittelfeldspieler steht bei Patro Eisden Maasmechelen in der belgischen Division 1B unter Vertrag. Zuvor spielte er in Deutschland unter anderem beim FC Schalke 04 und bei Rot-Weiss Essen.
| Jimmy Kaparos | ||
| Personalia | ||
|---|---|---|
| Geburtstag | 25. Dezember 2001 | |
| Geburtsort | Arnhem, Niederlande | |
| Größe | 187 cm | |
| Position | Defensives Mittelfeld | |
| Junioren | ||
| Jahre | Station | |
| 2006–2011 | ESCA Arnhem | |
| 2012–2014 | FSV Waiblingen | |
| 2014–2017 | VfB Stuttgart | |
| 2017–2020 | FC Schalke 04 | |
| Herren | ||
| Jahre | Station | Spiele (Tore)1 |
| 2020–2022 | FC Schalke 04 II | 55 (1) |
| 2021 | FC Schalke 04 | 1 (0) |
| 2022–2023 | PEC Zwolle | 5 (0) |
| 2022–2023 | PEC Zwolle U21 | 14 (2) |
| 2023–2024 | FC Schalke 04 II | 30 (4) |
| 2024 | FC Schalke 04 | 1 (0) |
| 2024–2025 | Rot-Weiss Essen | 28 (0) |
| 2025– | Patro Eisden Maasmechelen | 6 (1) |
| Nationalmannschaft | ||
| Jahre | Auswahl | Spiele (Tore) |
| 2025– | Dominikanische Republik | 5 (1) |
| 1 Angegeben sind nur Ligaspiele. Stand: 28. Dezember 2025 | ||
Karriere
Im Verein
Kaparos, dessen Mutter aus der Dominikanischen Republik kommt, wurde in der niederländischen Stadt Arnhem in der Provinz Gelderland unweit der deutschen Grenze geboren. Dort begann er im Alter von vier Jahren auch das Fußballspielen bei der ESCA Arnhem. Da sein Vater in Stuttgart wohnte und die Mutter wollte, dass ihr Sohn in der Nähe von ihm aufwächst, zog Kaparos mit seiner Mutter nach Deutschland.[1] Angekommen in der Bundesrepublik, spielte er für den FSV Waiblingen. Dort fiel er Scouts des VfB Stuttgart auf, sodass er 2014 in die Nachwuchsabteilung des Vereins wechselte.[2] Beim VfB durchlief der Niederländer weitere Jugendmannschaften, ehe er 2017 ins Nachwuchsleistungszentrum des FC Schalke 04 wechselte.[3] Hier durchlief er alle weiteren Jugendabteilungen und war sowohl in der U17-Bundesliga als auch in der U19-Bundesliga Stammspieler für die Königsblauen.[4] In der Saison 2020/21 spielte er für die 2. Mannschaft des FC Schalke 04 in der Regionalliga West. Dort gab er am 16. September 2020 sein Debüt beim 1:0-Sieg gegen den FC Wegberg-Beeck. In den folgenden Spielen entwickelte sich Kaparos zum Stammspieler der Mannschaft, der fast immer über 90 Minuten zum Einsatz kam.[5][6] Aufgrund seiner guten Leistungen durfte er ab Anfang 2021 auch mit der Profimannschaft der Bundesliga unter Trainer Dimitrios Grammozis trainieren.[7] Am 8. Mai 2021 stand er auch erstmals im Kader eines Bundesligaspiels. Bei der 2:4-Niederlage der Schalker gegen die TSG 1899 Hoffenheim wurde er in der 73. Spielminute für Amine Harit eingewechselt und gab somit sein Profidebüt.[8] Schalke stand zu diesem Zeitpunkt schon als Absteiger aus der Bundesliga fest. In der Saison 2021/22 blieb Kaparos wichtiger Bestandteil der zweiten Mannschaft in der Regionalliga West und kam dort auf 29 Einsätze und einem Tor im Spiel gegen den FC Wegberg-Beeck am 4. September 2021, kam jedoch zu keinem weiteren Einsatz in der ersten Mannschaft.
Daraufhin wechselte Kaparos im Sommer 2022 zum PEC Zwolle, der in der Vorsaison aus der Eredivisie in die Eerste Divisie abgestiegen war.[9][10] Dort gab er am 7. August 2022 beim 2:1-Sieg gegen De Graafschap sein Debüt, bei dem er in der 89. Spielminute für Apostolos Vellios eingewechselt wurde. In der Hinrunde stand Kaparos zwar stets im Spieltagskader seines Vereins, kam jedoch nur auf wenige Kurzeinsätze. Daneben wurde er auch in der U-21 seines Vereins in der U-21-Divisie eingesetzt. Insgesamt kam er in der Saison 2022/23 nur in fünf Spielen für die erste Mannschaft von Zwolle zum Einsatz.[11]
Zur Saison 2023/24 kehrte Kaparos daraufhin zur zweiten Mannschaft des FC Schalke 04 zurück.[12] Dort etablierte er sich wieder sofort zum Stammspieler. In der Vorbereitung auf die Rückrunde wurde er daraufhin von Cheftrainer Karel Geraerts in den Kader für das Wintertrainingslager der ersten Mannschaft berufen.[13] Fortan trainierte er zumeist mit den Profis, Ende März 2024 stand in der 2. Bundesliga im Spieltagskader, wurde allerdings nicht eingesetzt.[14] Am letzten Spieltag der Saison kam er schließlich bei der 0:2-Niederlage gegen Greuther Fürth zu einem Kurzeinsatz in der 2. Bundesliga.[15]
Im Sommer 2024 wechselte er zu Rot-Weiss Essen.[16] Dort wurde er zu Saisonbeginn auf Anhieb Stammspieler in der Elf von Trainer Christoph Dabrowski. Im Verlauf der Saison verlor er jedoch seinen Stammplatz und kam fortan nur noch als Rotationsspieler zum Einsatz. Nachdem er sich Ende der Saison 2024/25 mit dem neuen Essener Trainer Uwe Koschinat überworfen hatte, wurde er in den Kader der zweiten Mannschaft in der Bezirksliga Niederrhein strafversetzt.[17] Im September 2025 wurde der Vertrag in Essen aufgelöst.[18]
Daraufhin schloss sich Kaparos kurze Zeit später den Patro Eisden Maasmechelen in der zweitklassigen belgischen Division 1B an.[19] Er debütierte am 26. September 2025 beim 4:1-Sieg gegen die zweite Mannschaft des KRC Genk, bei dem er direkt sein erstes Tor für die neue Mannschaft erzielen konnte.[20] In der folge blieb er Stammspieler der Mannschaft, ehe er ab November 2025 von einer Knieverletzung ausgebremst wurde.[21]
In der Nationalmannschaft
Da Kaparos Mutter aus der Dominikanischen Republik stammt, ist er auch für die dortige Nationalmannschaft spielberechtigt. Im Juni 2025 wurde er von Nationaltrainer Marcelo Neveleff erstmals in den Kader der Auswahlmannschaft berufen und gab direkt am 11. Juni 2025 beim 5:0-Sieg gegen Dominica sein Länderspieldebüt, bei dem er außerdem sein erstes Tor erzielen konnte.[22] Anschließend nahm er mit seiner Mannschaft am CONCACAF Gold Cup in den USA und Kanada teil, bei dem er in allen drei Gruppenspielen zum Einsatz kam, mit seiner Mannschaft jedoch nur einen Punkt holen konnte und somit nach der Gruppenphase ausschied.[23]
Erfolge
Weblinks
- Jimmy Kaparos in der Datenbank von weltfussball.de
- Jimmy Kaparos in der Datenbank von transfermarkt.de