Jochen Aue

deutscher Maler und Grafiker From Wikipedia, the free encyclopedia

Leben und Werk

Nach Abschluss der Grundschule absolvierte Aue ab 1952 eine Lehre als Dekorationsmaler und arbeitete bis 1958 in diesem Beruf. In dieser Zeit besuchte er auch Malkurse an der Volkshochschule. Von 1958 bis 1961 studierte er an der Fachschule für angewandte Kunst Magdeburg. Anschließend war er bis 1963 in der Abteilung Kultur des Rates des Bezirks Magdeburg als Oberreferent für bildende Kunst und Denkmalpflege tätig und arbeitete daneben als Leiter eines Malzirkels im Magdeburger Ernst-Thälmann-Werk. Ab 1963 war Aue in Magdeburg freischaffender Maler und Grafiker. Von 1964 bis 1978 hielt er sich häufig an der Ostsee auf, vor allem am Kap Arkona, auf Mönchgut und der Insel Hiddensee und jedes Jahr auf dem Darß. Aue hatte in der DDR eine bedeutende Zahl von Einzelausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen, u. a.1967/1968 und von 1977 bis 1988 an der VI. Deutschen Kunstausstellung und der VIII. bis X. Kunstausstellung der DDR in Dresden.[1]

Aue war nicht nur bildender Künstler, sondern galt auch als auch ein angesehener Paläontologe.

Mitgliedschaften

Ehrungen

Museen und öffentliche Sammlungen mit Werken Aues (unvollständig)

Weitere Werkbeispiele

Gouachen (Auswahl)

  • Nebel bei Cap Arkona (1966, Stralsund Museum)[4]
  • Magdeburger Stadtansicht (1971, 27 × 40 cm; Museum Schloss Bernburg)[5]
  • Dorfausgang in den Karpaten (1974; auf der VIII. Kunstausstellung der DDR)[6]
  • Magdeburger Börde (1977; auf der VIII. Kunstausstellung der DDR)[7]
  • Blick auf Magdeburg (1978, Gouache und Pastell; Otto-Dix-Haus Gera)[6]
  • Frühjahrsüberschwemmung an der Elbe (1979, Gouache und Pastell; auf der IX. Kunstausstellung der DDR)[8]
  • Abendliche Weichsel (1980, Gouache und Pastell; Otto-Dix-Haus Gera)[6]

Grafik (Auswahl)

  • Magdeburger Kirchen (sechs Holzschnitte, 1970: u. a. im Kupferstichkabinett Berlin)
  • Gehöft hinter Bäumen (Kaltnadelradierung, 1966; auf der VI. Kunstausstellung der DDR)[9]
  • Rügen-Landschaft (1968, Holzschnitt; u. a. im Kupferstichkabinett Dresden)[4]

Einzelausstellungen (unvollständig)

  • 1967: Greifswald, Museum der Stadt Greifswald
  • 1970: Magdeburg, Kulturhistorisches Museum (mit Werner Stötzer)
  • 1971: Dresden, Kunstausstellung Kühl (Gemälde und Graphik; mit Alfred Mörstedt)
  • 1971: Bernburg, Museum im Schloss (mit Fritz Müller und Manfred Gabriel)
  • 1972: Ahrenshoop, Bunte Stube
  • 1973: Stendal, Winckelmann-Museum (mit Manfred Gabriel)
  • 1982: Magdeburg, Kleine Galerie (Gouachen, Aquarelle)
  • 1989: Warnemünde, Galerie am Meer („Ostseelandschaft“. Aquarelle, Gouachen, Zeichnungen)
  • 2001: Mühlhausen (Thüringen), Galerie am Entenbühl

Postum

  • 2007: Wernigerode, Wernigeröder Kunst- und Kulturverein
  • 2013: Magdeburg, Literaturhaus[10]
  • 2017: Wernigerode, Galerie 1530 (Malerei und Zeichnung)[11]

Literatur

  • Heinrich Schierz: Suchen nach dem eigenen Weg. In: Bildende Kunst, Berlin; 1966, Heft 12, S. 635–637
  • Jochen Aue: Ostseebilder: Aquarelle und Zeichnungen aus den Jahren 1981–1986. Rat des Bezirkes Magdeburg, 1987
  • Aue, Jochen. In: Dietmar Eisold (Hrsg.): Lexikon Künstler in der DDR. Verlag Neues Leben, Berlin 2010, ISBN 978-3-355-01761-9, S. 35

Publizistik zur Paläontologie (Auswahl)

  • Ein Vorkommen oberoligozäner Mergel im nördlichen Sachsen-Anhalt. in Arbeitskreis Paläontologie Hannover Zeitschrift für Amateur-Paläontologen. 31. Jahrgang 2003 Heft l
  • Der Steinbruch Hoppenstedt – ein schöner alter Aufschluß in der subherzynen Kreidemulde des nördlichen Harzvorlandes. in Arbeitskreis Paläontologie Hannover Zeitschrift für Amateur-Paläontologen. 32. Jahrgang 2004 Heft 4
  • Der Salzberg bei Quedlinburg am Harz. in Arbeitskreis Paläontologie Hannover Zeitschrift für Amateur-Paläontologen. 35. Jahrgang 2007 Heft 1

Einzelnachweise

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