Jochen Hellbeck

deutscher Osteuropahistoriker From Wikipedia, the free encyclopedia

Jochen Hellbeck (* 1966 in Bonn) ist ein deutscher Osteuropahistoriker.

Leben

Hellbeck studierte Geschichte und Slawistik in Bonn, Berlin, Leningrad, Bloomington und New York. Er ist Professor an der Rutgers University im US-Bundesstaat New Jersey, wo er seit 2003 tätig ist.[1] Er forscht schwerpunktmäßig zur kulturellen, politischen und geistigen Geschichte der Sowjetunion, insbesondere während des Zweiten Weltkriegs und des Kalten Krieges. Seine unter dem Titel Die Stalingrad-Protokolle 2012 vorgelegte Auswertung Hunderter Interviews mit Rotarmisten zur Schlacht von Stalingrad (1942/43) fand eine breite Rezeption.[2]

Schriften

Der deutsche Vernichtungskrieg gegen die Sowjetunion (2025)
  • (Hrsg.): Stepan F. Podlubnyj: Tagebuch aus Moskau 1931–1939. Deutscher Taschenbuchverlag, München 1996, ISBN 3-423-02971-4
  • Jochen Hellbeck; Klaus Heller (Hrsg.): Autobiographical practices in Russia. Unipress, Göttingen 2004, ISBN 3-89971-192-0.
  • Revolution on My Mind. Writing a Diary under Stalin. Harvard University Press, Cambridge 2006[3]
  • Die Stalingrad-Protokolle. Sowjetische Augenzeugen berichten aus der Schlacht. Übersetzung der Protokolle aus dem Russischen von Christiane Körner und Annelore Nitschke. S. Fischer, Frankfurt a. M. 2012, ISBN 978-3-10-030213-7.
  • World Enemy # 1: Nazi Germany, Soviet Russia, and the Fate of the Jews. Penguin Press, 2025
    • Ein Krieg wie kein anderer. Der deutsche Vernichtungskrieg gegen die Sowjetunion. Eine Revision. Aus dem Englischen von Karin Hielscher. S.Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2025, ISBN 978-3-10-397050-0

Einzelnachweise

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