John Campbell of Strachur
General der British Army
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John Campbell of Strachur (* 1727 in Argyll, Schottland; † 28. August 1806 ebenda) war ein General der British Army. Campbell kommandierte die britischen Truppen bei der Schlacht um Pensacola und war von 1783 bis 1787 Oberbefehlshaber in Nordamerika (Commander-in-Chief, North America).

Vita
Herkunft
Er entstammte der Linie Campbell of Strachur des Clan Campbell und war ein Sohn des Admirals John Campbell, 16. Laird von Strachur in Argyll. Im Juni 1745 trat er als Lieutenant der Earl of Loudoun’s Highlanders in die britische Armee ein.
Frühe Militärkarriere
Während des Jakobitenaufstands 1745–1746 kämpfte er unter anderem in der Schlacht bei Culloden, in welcher er verwundet wurde. Campbell diente 1747 während des Österreichischen Erbfolgekriegs in Flandern, wo er im selben Jahr zum Captain befördert wurde. Nach dem Frieden von Aachen 1748 wurde Campbell unter Halbsold vom aktiven Militärdienst freigestellt.
Siebenjähriger Krieg
Im Jahre 1756 wurde Campbell anlässlich des Siebenjährigen Krieges zur Waffe gerufen und trat dem 42nd (Royal Highland) Regiment of Foot (The Black Watch) bei. Er diente unter Colonel James Wolfe.
Während des Franzosen- und Indianerkrieges wurde er bei der Schlacht um Fort Carillon verwundet. Später wurde er zum Major des 17th Regiment of Foot ernannt. Campbell nahm als Lieutenant-Colonel und Kommandeur dieses Regiments im Februar 1762 an der Invasion von Martinique und Havanna teil.
57th Regiment of Foot
Ab dem 1. Mai 1773 war Campbell Lieutenant-Colonel und Kommandeur des 57th Regiment of Foot. Dieses war in Irland stationiert und verließ Cork unter Campbell im Dezember 1775, um in der Amerikanischen Revolution zu kämpfen.[1]
Amerikanische Revolution
Campbell und sein Regiment landeten im Mai 1776 in North Carolina und attackierten Charleston und Sullivan’s Island in South Carolina. Sie schafften es nicht, Sullivan‘s Island zu erobern. Im Juli schickte man Campell mit seinem Regiment nach Staten Island, New York. Weiter eroberte er das Fort Paulus Hook, das im Verlauf des Krieges weitgehend britisch blieb. Am 6. Oktober 1777 nahmen er und sein Regiment an der Eroberung von Fort Montgomery teil. An diesem Tag hatte das 57th Regiment viele Verluste zu verzeichnen. Danach wurde Campbell nach Pensacola geschickt und erhielt den Rang des Brigadier-General. Nach seiner Ankunft in Pensacola befahl er seinen Truppen, ein Fort am Mississippi zu bauen. Des Weiteren fragte Campbell Verstärkung an und erhielt loyalistische Truppen aus Pennsylvania und Maryland, dazu indigene Truppen und einen Kavallerieverband. Im März 1779 wurde er Oberbefehlshaber aller Truppen in Westflorida im Range eines Major-General.
Als Spanien Großbritannien den Krieg erklärte, gestattete man Campbell, einen Angriff auf das spanische New Orleans zu planen. Seine Pläne scheiterten jedoch an General Bernardo de Gálvez y Madrid, einem patriotischen Unterstützer, der weite Teile Westfloridas einnahm, sodass Campbell New Orleans nicht erreichte. Im März 1781 begann die Schlacht um Pensacola und Campbell schaffte es, das dortige Fort George ohne Unterstützung von Artillerie oder Marine bis April zu halten. Im April erschienen jedoch weitere spanische und französische Truppen. Spanische Artillerie bombardierte das Fort, sodass sich Campbell am 10. Mai 1781 ergab. General Gálvez y Madrid erlaubte ihm und seinen Truppen, nach New York zurückzukehren. Dort blieb Campbell bis zum Frieden von Paris im Jahre 1783.
Von 1783 bis 1787 war er Oberbefehlshaber der britischen Truppen in Nordamerika. Er kehrte anschließend nach Schottland zurück und starb dort am 28. August 1806 in Argyll.[2]