Jonas Gabler

deutscher Politikwissenschaftler From Wikipedia, the free encyclopedia

Jonas Tillmann Gabler (* 12. Oktober 1981 in Berlin) ist ein deutscher Sachbuchautor.

Leben und Wirken

Gabler studierte bis 2008 an der Freien Universität Berlin und absolvierte ein Auslandssemester an der Universität Mailand. Seine Diplom-Arbeit trägt den Titel Ultrakulturen und Rechtsextremismus – Fußballfans in Deutschland und Italien. Seit dem Studium arbeitet er als freier Publizist zu den Themen Fankultur, Ultras, Diskriminierung und Antidiskriminierung.

Durch sein 2010 veröffentlichtes Buch Die Ultras – Fußballfans und Fußballkulturen in Deutschland bekam er große bundesweite Aufmerksamkeit, führte mehrere Lesereisen durch und wurde auch in Fernsehsendungen, wie dem Aktuellen Sportstudio des ZDF eingeladen.[1] Auf Grund seiner zumeist fanfreundlichen Positionen[2][3] konnte er auch Artikel in dem deutschlandweiten Fanzine Blickfang Ultra veröffentlichen[4] und wurde von verschiedenen Ultra-Gruppierungen zu Lesungen eingeladen.[5]

Von 2012 bis Oktober 2015 war er u. a. mit Gunter A. Pilz in der Kompetenzgruppe „Fankultur und Sport bezogene Soziale Arbeit“ (KoFaS) an der Universität Hannover tätig.[6] Anschließend wurde er Geschäftsführer der ausgegründeten KoFaS gGmbH.[7] Zuvor war er auch als Leiter von historischen Führungen beim Verein Berliner Unterwelten aktiv.[8] Er ist Fan von Hertha BSC.[9]

Publikationen

Monographien

  • 2010 Die Ultras – Fußballfans und Fußballkulturen in Deutschland, Köln: Papyrossa Verlag.
  • 2009 Ultrakulturen und Rechtsextremismus – Fußballfans in Deutschland und Italien, Köln: Papyrossa Verlag.

Herausgeberschaft

  • 2015 Für Respekt im Sport: Gunter A. Pilz – zwischen Graugänsen, Streithähnen und Zaunkönigen. Hg.: Franciska Wölki-Schumacher, Robert Claus, Gerd Dembowski, Jonas Gabler, Daniel Kirchhammer, Olaf Zajonc
  • 2015 Zurück am Tatort Stadion: Diskriminierung und Antidiskriminierung in Fußball-Fankulturen. Hg.: Martin Endemann, Robert Claus, Gerd Dembowski, Jonas Gabler

Zeitschriftenbeiträge

  • 2012 Sind Ultras rechtsextrem? In: Netz gegen Nazis.[10]
  • 2012 Rechtsradikalismus und Rassismus in der Fußballfankultur in Deutschland. In: Rundbrief der AG Rechtsextremismus / Antifaschismus beim Bundesvorstand der Partei Die Linke
  • 2011 Fußball als Männerbund – Die Rolle der Frau in der Fußballfankultur. In Blätter für deutsche und internationale Politik.
  • 2011 Ultras & Gewalt. In Blickfang Ultra.
  • 2010 Der DFB und die Ultras – Gemeinsam gegen Rechtsextremismus im Fußball. In Forschungsjournal Neue Soziale Bewegungen.

Sammelbandbeiträge

  • 2016 Von „sogenannten Ultra-Gruppierungen“, „Störern“ und Verletzten. Eine kritische Betrachtung der Zahlen der Zentralen Informationsstelle Sporteinsätze (ZIS). In: Czoch, P. (Hg.): Ultras in Deutschland. Berlin: Hirnkost-Verlag.
  • 2015 Gewalt im Umfeld von Fußballspielen. In: Melzer, Wolfgang; Hermann, Dieter; Sandfuchs, Uwe; Schäfer, Mechthild; Schubarth, Wilfried; Daschner, Peter (Hrsg.): Handbuch Aggression, Gewalt und Kriminalität bei Kindern und Jugendlichen. Bad Heilbrunn: Julius Klinkhardt.
  • 2014 Jugendliche Ultras – Probleme und Potentiale einer sich wandelnden Fankultur. In: Kuhlmann, D. (Hg.): Sport, Soziale Arbeit und Fankulturen – Positionen und Projekte. Hildesheim: Arete Verlag.
  • 2013 Von strukturierten Emotionen und emotional aufgeladenen Strukturen. Schlaglichter auf die jüngere Entwicklung der Ultraszene. In: Koordinationsstelle Fanprojekte bei der dsj (Hrsg.): fanarbeit 2.0. Zukünftige Herausforderungen für die pädagogische Arbeit mit Fußballfans (KOS-Schriften 11). Frankfurt/Main: KOS.
  • 2012 Jugendliche Ultras. In Bock K./ Grabowsky, S./ Sander, U. / Thole, W. (Hg.): Aktuelle Fragen der Jugend(hilfe)forschung. Hohengehren: Schneider Verlag.
  • 2012 Sich die Freiheiten nehmen. In Linkelmann, J./Thein, M. (Hg.): Ultras im Abseits? Porträt einer verwegenen Fankultur. Göttingen: Verlag Die Werkstatt.

Einzelnachweise

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