Jonas Walter

Filmregisseur und Fotograf From Wikipedia, the free encyclopedia

Jonas Ludwig Walter (* 11. November 1984 in Potsdam-Babelsberg) ist ein deutscher Fotograf und Filmregisseur.[1]

Jonas Walter mit Lina Wendel und Linda Pöppel bei der Verleihung des Grimme-Preises 2024

Biographie

Walter hat von an der Ostkreuzschule für Fotografie und Gestaltung bei Werner und Ute Mahler Fotografie studiert.[1] Von 2013 bis 2022 studierte er Film- und Fernsehregie an der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf, ab 2018 als Masterstudent bei Andreas Kleinert.[2] 2015 und 2016 war Walter Gaststudent an der Kunsthochschule Havanna.[3]

Als freier Fotograf arbeitet er unter anderem für den Stern, die Süddeutsche Zeitung, die NZZ, chrismon und den Freitag[4] und drehte Werbefilme für ver.di und den Taschen-Verlag[5] sowie Kinospots im Rahmen von Verkehrssicherheitskampagnen[6][7], für die er unter anderem mit dem deutschen Wirtschaftsfilmpreis ausgezeichnet wurde.[8] Als Spielfilmregisseur realisierte er fiktionale Koproduktionen mit dem MDR, dem rbb und dem ZDF.[9][10] Seine Filme liefen auf verschiedenen Filmfestivals, unter anderem dem Filmfestival Cottbus sowie dem Max Ophüls Preis 2018 und 2023.[11] Er fotografiert regelmäßig das Ensemble des inklusiven Berliner Theaters RambaZamba.[12][13] Nach dem Tod der Fotografin Sibylle Bergemann gab er gemeinsam mit ihrer Tochter den Bildband Sibylle Bergemann und das Theater RambaZamba im Verlag Theater der Zeit heraus.[14]

2022 zeigte das Brandenburgische Landesmuseum für moderne Kunst Werke aus der Fotoserie „Landarzt“, über den libanesischen Allgemeinmediziner Amin Ballouz, in der Uckermark.[15][16][17] Im selben Jahr erwarb das Museum zehn Werke aus „Kraftwerk“, für die Brandenburgische Kunstsammlung. Die Serie begleitet den Abriss des KKW Stendal: Walter fotografierte einen Sommer lang mit einer Großformatkamera fünf Männer, die die Kraftwerksruine in Eigenregie abreißen.[18][19]

Walters Kinofilm Tamara wurde am 25. Januar 2023 auf dem 44. Filmfestival Max Ophüls Preis uraufgeführt und wurde mit dem Grimme-Preis 2024 ausgezeichnet.[20][21]

Derzeit arbeitet Walter zusammen mit dem Historiker Robert Sommer zusammen an einem Fotoprojekt in Polen, für das er ein Stipendium der VG Bild-Kunst erhält.[22]

Jonas Ludwig Walter lebt in Berlin und in Mecklenburg, auf dem Land bei Rostock.[4]

Filmografie

  • 2012: „Nichts zu verschenken.“[23]
  • 2014: „EagleEye Jimmy.“ Dokumentation[24]
  • 2015: „A 9.“ Kinospot im Rahmen der Verkehrssicherheitskampagne für das Land Brandenburg.[25]
  • 2016: „Mit den Füßen zuerst.“ Kurzspielfilm[26]
  • 2017: „Lieber sicher. Lieber leben.“ Kinospot im Rahmen der Verkehrssicherheitskampagne für das Land Brandenburg.[27][6]
  • 2017: „500 Jahre Reformation. Lebendige Portraits“[28]
  • 2018: Siebenpunkt (Kurzfilm)
  • 2018: „Waiters.“ Kurzfilm als Teil einer 4-teiligen, vom RBB produzierten Fernsehserie.[29]
  • 2018: „Parque Martí.“ Dokumentarfilm[30]
  • 2023: Tamara

Veröffentlichungen

  • Sibylle Bergemann und das Theater RambaZamba, Fotografien. Hrsg. von Frieda von Wild und Jonas Ludwig Walter, Theater der Zeit, Berlin 2011, ISBN 978-3-942449-45-8
  • Jonas Ludwig Walter, Wir haben gut gefeiert: Ehemalige Beschäftigte der Papierfabrik Hohenofen. Sandstein Kommunikation, Dresden 2012, ISBN 978-3-942422-81-9
  • Chrismon, „Der Doktor is jut im Pieken“, Fotos von Jonas Ludwig Walter. Frankfurt am Main 2014[31][16]
  • „Eine Mutter klagt an“, Fotos von Jonas Ludwig Walter, Frankfurt am Main 2019, chrismon[32]

Einzelnachweise

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