Jorik Bergman
niederländische Jazzmusikerin (Flöte, Komposition)
From Wikipedia, the free encyclopedia
Jorik Bergman (* 5. August 1996 in Leiden) ist eine niederländische Jazzmusikerin (Flöte, Komposition), die als ungemein vielseitig gilt.[1]
Leben und Wirken
Bergmann erhielt zunächst klassischen Flöten- und Klavierunterricht und wechselte mit 21 Jahren zum Jazz. Sie studierte zunächst bis zum Bachelor in Komposition und Arrangement am Konservatorium in Maastricht, um dann den Masterstudiengang Jazzkomposition an der Hochschule für Musik und Tanz Köln zu absolvieren.[2]
Bergman, die seit 2020 in Köln wohnt, arbeitet dort als Jazzflötistin, Komponistin, Arrangeurin und Bandleaderin. Sie leitet ihr eigenes Jazz-Trio (mit dem Pianisten Simon Below und Victor Gelling am Kontrabass) und seit 2022 ihre eigene Big Band „Jorik Bergman and her large, imaginary big band constellation“.[2] Weiterhin führte sie mit ihrem Oktett Kompositionen von Julius Eastman auf,[3] mit ihrem „Mingus Project“ die Suite The Black Saint and the Sinner Lady von Charles Mingus. Als Flötistin spielte sie zudem mit Musikern wie Joyce Moreno, Pablo Held, Jonas Burgwinkel, Niels Klein, Becca Stevens, Natalie Greffel und Clara Vetter. Sie konzertierte auf Festivals wie dem Nijmegen International Music Meeting Festival, dem Festival Acht Brücken, der Cologne Jazz Week und dem North Sea Jazz Festival.
Im Laufe der letzten Jahre verfasste Bergman Arrangements für das Subway Jazz Orchestra, das Jazzorchester des Concertgebouw Amsterdam, das Jugendjazzorchester NRW, das Bundesjazzorchester und weitere Großformationen.[2] 2024 arrangierte sie das Streicherarrangement für den Eröffnungssong des Albums New Dawn von Marshall Allen; 2025 arbeitete sie mit Marshall Allen und vielen weiteren Mitgliedern des Sun Ra Arkestra für deren Album-Release-Show im Roulette in New York zusammen.[4] Sie ist auch auf Tonträgern von Sessa und Carla Köllner zu hören.
Preise und Auszeichnungen
Berman gewann den 1. Preis beim Kompositionswettbewerb 2022 „Das zerbrechliche Paradies“ des Jugendjazzorchester NRW, beim Kompositionswettbewerb 2021 „European Composers“ des Subway Jazz Orchestra, beim Kompositionswettbewerb 2022 „Future Music“ des BundesJazzOrchesters und 2023 bei der Académie de Composition Jazz des Orchestre National de Jazz.[2] 2024 errang sie den Publikumspreis bei Jazz Comp in Graz. 2025 wurde sie mit dem Kölner Jazzpreis (Horst und Gretl Will-Stipendium für Jazz und Improvisierte Musik) ausgezeichnet.[1][4]
Weblinks
- Webpräsenz
- Sebastian Wellendorf: Fearless Jazz – Die Flötistin und Komponistin Jorik Bergman. In: ARD Audiothek. 29. September 2025.
- Jorik Bergman bei Discogs
- Bandcamp