Josef Rikus

deutscher Bildhauer (1923-1989) From Wikipedia, the free encyclopedia

Josef Rikus (* 28. Februar 1923 in Paderborn; † 25. November 1989 ebenda) war ein deutscher Bildhauer.

Mahnmal in Hövelhof, ein Werk von Josef Rikus
Kirche Johannes XXIII. in Köln

Leben

Am Gymnasium Theodorianum in Paderborn legte er im Jahr 1942 sein Abitur ab. Er studierte einige Semester Philosophie, nachdem er aufgrund einer schweren Verwundung als Soldat in Russland vorzeitig entlassen worden war. Erinnerungen an Not und Entbehrung, aber auch Todesangst aus eigenem Erleben aus Kriegs- und Nachkriegszeit bildeten seinen künstlerischen Impetus.

Skulptur 1958 – Stürzende Engel – vor dem Amtsgericht Münster/Westf.

Bereits während der Schulzeit hatte er bildhauerisch zu arbeiten begonnen. Dies setzte er mit einer handwerklichen Ausbildung bei einem Steinmetz fort. 1946/47 war er beim Bildhauer Eugen Senge-Platten in Siedlinghausen im Sauerland tätig. Von 1947 bis 1953 setzte er seine Ausbildung bei Karl Knappe in München fort.

1959 erhielt er den Kulturpreis der Stadt Paderborn.

Eine Ausstellung im November/Dezember 1987 in der Sparkasse in Lage gab Einblick in sein künstlerisches Schaffen. Allein in Lippe hat Rikus mehr als vierzig Skulpturen und Plastiken aus Beton, Metall oder Stein hinterlassen, darunter vor allem religiöse Kunstwerke an Kirchen, Friedhöfen und Gedenkstätten, aber auch Skulpturen für Schulen, Freiplastiken für Firmen und Entwürfe für Brunnen.[1]

Werke

Schriften

  • Josef Rikus: Skulpturen. Schöningh, 1973
  • Hans-Ulrich Hillermann: Der Bildhauer Josef Rikus und sein Werk. Michael Imhof Verlag, Paderborn 2023, ISBN 978-3-7319-1243-9
Commons: Josef Rikus – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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