Joseph Chmel

österreichischer Augustiner-Chorherr, Archivar und Historiker From Wikipedia, the free encyclopedia

Joseph Chmel (* 18. März 1798 in Olmütz, Markgrafschaft Mähren; † 28. November 1858 in Wien) war ein österreichischer Augustiner Chorherr, Archivar und Historiker.

Joseph Chmel, Lithographie von Adolf Dauthage, 1853

Leben

Chmels Vater war der Mathematikers Adam Chmel. Seine Schulzeit verbrachte Joseph Chmel in St. Florian und Kremsmünster. Nach dem Erreichen der Matura trat er noch im selben Jahr in das Stift St. Florian ein. Dort war er zunächst als Gehilfe verschiedener Seelsorger tätig; danach wechselte aber das Aufgabengebiet und stieg zum Stiftsbibliothekar auf. 1834 wurde er als Archivar beim Staatsarchiv in Wien angestellt. Dort wurde er nach sechs Jahren zum Ersten Archivar befördert und 1846 zum Vizedirektor. Als 1847 die Akademie der Wissenschaften in Wien gegründet wurde, gehörte Chmel zu den ersten Mitgliedern. Schon bald wurde er aufgefordert, die Historische Kommission der Akademie zu leiten. Bereits 1846 wurde er als korrespondierendes Mitglied in die Preußische Akademie der Wissenschaften aufgenommen.[1] Im selben Jahr wurde er auswärtiges Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften.[2] 1857 wurde er zum Korrespondierenden Mitglied der Göttinger Akademie der Wissenschaften gewählt.[3]

Im Alter von 60 Jahren starb Joseph Chmel am 28. November 1858 in Wien und wurde auf dem Schmelzer Friedhof beigesetzt. 1961 wurde in Wien-Döbling (19. Bezirk) die Chmelgasse nach ihm benannt.

Werke

  • Geschichte Kaiser Friedrichs IV. und seines Sohnes Maximilian I. 2 Bände. Perthes, Hamburg 1837 (Band 1 und Band 2 bei digitale-sammlungen.de).
  • Die Handschriften der k.k. Hofbibliothek in Wien. 2 Bände. Gerold, Wien 1840–1841 (Band 1 und Band 2 bei digitale-sammlungen.de).
  • Der Österreichische Geschichtsforscher. 2 Bände. Beck, Wien 1838 und 1841 (Band 1 und Band 2 bei digitale-sammlungen.de).

Literatur

Einzelnachweise

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