Joseph Paul Alizard
französischer Maler und Grafiker
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Joseph Paul Alizard (* 12. August 1867 in Langres, Département Haute-Marne; † 23. November 1948 in Châteauvillain, Département Haute-Marne) war ein französischer Maler und Grafiker.[1]

Leben
Joseph Paul Alizard wurde 1867 in Langres geboren und erhielt seine erste künstlerische Ausbildung bei seinem Vater Antoine Julien Alizard. Weitere Lehrer waren Jean-Paul Laurens und Benjamin Constant. Ab 1888 war er an verschiedenen künstlerischen Lehranstalten in Rennes und Paris tätig, darunter 1894 am Lycée Janson-de-Sailly und 1902 an der École Gerson. 1899 erhielt er den Titel Officier de l’Académie, 1905 folgte die Auszeichnung als Officier de l’Instruction publique. 1926 wurde er zum Chevalier der französischen Ehrenlegion ernannt. Auf der Weltausstellung in Paris im Jahr 1899 wurde er mit einer Silbermedaille ausgezeichnet. Eine weitere Silbermedaille erhielt er 1903 beim Salon des Artistes Français für sein Gemälde Pour l’absent pendant la pêche d’Islande. Joseph Paul Alizard stellte regelmäßig im Salon des Artistes Français aus, unter anderem zwischen 1897 und 1942, sowie 1900 auf der Exposition décennale des Beaux-Arts und 1910 auf der Weltausstellung in Brüssel. Joseph Paul Alizard bevorzugte eine gedämpfte Farbgebung mit sparsamen Lichtwirkungen. Besonders seine Porträts wurden als ausdrucksstark und gut modelliert beschrieben.[1]
Werk
Joseph Paul Alizards Arbeiten befinden sich in mehreren französischen Museen und öffentlichen Sammlungen. Im Musée de Langres werden unter anderem die Ölgemälde La mère Jeannette (1897), Les Orphelins (1900) und Pour l’absent pendant la pêche d’Islande (1903) aufbewahrt. Zwei weitere im Bénézit verzeichnete Werke sollen sich ebenfalls dort befunden haben, sind jedoch nicht mehr im Bestand. Im Musée de Morlaix befand sich das Werk Dans le passé (Öl, 1902), das im Zweiten Weltkrieg zerstört wurde. Das Musée des Beaux-Arts in Nizza besitzt das Werk Confidence. Im Musée du Luxembourg in Paris befinden sich die Kohlezeichnungen Chose vue un jour de printemps und Pour l’absent. Im Rathaus des 8. Arrondissements in Paris hängt zudem das Gemälde Le Baiser (Öl, 1913).[1]
Literatur
- Jean-Marie Michaud, Didier Le Meste: Les peintres du Faouët, 1845–1945, Éditions Cloitre, Plomelin, 2003.
- René Édouard-Joseph: Dictionnaire biographique des artistes contemporains, Paris, 1930.
- Emmanuel Bénézit: Dictionnaire des peintres, sculpteurs, dessinateurs et graveurs, Band I, Gründ, Paris, 1976.
- Thieme, Ulrich; Becker, Felix: Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart, Band 1, Leipzig, 1907.
- Vollmer, Hans: Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler des 20. Jahrhunderts, Band 1, Leipzig, 1953.
- Emmanuel Bénézit: Dictionary of artists. Band 1: A – Bedeschini. Paris, 2006.
Weblinks
- Allgemeines Künstlerlexikon Online / Artists of the World Online, De Gruyter, 2009.