Joseph Rössert
deutscher Lithograf und Kalligraf
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Leben und Wirken
Joseph Rössert ließ sich in Bamberg nieder, wo er 1834 als Lithograf konzessioniert wurde.[1] Im darauffolgenden Jahr heiratete er in Bayreuth.[2] Er besaß ein Haus in der Fleischstraße in Bamberg mit der damaligen Hausnummer 546[3] und gehörte als ordentliches Mitglied dem Gewerbeverein der Stadt an.[4]
Rössert wurde vor allem als Kartenzeichner und Illustrator bekannt. Er galt unter Zeitgenossen als fähigster Lithograf Bambergs. Nach Entwürfen des Kartografen Karl Spruner von Mertz gestaltete er eine historische Karte des Herzogtums Ostfranken und einen Plan des Ludwig-Donau-Main-Kanals.[2] Er wirkte als einer der Illustratoren des damaligen paläobotanischen Standardwerks Versuch einer geognostisch-botanischen Darstellung der Flora der Vorwelt von Kaspar Maria von Sternberg.[5] Im Zusammenhang mit seinen Arbeiten für das Buch Der Dom zu Bamberg mit seinen Denkmälern, Inschriften, Wappen und Gemälden von Michael Landgraf zeichnete er Pläne des Bamberger Doms, zudem lithografierte er die Bronzesäulen der Hochaltäre des Bildhauers Justus Glesker.[6] Rössert zeichnete und lithografierte noch weitere Bauten und Stadtansichten Bambergs, beispielsweise die Ludwigsbrücke.[2] Mit seinem Betrieb bot er die Gestaltung und Herstellung einer Vielzahl von lithografischen und kalligrafischen Erzeugnissen für den wirtschaftlichen, öffentlichen und privaten Gebrauch an.[7]
Joseph Rössert starb 1876 im Alter von 67 Jahren in Bamberg.[2]
Literatur
- Christopher J. Cleal, Maureen Lazarus, Annette Townsend: Illustrations and illustrators during the ‘Golden Age’ of palaeobotany: 1800–1840. In: Geological Society, London, Special Publications. Volume 241, Januar 2005, S. 41–61, doi:10.1144/GSL.SP.2003.207.01.05.