Josephinenstift
ehemalige Mädchenschule in Dresden
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Das Königliche Josephinenstift war eine von Kurfürstin Maria Josepha von Sachsen 1746 gegründete Mädchenschule an der Großen Plauenschen Straße in Dresden.

Zweck

Das Josephinenstift diente zur Schulbildung von in Armut lebenden Mädchen. Die Schule war anfangs beiden Konfessionen offen, wurde aber später auf die katholische Konfession beschränkt, da es schlichtweg genug protestantische Bildungs- und Armutseinrichtungen gab.
Gebäude
Das Gebäude des Josephinenstifts lag an der Großen Plauenschen Straße 16. Es wurde während des Siebenjährigen Kriegs beim Beschuss auf Dresden beschädigt. Nach dem Krieg wurde es von Christian Friedrich Exner, einem Schüler Knöffels und Longuelunes, wieder aufgebaut. Nachfolgend zog in den rechten Flügel das 1761 von Maria Lucia von Burkersroda gegründete Fräuleinstift, was sich um junge Mädchen aus verarmten Adelsfamilien kümmerte.

Im Gebäude befand sich ebenfalls eine Stiftskapelle, an deren Ausgestaltung vermutlich der sächsische Oberlandbaumeister Julius Heinrich Schwarze mitgewirkt hat. Die Orgel wurde von David Schubert erbaut, einem Schüler von Johann Gottfried Silbermann. Auf der Decke befand sich ein Fresko, welches vermutlich von Hofmaler Johann Benjamin Müller gemalt wurde, dargestellt wurde die Vermählung von Maria und Joseph.[1]
Zerstörung
Das Stift brannte in der Bombennacht vom 13./14. Februar 1945 komplett aus. In den 1950er Jahren wurde das Gebäude gesprengt und das Grundstück für den Wohnungsbau verwendet. Heute erinnert die Josephinenstraße an den ehemaligen Standort des Stifts.